| Gliederung |
Name |
Grenze |
Landkreis |
| Gemeinde |
Bronkow |
N |
OSL |
| Stadt |
Altdöbern |
N |
OSL |
| Gemeinde |
Sedlitz |
O |
OSL |
| Stadt |
Senftenberg |
S |
OSL |
| Gemeinde |
Schipkau |
S |
OSL |
| Gemeinde |
Freienhufen |
W |
EE |
Stadtgliederung
Zum eigentlichen Stadtgebiet zählen die Ortsteile Großräschen und Kleinräschen. Großräschen-Süd (Bückgen) wurde wegen Braunkohlebergbaus devastiert. Im Laufe der Zeit wurden die Umlanddörfer Freienhufen (historisch Dobristroh) mit Bulldorf, Woschkow, Wormlage, Saalhausen, Barzig, Dörrwalde, Schmogro und Allmosen eingemeindet.
Stadt- und Ortsteile
Stadtteile:
- Großräschen Ost (Schmogro)
- Großräschen Süd
- Kunze-Siedlung
- Temposiedlung
- Waldrand Siedlung
Ortsteile (mit anerkanntem Status):
- Allmosen
- Barzig
- Freienhufen
- Dörrwalde
- Saalhausen
- Wormlage
- Woschkow
Geschichte
Großräschen wurde erstmals 1370 als Redschin magnum et parvum erwähnt, d. h. Groß- und Kleinräschen. Kleinräschen ist historisch der ältere Ortsteil, ein wendisches Angerdorf. In den Jahren 1662, 1725 und 1781 gab es größere Brände. Bis zur Zusammenlegung beider Dörfer 1925 war Kleinräschen immer das größere beider Dörfer. Ab dem Ende des 19. Jahrhunderts begann der rapide Aufschwung des Braunkohlenbergbaus. Zu dieser Zeit wanderten viele Menschen aus Polen und Böhmen ein. Im Zuge der Industrialisierung wurde die wendische Sprache und Kultur immer mehr verdrängt. 1965 erhält das bis dahin größte Dorf der DDR die Stadtrechte. In den 80er Jahren beginnt die Umsiedlung der Bevölkerung von Großräschen-Süd/Bückgen (größte bergbaubedingte Umsiedlung in der Geschichte der Lausitz). Für diese wurden im Norden der Stadt Neubauten in Großplattenbauweise errichtet.
Politik
Stadtrat
Der Rat der Stadt Großräschen besteht aus 22 Ratsfrauen und Ratsherren.
- CDU 5 Sitze
- SPD 8 Sitze
- Grüne Liga 5 Sitze
- PDS 4 Sitze
(Stand: Kommunalwahl am 26. Oktober 2003)
Städtepartnerschaften
- Trezebiatow (Treptow) seit 2006
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Sehenswürdigkeiten der Stadt
In der Lokalpresse (Lausitzer Rundschau) wird Großräschen häufig auch als "IBA-Stadt" bezeichnet. Dies deutet auf die Tatsache hin, dass die Internationale Bauausstellung (IBA) Fürst-Pückler-Land (www.iba-see.de) seit 2000 ihren Sitz in der Stadt hat. Auf den 2004 errichteten IBA-Terrassen, dem Besucherzentrum der IBA, am Rand des entstehenden Ilsesees können Ausstellungen besucht werden, die den einmaligen und derzeitigen Wandel in der Region veranschaulichen. Außerdem sind geführte Touren durch die Bergbaufolgelandschaft buchbar, die den zukünftigen Grund des Ilsesees beinhalten. Die IBA-Terrassen (Architekt: Ferdinand Heide aus Frankfurt/Main) haben 2005 den Brandenburgischen Architekturpreis erhalten.
Bauwerke
- Evangelische Stadtkirche
- Katholische Kirche St. Antonius mit Innenraumgestaltung von Friedrich Preß
- Gemeindehaus Neu-Bückgen mit Einrichtungsgegenständen aus der abgetragenen Kirche in Bückgen
- Gastwirtschaft Krug mit Wettigs Hof am Marktplatz
- Denkmal mit den vier Berufen des Stadtwappens
- historische Dorfanlage Kleinräschen mit Senftenberger Vierseitenhöfen
Dörrwalde: Holländerwindmühle
Freienhufen: mittelalterliche Dorfkirche
Landschaft und Bauarchitektur
Der "Stadtpark" auf dem ehemaligen Friedhof unweit des ehemaligen Postamtes ist zur Zeit für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.
In den letzten Jahren wurden zwischen einzelnen Wohnkomplexen des Neubaugebietes parkähnliche Grünanlagen ("Grüne Mitte I u. II") angelegt.
Im Ortsteil Wormlage gibt es weiterhin eine ältere Parkanlage, einst zum Gut gehörend. In diesem Park befinden sich auch zwei versteckte Gräber.
Naturdenkmäler
Von den künstlich aufgeschütteten Terrassen kann man momentan Einblick in den ehemaligen Tagebau Meuro nehmen. Am 15.März 2007 wurde der Startschuss zur Flutung des zukünftigen Ilse-Sees gegeben. Die Flutung ist voraussichtlich 2018 beendet.
Dort beginnt auch die "Allee der Steine", ein mit Findlingen aus dem Bergbau gestaltetes Parkgelände der Internationalen Bauausstellung (kurz: IBA) "Fürst-Pückler-Land".
Wirtschaft
Die historischen Wirtschaftszweige waren Landwirtschaft, Glasherstellung, Ziegelherstellung und Bergbau (in der DDR außerdem die Gleichrichterherstellung). Seit der Wende sind alle industriellen Zweige im Niedergang begriffen. Seitdem gab es kaum nennenswerte Neuansiedlungen. Heute sind auch Stahlverarbeitung und Abfallverwertung in der Stadt oder dem Umland angesiedelt.
Ansässige Unternehmen
- Deliga Seniorenausstatter GmbH (1. Seniorenfachmarkt Deutschlands)
- Möbelzentrum Großräschen
- Lausitzer Gartenwelt (ehemals Adam Gartencenter)
- Plettac
- Schwarze-Elster-Recycling
Verkehr und Infrastruktur
Autobahnen und Bundesstraßen
Die B 96 Zittau–Sassnitz auf Rügen führt durch die Stadt Großräschen. Die nächstgelegene Anschlussstelle zur A 13 Berlin–Dresden befindet sich zwischen den Ortsteilen Saalhausen und Freienhufen.
Bahnverkehr
Die Stadt verfügt über einen Personenbahnhof mit Verbindungen nach Stralsund (RE 5) über Finsterwalde, Uckro, Berlin; nach Potsdam über Calau, Lübbenau, Königs Wusterhausen, Berlin-Schönefeld; nach Senftenberg (RB 14) über Senftenberg und Lauta sowie nach Senftenberg (RE 5).
Sport
SV Großräschen e.V. mit 12 Abteilungen und 669 Mitgliedern (Stand 2005). Die Laufgruppe Ilse-See veranstaltet jährlich 2 Laufveranstaltungen in Großräschen. Die Fußballabteilung der Stadt spielt ab der Saison 2006/07 wieder in der Landesklasse-Süd.
- SV Großräschen e.V., Abteilung Laufgruppe Ilse-See
- SV Großräschen e.V., Abteilung Tischtennis
- SV Großräschen e.V., Abteilung Volleyball
- SV Großräschen e.V., Abteilung Wintersport
- llseseesportverein Sedlitz-Großräschen e.V.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
Mario Schapp (*1971), 2006 US-Meister im Karate
Weblinks
- Webseite der Stadt Großräschen
- Webseite des Ortsteils Woschkow
- Webseite des Stadtteils Dörrwalde
- Webseite des Kulturförderverein Großräschen e.V. (KFV)
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