Großschirma in Sachsen


Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Regierungsbezirk: Chemnitz
Landkreis: Freiberg
Koordinaten: 50° 58′ N, 13° 17′ O
Höhe: 330 m ü. NN
Fläche: 61,44 km²
Einwohner: 6115
Bevölkerungsdichte: 100 Einwohner je km²
Postleitzahl: 09603
Vorwahl: 037328
Kfz-Kennzeichen: FG
Gemeindeschlüssel: 14 1 77 180
Stadtgliederung: Kernstadt, 8 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hauptstraße 156
09603 Großschirma
Webpräsenz: www.grossschirma.de
Bürgermeister: Volkmar Schreiter
Lage der Stadt Großschirma im Landkreis Freiberg

Die Stadt Großschirma liegt im Landkreis Freiberg (Sachsen), 7 km nördlich der Kreisstadt Freiberg.

Geografie

Geografische Lage

Großschirma liegt im nördlichen Teil des Landkreises in einem Seitental der Freiberger Mulde. Durch den Namen gebenden Ortsteil der Stadt, der sich über fast 4 km in West-Ost-Richtung erstreckt und der in der Mitte des 12. Jahrhunderts als Waldhufendorf entstand, verläuft die Bundesstraße 101, über die man in nördlicher Richtung Nossen (13 km) und in südlicher Richtung Freiberg (8 km) erreicht. Großschirma liegt in einer Höhenlage von 286 m bis 395 m über NN.

Stadtgliederung

Zu Großschirma gehören folgende Stadtteile:

  • Großvoigtsberg (732 Einwohner)
  • Kleinvoigtsberg (240 Einwohner)
  • Hohentanne (275 Einwohner)
  • Obergruna (498 Einwohner)
  • Rothenfurth (332 Einwohner)
  • Reichenbach (622 Einwohner)
  • Seifersdorf (344 Einwohner)
  • Siebenlehn (1695 Einwohner)

Geschichte

Großschirma wurde in der Mitte des 12. Jahrhunderts gegründet. Durch Großschirmaer Heimatchronisten wurde die Entstehung auf 956 festgesetzt. Einen Beweis dafür blieben sie trotz eindeutiger Akten- und Forschungslage sowie Hinweisen der Geschichtsforschung bis heute schuldig. Bis zur Reformation gehörte der Ort zum Kloster Altzella.

1555 verkaufte Kurfürst August das Dorf Großschirma neben 14 weiteren Dörfern aus dem ehemaligen Klosterbesitz an seinen Kammerrat Ulrich von Mordeisen. Rudolph Mordeisen, einer seiner Söhne verkaufte Großschirma und wenigstens weitere neun Dörfer des Familienbesitzes im Jahr 1587 an den Kurfürsten Christian.

Mit dem Beginn des Bergbaues in Freiberg begann auch Großschirma vom Aufschwung zu profitieren. Von 1870 bis 1900 gab es auch im Ort Bergbauaktivitäten.

Eingemeindungen

Am 1. Juli 1950 erfolgte die Eingemeindung von Rothenfurth.

Im Jahre 2003 bot die Stadt Siebenlehn wegen finanzieller Probleme an, mit Großschirma zu fusionieren, nachdem die Eingemeindung nach Reinsberg am Veto der Reinsberger Gemeinderäte gescheitert war. Die Stadt hatte sich mit der Erschließung eines Gewerbegebiets übernommen und war von der Zwangsverwaltung bedroht. Die Fusion wurde am 1. September 2003 vollzogen, womit auch das Stadtrecht von Siebenlehn auf Großschirma überging. Es war die erste Eingemeindung einer Stadt in eine Gemeinde in Sachsen.

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1998 – 4212
  • 1999 – 4171
  • 2000 – 4173
  • 2001 – 4149
  • 2002 – 4125
  • 2003 – 6224
  • 2004 – 6116
  • 2005 – 6123

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

  • Amalie Dietrich (1821–1891), geborene Nelle, geboren im heutigen Ortsteil SIebenlehn, bedeutende Australien- und Naturforscherin, Botanikerin, Zoologin und Pflanzenjägerin
  • Karl Heinrich Otto Rühle (1874–1943), sozialdemokratischer, später kommunistischer Politiker und Schriftsteller
  • Otto Altenkirch, Maler

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

  • Jens Kugler (* 1961), Geologe, Autor und Verleger, lebt in Kleinvoigtsberg

Siehe auch

  • Kirchspiel Langhennersdorf



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Informationsportal über Großschirma in Sachsen - 25.5.2012