Göllingen in Thüringen


Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Kyffhäuserkreis
Verwaltungsge-
meinschaft:
Kyffhäuser
Koordinaten: 51° 21′ N, 11° 1′ O
Höhe: 170 m ü. NN
Fläche: 10,74 km²
Einwohner: 822
Bevölkerungsdichte: 77 Einwohner je km²
Postleitzahl: 06567
Vorwahlen: 03 46 71
Kfz-Kennzeichen: KYF
Gemeindeschlüssel: 16 0 65 021
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 7
06567 Göllingen
Bürgermeister: Jürgen Ogrodnik


Göllingen ist die größte Gemeinde in der Verwaltungsgemeinschaft Kyffhäuser des thüringischen Kyffhäuserkreis. Göllingen liegt im Tal der Wipper zwischen den Bergrücken der Windleite und der Hainleite, unweit der Kreisstadt Sondershausen. 2 km weiter flußab der Wipper befindet sich in Seega der sogenannte Wipperdurchbruch, bei der sich die Wipper durch den Kamm der Hainleite schneidet.

Geschichte

Zu Beginn des 9. Jahrhundert wird Göllingen in einem Verzeichnis der von Erzbischof Lullus († 786) von Mainz für das Klosters Hersfeld von Freien verliehenen Gütern erstmals urkundlich als Gellinge erwähnt. Die Geschichte Göllingens ist verbunden mit dem im 11. Jahrhundert gegründeten Benediktinerkloster.

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1994 – 941
  • 1995 – 933
  • 1996 – 921
  • 1997 – 897
  • 1998 – 914
  • 1999 – 893
  • 2000 – 860
  • 2001 – 845
  • 2002 – 844
  • 2003 – 836
  • 2004 – 822
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Sehenswürdigkeiten

Bekannt ist Göllingen durch seinen romanischen Klosterturm St. Wigbert mit seiner 16 Säulen-Krypta. Experten gehen davon aus, dass man ähnliche Gebäude nur in südlichen Ländern finden würde. Das Benediktiner-Kloster geht bis in das 11. Jahrhundert zurück. Es wurde circa 1012 von der Abtei Hersfeld gegründet, weshalb Göllingen später eine hessische Exklave wurde. 1606 wurde das Kloster von den hessischen Landgrafen aufgehoben, nachdem diese die Reformation eingeführt hatten. Es diente dann bis zur Übergabe des Gebietes von Hessen an Schwarzburg – 1816 – als kurhessische Domäne, während dieser Zeit verfiel die Klosteranlage mehr und mehr zur Ruine. Jährlich im Herbst findet regelmäßig das Klosterturmfest statt. Der Turm und die Krypta können besichtigt werden.

Unweit des Klosterturmes befindet sich die evangelische Kirche, die 1722 als barocker Saalbau erbaut wurde. Auf dem Kirchhof findet man zahlreiche historische Grabsteine, zum Teil aus dem 11. und 12. Jahrhundert.

Bedeutungsvoll, obwohl kaum zu sehen ist die „Kleine Wipper”, ein Flussarm der Wipper. Die Kleine Wipper wurde auf 430 m schon von früheren Mönchen durch einen Tunnel geleitet. Sie wurde 1404 erstmals urkundlich erwähnt.

Verkehr

Bis zum 10. Dezember 2006 besaß der Ort einen Haltepunkt an der Kyffhäuserbahn. Hier wurde der Personenverkehr inzwischen eingestellt.

Wirtschaft

Vorherrschend sind Landwirtschaft und Handwerk. Göllingen ist ein ehemaliger Bergarbeiterort (Kaliindustrie), allerdings von untergeordneter Bedeutung (ehemalige Gewerkschaft Günthershall).




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Informationsportal über Göllingen in Thüringen - 24.5.2012