Großbreitenbach in Thüringen


Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Ilm-Kreis
Verwaltungsge-
meinschaft:
Großbreitenbach
Koordinaten: 50° 35′ N, 11° 1′ O
Höhe: 630 m ü. NN
Fläche: 19,62 km²
Einwohner: 2843
Bevölkerungsdichte: 145 Einwohner je km²
Postleitzahl: 98701
Vorwahl: 036781
Kfz-Kennzeichen: IK
Gemeindeschlüssel: 16 0 70 025
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 11-13
98701 Großbreitenbach
Webpräsenz: www.stadt-grossbreitenbach.de
Bürgermeister: Petra Enders (Großbreitenbach 2000)

Großbreitenbach ist eine Stadt im Ilm-Kreis in Thüringen.

Geografie

Großbreitenbach liegt auf einer Hochfläche im Thüringer Wald. Die Stadt liegt in einer Höhe von 570 bis 660 m und zählt bereits zum Wassereinzugsgebiet der Schwarza. Nördlich von Großbreitenbach erhebt sich der Lange Berg, südöstlich liegt das Schwarzatal und westlich der Thüringer Wald.

Nachbargemeinden

Im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden: Gillersdorf - Friedersdorf - Böhlen - Meuselbach-Schwarzmühle - Katzhütte - Altenfeld - Neustadt am Rennsteig - Möhrenbach

Geschichte

Großbreitenbach wurde 1399 erstmals erwähnt. Damals trug der Ort den Namen Breytenbach. Im Jahre 1550 wurden dem Ort dann die Marktrechte verliehen. 1621 wurde Großbreitenbach zum Flecken erhoben und 1855 wurde es schließlich Stadt. 1848 wurde hier im Zuge der Märzrevolution der fünfte Thüringer Volkstag durchgeführt. Der Schützenverein der Stadt wurde bereits 1603 gegründet. Er ist somit der älteste Verein der Stadt. Seit 1645 ist ein Pfarrhaus in Großbreitenbach bekannt. 1664 wurde eine erste Apotheke von Johann-Martin Mylius eröffnet. Seit 1779 gab es auch in Großbreitenbach Porzellanherstellung. Sie existiert jedoch heute nicht mehr. Im Jahr 1868 wurde Großbreitenbach von einem Stadtbrand zerstört.

Die Eisenbahn erreichte die Stadt 1883 durch die Linie Ilmenau-Großbreitenbach. Das neue Großbreitenbacher Schulgebäude wurde 1912 eröffnet. 1915 wurde ein großes Glaswerk für Hohlglas erbaut. Es stand am Katzstein. Am 11. April 1945 wurde die Stadt kampflos an die Alliierten Truppen übergeben und damit die Zerstörung und zu erwartende Todesopfer verhindert. 1959 wurde der Campingplatz der Stadt eröffnet. 1965 eröffnete man ein Trainingszentrum für Biathlon, in dem auch Peter Sendel und die Geschwister Andrea und Manuela Henkel ihre ersten Trainingseinheiten absolvierten. 1984 wurde das Schulgebäude am Markt 13 umgebaut und als Haus 2 des Rathauses genutzt. Hier befindet sich heute die Ortsbibliothek von Großbreitenbach.

Einwohnerentwicklung

  • 1530 - 550 Einwohner
  • 1895 - 2.830 Einwohner
  • 1955 - 4.385 Einwohner
  • 1977 - 4.244 Einwohner
  • 1994 - 3.338 Einwohner
  • 2005 - 2.926 Einwohner

Politik

Großbreitenbach ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Großbreitenbach.

Stadtrat

Der Rat der Stadt Großbreitenbach besteht aus 16 Ratsfrauen und Ratsherren.

  • CDU 6 Sitze
  • GB 2000 10 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 27. Juni 2004)

Bürgermeister

Die ehrenamtliche Bürgermeisterin Petra Enders wurde am 28. November 2004 gewählt.

Wappen

In Silber aus einem grünen mit drei goldenen Blumen belegten Dreiberg wachsend ein Wilder Mann mit Laubkranz und -schurz, in der Rechten ein blaues Malschloss, in der erhobenen Linken zwei dazugehörige Schlüssel.

Städtepartnerschaften

  • Seit 1990 besteht eine Partnerschaft mit der Gemeinde Mörlenbach in Hessen.
  • Eine weitere wird seit 2000 mit dem Ort Breitenbach im Kanton Solothurn in der Schweiz gepflegt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Sehenswert sind das Rathaus mit dem Fürstenbrunnen am Markt, die größte Holzfachwerkkirche Thüringens sowie das Thüringer Kloßpressenmuseum.

Das Großbeitenbacher Schwimmbad zählt mit einer Wasserfläche von 4000 m² zu den größten Freibädern der Region. Unmittelbar angrenzend gibt es auch einen Campingplatz.

Wirtschaft und Verkehr

Früher war der VEB Relaistechnik der wichtigste Arbeitgeber in der Stadt. Heute sind in Großbreitenbach vor allem Unternehmen der Metallindustrie, Kunststoffindustrie und Glasindustrie ansässig.

Von Großbreitenbach führen Straßen nach Gehren, Katzhütte, Böhlen und Altenfeld. Von 1883 bis 1998 hatte die Stadt einen Eisenbahnanschluss an der Ilmenau-Großbreitenbacher Eisenbahn.

Persönlichkeiten

  • Friedrich Wilhelm Delkeskamp (* 20. September 1794 in Bielefeld; † 5. August 1872 in Frankfurt am Main), deutscher Maler und Kupferstecher, lebte 1815 in Großbreitenbach, wo er die Porzellanmalerei erlernte
  • Petra Enders, deutsche Politikerin, MdL in Thüringen (seit 2004)

Ehrenbürger

  • Peter Sendel, ist ein ehemaliger deutscher Biathlet
  • Johannes Machold ( xxxx - 1945) Ehrenbürgerschaft postum
  • Max Kahl (1892-1956) Ehrenbürgerschaft postum
  • Ernst Macholdt (1898-1973) Ehrenbürgerschaft postum

Söhne und Töchter der Stadt

  • Wilhelm Bock (1846-1931), sozialdemokratischer Politiker
  • Manuela Henkel, ist eine deutsche Skilangläuferin. Olympiasiegerin und Weltmeisterin
  • Andrea Henkel, ist eine deutsche Biathletin. Doppel-Olympiasiegerin und Weltmeisterin
  • Friedrich Schlott, bedeutender Nachkriegsunternehmer und Gründer der Schlott Gruppe AG



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Informationsportal über Großbreitenbach in Thüringen - 25.5.2012