Göllheim in Rheinland-Pfalz


Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Donnersbergkreis
Verbandsgemeinde: Göllheim
Koordinaten: 49° 36′ N, 8° 3′ O
Höhe: 244 m ü. NN
Fläche: 18,02 km²
Einwohner: 3737
Bevölkerungsdichte: 207 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67307
Vorwahl: 06351
Kfz-Kennzeichen: KIB
Gemeindeschlüssel: 07 3 33 026
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Freiherr-vom-Stein-Straße 1 - 3
67307 Göllheim
Ortsbürgermeister: Hans Appel

Göllheim ist eine Ortsgemeinde im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz (Deutschland). Sie ist Sitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde und nimmt die Funktion eines Unterzentrums wahr.

Geografie

Geografische Lage

Göllheim liegt in der Pfalz zwischen dem Göllheimer Hügelland und der Kaiserstraßensenke.

Geschichte

Am 2. Juli 1298 fand mit der Ritterschlacht bei Göllheim (auch Schlacht auf dem Hasenbühl genannt) ein bedeutendes Ereignis der mittelalterlichen Reichsgeschichte statt, bei dem der deutsche König Adolf von Nassau fiel. Die Schlacht war der Endpunkt des Kampfes zwischen Adolf von Nassau und Albrecht I. von Österreich um die Königswürde des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Bis zur französischen Revolution war Göllheim Sitz eines Amts der Grafschaft Nassau-Weilburg (zeitweilig Nassau-Saarbrücken). 1792 kam es mit dem linken Rheinufer an Frankreich, 1815 an die bayrische Pfalz.

Politik

Bürgermeister

  • 1999 bis heute Hans Appel (Freie Wählergemeinschaft FWG)

Städtepartnerschaften

  • La Clayette (Frankreich), seit 1977
  • Marano Equo (Italien), seit 1990
  • Kozienice (Polen), seit 1996

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

Das "Uhlsche Haus" von 1898 beherbergt seit 1978 das Heimatmuseum. Ein Schwerpunkt der Sammlung bildet die Schlacht auf den Hasenbühl. Außerdem gibt es auch Ausstellungsräume im Kerzenheimer Tor.

Regelmäßige Veranstaltungen

Jährlich findet das "Göllheimer Torbogenfest" statt, das inzwischen eine regionale Bedeutung erlangt hat.

Außerdem findet in Göllheim noch die "Göllheimer Vorweihnacht" statt, die meisten am ersten Wochenende im Dezember stattfindet.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Die Gemeinde Göllheim ist über die A 63 (Mainz - Kaiserslautern) und die Bundesstraße B 47 (Worms - Michelstadt, auch "Nibelungenstraße" genannt) sowie die ehemalige B 40 an den überregionalen Verkehr angebunden.

Ansässige Unternehmen

Größte Arbeitgeber im Ort sind die Zementfabrik Dyckerhoff (gehört zur Dyckerhoff AG, die im MDax gelistet ist) und die Firma Lindgas Deutschland. Früher war in Göllheim auch die Feuerwerksfabrik Feistel ansässig, die durch zwei größere Unglücksfälle (Brand des Fabrikationsgebäudes an einem Silvesterabend, Explosion eines unterirdischen Bunkers) in die Schlagzeilen kam.

Öffentliche Einrichtungen

Göllheim beherbergt als Sitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde deren Verwaltung. Außerdem gibt es ein therapeutisches Kinderzentrum im Ort.

Bildung

Göllheim verfügt über eine Regionalschule sowie eine Grundschule, die von Schülern der ganzen Region besucht werden. Außerdem gibt es einen katholischen sowie einen evangelischen Kindergarten. Die öffentliche Gemeindebücherei ist an den südwestdeutschen Bibliotheksverbund angeschlossen.

Literatur

  • Alexander Thon: Göllheim. In: Jürgen Keddigkeit (Hrsg.): Pfälzisches Burgenlexikon. Beiträge zur pfälzischen Geschichte Bd. 12/2, Institut für Pfälzische Geschichte und Volkskunde, Kaiserslautern 2002, S. 196f, ISBN 3-927754-48-X.



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Informationsportal über Göllheim in Rheinland-Pfalz - 24.5.2012