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Greifenberg ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Landsberg am Lech und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Schondorf am Ammersee. GeographieLageGreifenberg am Ammersee liegt, auf einem Moränenwall des Ammerseegletschers, an der Bundesautobahn 96 Lindau - München und der Bahnlinie Augsburg - Geltendorf - Weilheim ca. 17 km östlich von Landsberg am Lech und 40 km westlich von München, unweit vom nordwestlichen Ende des Ammersees. Ortsteile
Es existieren folgende Gemarkungen: Beuern, Greifenberg. GeschichteDie Frühgeschichte der Gemeinde ist weitgehend unbekannt. Bodenfunde, Bodendenkmäler und Ortsnamen in der nahen Umgebung lassen darauf schließen, daß auch die Greifenberger Flur schon in der Frühzeit besiedelt war. So finden sich im in der Nähe 14 Hügelgräber aus der Hallstattzeit, in denen vor rund 2500 Jahren Beisetzungen stattfanden. Bis 500 v. Chr. haben vermutlich die Illyrer hier gelebt. Dann wurden sie von den Kelten in die Alpentäler und nach Osten abgedrängt. Zahlreiche Münzenfunde in der Flur östlich von Greifenberg beweisen die Anwesenheit der Römer. Um 600 n. Chr. rückten dann die Alemannen in das Ammerseegebiet ein. Greifenberg ist wohl eine Gründung der Grafen von Andechs, die in der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts Güter von der Amper bis zur Paar besaßen. Als der letzte Graf von Andechs 1248 starb, gelangte diese Veste in den erblichen Besitz eines ihrer Ministerialengeschlechter, in dem der Taufname Grypho (= Gripho, Griffo, Greiff) besonders gebräuchlich war. Der Name Greif wurde Geschlechtsname der Familie und die erblich zugewiesene Burg »Greifenberg« genannt. Als Erwerber und Gründer Greifenbergs wird Gripho de Andechs angesehen, der in einem Fundationsbrief von 1230 zu Scheyern als Dienst- und Lehensmann des Herzogs Otto von Meran genannt wird und den wir 1257 als Gripho de Greifenberg wiederfinden. 1396 nahm Hans der Greif am Kreuzzug König Sigismunds gegen die in Ungarn eingefallenen Türken teil. Die Schlacht bei Nikopolis im walachischen Donautiefland endete mit einer schweren Niederlage der Kreuzritter und der siegreiche Sultan Bajesid ließ Tausende von Rittern und Mannen der Kreuzfahrer hinrichten. Unter ihnen war auch Hans der Greif, der Letzte seines Geschlechts. Die Veste Greifenberg ging als Erbgut an die Schweiker von Gundelfingen, die 1404 ihr Erbe teilten. Auf Greifenberg saß nun Georg von Gundelfingen, der aber die Veste bereits wieder 1410 an die Familie des Herzogs von Bayern verkaufte. Erhard von Perfall wurde dann von Herzog Wolfgang als Burgvogt eingesetzt und erhielt 1478 von diesem die Burg und Pflege zusammen mit allen Hofmarksgütern für 4000 fl. 1507 verkauften die herzoglichen Brüder die Hofmark Greifenberg endgültig an ihren Hofmeister Erhard von Perfall als sogenanntes "freies, lediges Eigen". Seit diesen Tagen ist immer ein Perfall in ununterbrochener Erbfolge Herr von Greifenberg die bis 1849 auch die Gerichtsbarkeit ausübten. Vor dem Richteranwesen stand bis zum Jahre 1959 als Wahrzeichen der steinerne Richterstuhl aus dem Jahre 1442. Im Jahre 1808 wurde in Bayern die Leibeigenschaft aufgehoben und im Jahre 1849 die Abgaben an die Hofmarksherren und den Pfarrer durch den Staat abgelöst. Dafür verlangte nun der Staat von den Bauern Grund- und Bodenzins. Im Jahre 1849 wurde das hiesige Patrimonialgericht aufgelöst und die Gerichtsbarkeit ging ganz auf den Landrichter in Landsberg, heute Amtsgericht, über.[1] BevölkerungEinwohnerentwicklungDie Entwicklung der Einwohnerzahlen: Religionen
PolitikWappen1962 wurde der Gemeinde das von Landrat Müller-Hahl geschaffene Gemeindewappen überreicht. Es zeigt auf gespaltenem Schild vorne in Silber auf rotem Dreiberg einen nach links schreitenden schwarzen Bären (Wappen der Perfall), hinten von Rot und Silber dreimal wellenförmig schräggeteilt (Wappen der Greifen). Die Gemeindefahne in Rot-Weiß-Schwarz zeigt ebenfalls das Wappen.
KommunalpolitikDer Bürgermeister ist Josef Förg (Gemeinwohl/Neugr./Beurer Liste). Wirtschaft und InfrastrukturWirtschaft sowie Land- und ForstwirtschaftEs gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 107, im produzierenden Gewerbe 105 und im Bereich Handel und Verkehr 81 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 129 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 545. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 3 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 16 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 295 ha, davon waren 126 ha Ackerfläche und 169 ha Dauergrünfläche. Nördlich der Gemeinde steht ein voll erschlossenes Gewerbegebiet zur Ansiedelung von Unternehmen zur Verfügung. Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2005 1.850 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 410 T€. Die Grundsteuer B beträgt 260 Punkte, der Gewerbesteuerhebesatz 300 Punkte (Stand 2004). Infrastruktur und Einrichtungen
Bildung
Vereine und dörfliche Gemeinschaft
Ansässige Firmen
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