Großostheim in Bayern


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Aschaffenburg
Koordinaten: 49° 55′ N, 9° 5′ O
Höhe: 137 m ü. NN
Fläche: 44,31 km²
Einwohner: 16.489
Bevölkerungsdichte: 372 Einwohner je km²
Postleitzahl: 63762
Vorwahl: 06026
Kfz-Kennzeichen: AB
Gemeindeschlüssel: 09 6 71 122
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Markt Großostheim
Schaafheimer Str. 33
63762 Großostheim
Webpräsenz: www.grossostheim.de
Bürgermeister: Hans Klug (CSU)

Großostheim ist ein Markt im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg.

Geografie

Großostheim liegt am nordöstlichen Rand des Odenwalds in der Region Bayerischer Untermain.

Ortsteile:

  • Großostheim
  • Pflaumheim
  • Wenigumstadt
  • Ringheim

Die Nachbargemeinden sind im Uhrzeigersinn:

  • Stockstadt
  • Aschaffenburg
  • Niedernberg (Lkr. Miltenberg)
  • Mömlingen (Lkr. Miltenberg)
  • Schaafheim (Lkr. Darmstadt/Dieburg)

Gemeinsam mit Stockstadt am Main und der benachbarten Hessischen Gemeinde Schaafheim bildet die Marktgemeinde den historische Region Bachgau.

Geschichte

Der Markt Großostheim als Großgemeinde besteht aus den Ortsteilen Großostheim, Ringheim, Pflaumheim und Wenigumstadt. Während Ringheim schon immer ein Ortsteil von Großostheim war, sind die Orte Pflaumheim und Wenigumstadt seit der Gemeindegebietsreform vom 1. Mai 1978 Ortsteile.

"Ostheim", seit dem 17. Jahrhundert Großostheim genannt, wird erstmals in einer Urkunde des Klosters Fulda erwähnt, die zwischen 780 und 799 entstand. Ostheim gehörte seit seiner ersten urkundlichen Erwähnung zu verschiedenen Herrschaftsbereichen, ehe es 1278, zusammen mit dem gesamten Bachgau, zum Kurfürstentum Mainz kam.

Der Ortsteil Ringheim hat seinen Namen von dem Anfang des 16. Jahrhunderts ausgestorbenen selbständigen Ort Ringenheim. Die Ringheimer Mühle – ehem.Gastwirtschaft und Bauernhof – scheint das letzte Anwesen des alten Ringheim zu sein. Das neue Ringheim entstand nach 1945 auf dem Gelände des früheren Luftwaffenflugplatzes, in dessen Baracken und Gebäuden Vertriebene untergebracht wurden. Eine rasche Bebauung mit Industrieansiedlung hat aus dem anfänglich kleinen Ortsteil heute eine ansehnliche Siedlung gemacht, die zu einem begehrten Wohnort wurde.

Der Ortsteil Pflaumheim war trotz unmittelbarer Nähe zum bedeutungsvollen Ostheim immer eine eigenständige Gemeinde gewesen.Allerdings gehörte es kirchlich, als Filiale zur Pfarrei St. Peter und Paul in Großostheim.Erst 1923 wurde Plaumhein,mit seiner Kirche St. Luzia, eigenständige Pfarrei. Im Jahre 1994 feierte man das 1200-jährige Bestehen Pflaumheims, da 794 der Pflaumgau und im gleichen Zeitraum auch Pflaumheim selbst in der Überlieferung der Klöster Lorsch und Fulda genannt wird.

Der Ortsteil Wenigumstadt wurde 1229 als "villa Omestad minore" erstmals urkundlich erwähnt. Das Dorf war jedoch mit Sicherheit schon viel früher besiedelt, denn archäologische Funde in reicher Zahl belegen die Anwesenheit von Menschen aller Kulturepochen in den vergangenen 7000 Jahren auf Wenigumstädter Boden.

Das ehemalige Vogteiamt (bis 1782) des Erzstiftes Mainz wurde 1803 ein Teil des neugebildeten Fürstentums Aschaffenburg des Fürstprimas von Dalberg, mit welchem es 1814 mit den Verträgen von Paris (jetzt ein Departement des Großherzogtums Frankfurt) an Bayern fiel.

Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Einwohnerentwicklung

Auf dem Gebiet des Marktes wurden 1970 12.788, 1987 dann 13.514 und im Jahr 2000 15.913 und im Jahr 2004 16.299 Einwohner gezählt.

Politik

Bürgermeister ist Hans Klug (CSU).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 9751 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 3180 T€.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 85, im Produzierenden Gewerbe 2427 und im Bereich Handel und Verkehr 1067 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 910 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 5627. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 9 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 14 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 84 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2656 ha. Davon waren 2428 ha Ackerfläche und 193 ha Dauergrünfläche. Hier befinden sich eine Brauerei und mehrere Weinbaubetriebe.

Bekannteste Firma vor Ort ist die europäische Zentrale der Nintendo Co., Ltd.. Auch der Fleischverarbeiter Salomon Foodworld ist hier ansässig.

Verkehr

Großostheim liegt an den Bundesstraßen B 469 und B 26 in der Nähe der Autobahn A 3. Im Ortsteil Ringheim liegt ein Verkehrslandeplatz.

Bildung

Im Jahr 1999 existierten folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 675 Kindergartenplätze mit 652 Kindern
  • Volksschulen: 5 mit 72 Lehrern und 1234 Schülern

Literatur




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Informationsportal über Großostheim in Bayern - 25.5.2012