
|
Geografie und VerkehrWer durch Grauel fährt, erlebt Höhen und Tiefen. Genau 65 Meter misst die Gemeinde von ihrem höchsten Punkt. Andererseits durchfließt den tiefen, südlichen Teil des Ortes die Buckenerau. Abseits von Bundesstraße liegt Grauel an der Verbindung zwischen Hohenwestedt und Hennstedt.Grauel liegt etwa 20 km westlich von Neumünster und 25 km südlich von Rendsburg im Naturpark Aukrug. Direkt bei Grauel kreuzen sich die Bundesstraße 77 von Rendsburg nach Itzehoe und die Bundesstraße 430 von Neumünster in Richtung Meldorf.Zum Ortsgebiet von Grauels gehört auch das kleine Bauerndorf Altenjahren welches ca. 1 km vom Grauel selber entfernt ist. Stolz sind die Graueler auf die malerische Lage ihres "Gebirgsdorfes" im Naturpark Aukrug. Von der Höhe aus reicht der Blick an klaren Tagen bis nach Itzehoe im Südwesten oder nach Neumünster im Osten. WirtschaftDas Gemeindegebiet ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt. Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe ist in den letzten 30 Jahren von 22 Höfen auf ca. fünf gesunken. Ausserdem ist Grauel Standort für ein Asphaltmischwerk, ein Kieswerk und eine Baustoff-Recycling-Anlage. VersorgungDie zentrale Trinkwasserversorgung besteht seit 1910 als Genossenschaft, neuerdings als Wasserversorgungsverein Grauel. 1988 wurde der Bau einer zentralen Ortsentwässerung abgeschlossen. 1989 erhielt Grauel als erste Gemeinde im Kreis Rendsburg-Eckernförde einen Waschplatz für Fahrzeuge aller Art für seine Bürger. 1993 erfolgte der Neubau eines Feuerwehrgerätehauses als Anbau an das vorhandene Gemeindehaus. Dieses Gemeindehaus war bis 1965 die Dorfschule. Seit 1996 besteht die Erdgasversorgung durch die Schleswag AG (heute E.ON). PolitikVon den neun Sitzen in der Gemeindevertretung hat die Wählergemeinschaft KWG seit der Kommunalwahl 2003 acht Sitze und ein Einzelbewerber hat einen. GeschichteDas Dorf wurde im Jahre 1349 zuerst im Itzehoer Klosterarchiv als "Growel" urkundlich erwähnt. Über die Entstehung des Ortsnamens gibt es zwei Varianten. In der historischen Begründung für das Gemeindewappen heißt es, dass sich Grauel vom niederdeutschen Groof (Graben) herleitet. Überliefert ist jedoch eine andere Geschichte: In uralten Zeiten haben sich da, wo jetzt Grauel liegt, Köhler aus einem fremden Land angesiedelt. Wenn man in der Dunkelheit die Meiler glimmen sah, sagten die Menschen "Da ist es gruelich". So sei der Name entstanden. Erst recht spät, nämlich um 1930, wurde das Land urbar gemacht, besiedelt war es allerdings schon sehr viel früher. Darauf weisen auf Graueler Gebiet vor Jahren gefundene Steinbeile und andere Gegenstände hin. Unvergessen ist bis heute eine Geschichte aus dem Jahre 1959. Damals wurde im Haus der Großeltern des Bürgermeisters Dierk Ruhsert ein richtiger Silberschatz gefunden. Der Schornstein sollte seinerzeit erneuert werden und dabei stießen die Maurer auf das Versteck. Einige hundert Silbermünzen, insgesamt 3,3 Kilogramm, wurden zu Tage befördert. Wie sie genau dorthin gelangt sind, ist bis heute ungeklärt. Vermutet wird, dass ein Armenpfleger die Münzen zu Kriegszeiten versteckt hat. Möglicherweise ist er dann gestorben, ohne dass der Schatz wieder ans Tageslicht kam. Einige der Münzen können im Hohenwestedter Heimatmuseum bewundert werden. Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
