Gronau in Niedersachsen


Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Hildesheim
Koordinaten: 52° 4′ N, 9° 47′ O
Höhe: 79 m ü. NN
Fläche: 20,61 km²
Einwohner: 5487
Bevölkerungsdichte: 266 Einwohner je km²
Postleitzahl: 31028
Kfz-Kennzeichen: HI
Webpräsenz: www.gronau-leine.de

Die Kleinstadt Gronau an der Leine liegt im Landkreis Hildesheim im Bundesland Niedersachsen und ist Verwaltungssitz der Samtgemeinde Gronau an der Leine.

Wappen

Im roten Schild eine goldene Schrägrechtsleiter mit drei senkrecht durchgezogenen Sprossen.

Geographie

Gronau befindet sich südwestlich von Hildesheim zwischen Leinebergland im Westen und Innerstebergland im Osten. Es liegt westlich des Hildesheimer Walds bzw. nördlich der Sieben Berge. Die Stadt wird von der Leine durchflossen.

Westlich vorbei an Gronau führt ein Abschnitt der B 3.

Geschichte

Die Stadt wurde um das Jahr 1298 durch den Bischof von Hildesheim auf einem Leinewerder als Gronowe (= Grüne Aue) als südwestliche Befestigung des Hochstifts Hildsheim planmäßig gegründet. (Der Name geht auf die grünen Auen an den beiden Armen des Flusses Leine zurück, die die Stadt mit Wasser versorgten.) Das damalige Gronau setzte sich dabei aus den Bewohnerinnen und Bewohnern von drei vormals unbefestigten Dörfern zusammen: Lehde, Bekum und Empeda vereinten sich zu Gronau.

Nach jahrhundertelanger Existenz als Ackerbürgerstadt erlebte die Stadt zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch die Industrialisierung und den Anschluss an das preußische Eisenbahnnetz einen Aufschwung, der sich in einer steigenden Bevölkerungszahl bemerkbar machte.

In den 80er und 90er Jahren des 20. Jahrhunderts hat die Wirtschaft einen erheblichen Strukturwandel erlebt. Traditionelle Unternehmen der Industrie haben Arbeitsplätze in großem Maße abgebaut (Metallindustrie, Chemieindustrie) oder sind zum Teil ganz verschwunden (Zuckerfabrik, Papierherstellung). Gronau (Leine) ist zu Beginn des 21. Jahrhunderts Wohnort vieler Berufspendler in die benachbarten Städte und Großstädte wie Hildesheim und Hannover.

Stadtbild

Das Stadtbild ist geprägt durch zahlreiche Fachwerkhäuser in traufenständiger Bauweise, wie sie für das südliche Niedersachsen typisch sind. Beherrscht wird es durch den mächtigen, 65 Meter hohen Turm der evangelischen St.-Matthäi-Kirche. Daneben gibt es auch die katholische St.-Josefs-Kirche, die Klosterkirche eines offiziell nie aufgehobenen Klosters.

Im Luftbild ist noch gut der Kern der Kleinstadt zu erkennen, an dessen Rand die Stadtmauer samt Wällen zwischen den Leine-Armen entlang verlief. An der Stelle der Wälle sind heute entsprechend betitelte Fuß- und Radwege, die an den Verlauf erinnern (Nordwall und Südwall).

Seit Ende des zweiten Weltkriegs und mit der Zuwanderung von Flüchtlingen aus den ehemals deutschen Ostgebieten entstanden mehrere Neubaugebiete. Diese Entwicklung hält bis heute an.

Städtepartnerschaften

  • Mézidon-Canon (Frankreich)
  • Honiton (Vereinigtes Königreich)
  • Wermsdorf (Deutschland, Sachsen)
  • Dovre (Norwegen), seit 2000





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Informationsportal über Gronau in Niedersachsen - 25.5.2012