Grünhain-Beierfeld in Sachsen


Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Regierungsbezirk: Chemnitz
Landkreis: Aue-Schwarzenberg
Koordinaten: 50° 34′ N, 12° 48′ O
Höhe: Grünfeld-Beierfeld.PNG m ü. NN
Fläche: 22,26 km²
Einwohner: 6630
Bevölkerungsdichte: 298 Einwohner je km²
Postleitzahl: 08344
Vorwahl: 03774
Kfz-Kennzeichen: ASZ
Gemeindeschlüssel: 14 1 91 050
Stadtgliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
August-Bebel-Straße 79
08344 Grünhain-Beierfeld
Webpräsenz: www.gruenhain-beierfeld.de
Bürgermeister: Joachim Rudler (CDU)
Lage der Stadt Grünhain-Beierfeld im Landkreis Aue-Schwarzenberg

Grünhain-Beierfeld ist eine Stadt im sächsischen Landkreis Aue-Schwarzenberg. Sie entstand am 1. Januar 2005 aus dem Zusammenschluss der Stadt Grünhain und der Gemeinde Beierfeld.

Geografie

Geografische Lage

Die Stadt liegt im Nordosten des Landkreises. Höchster Punkt des Stadtgebietes ist der Spiegelwald mit 728 m über NN.

Nachbargemeinden

Im Norden grenzen Zwönitz, im Osten Elterlein, im Süden Raschau, im Südwesten Schwarzenberg/Erzgeb. und im Westen Bernsbach und Lößnitz an die Stadt.

Stadtgliederung

Grünhain-Beierfeld gliedert sich in drei Stadtteile:

  • Beierfeld
  • Grünhain
  • Waschleithe

Geschichte

Beierfeld

Die Besiedlung des Gebietes um Beierfeld erfolgte im 12. Jahrhundert. Wie auch die meisten anderen Orte des Erzgebirges wurde Beierfeld als Waldhufendorf angelegt. Der Ortsname lässt bayerische Kolonialisten vermuten. 1233 kommt Beierfeld mit der Stiftung des Klosters Grünhain durch Meinhard II. von Wirbene zum Klosterbesitz. Damit besaß bis zur Reformation der Grünhainer Abt die Gerichtsbarkeit über den Ort und erhielt Zins- und Fronleistungen.

Mit dem einsetzenden Bergbau begann jedoch der Wandel vom reinen Bauerndorf zur industriell geprägten Gemeinde. Die aufkommenden Löffelmacherei im 17. und 18. Jahrhundert sowie der Blechwarenindustrie im 19. Jahrhundert wurden zu den bestimmenden Industriezweigen im Ort. Aus der anfänglich handwerklichen Produktion von Haus- und Küchengeräten entwickelte sich ab Beginn des 20. Jahrhunderts die fabrikmäßige Herstellung in Großbetrieben.

Grünhain

Grünhain wird erstmals 1150 urkundlich erwähnt. Der Standort an der Salzstraße Halle - Preßnitzer Pass - Böhmen bewog 1230 Zisterziensermöchen dazu, hier ein Kloster zu gründen. 1276 erhielt Grünhain Stadtrechte. Bis zum 15. Jahrhundert dehnte das Kloster seinen Einflussbereich vor allem durch Schenkungen aus. Zu Beginn der Reformation herrschte das Kloster über 56 Dörfer und drei Städte. Mit der Reformation und dem Dreißigjährigen Krieg kommt es zum Niedergang des Klosters.

Waschleithe

Waschleithe wird 1531 erstmals urkundlich erwähnt. Bereits im 13. Jahrhundert begann im Oswaldtal, in dem Waschleithe liegt, der Bergbau. Neben Silber, Zinn, Eisen wurde später auch Marmor gewonnen. Der Bergbau wurde so bis 1920 weitergeführt. Aus dem Bergbau leitet sich auch der Ortsname ab, der von einer "Erzwäsche am Hang" herrührt.

Eingemeindungen

Am 1. Januar 1999 erfolgte die Eingemeindung von Waschleithe nach Beierfeld.

Am 1. Januar 2005 erfolgte die Eingemeindung von Grünhain nach Beierfeld und die damit verbundene Namensänderung zu Grünhain-Beierfeld.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

  • Schauanlage "Zur Heimatecke" in Waschleithe
  • Schaubergwerk "Herkules-Frisch-Glück" Waschleithe
  • Rot-Kreuz-Museum Beierfeld

Musik

  • Original Grünhainer Jagdhornbläser

Bauwerke

  • Reste des Zisterzienserklosters Grünhain
  • Ruine der Kirche "Sankt Oswald" - "Dudelskirche" in Waschleithe
  • König-Albert-Turm
  • St. Nicolai Kirche Grünhain
  • Peter-Pauls Kirche Beierfeld

Parks

  • Natur- und Wildpark Waschleithe

Sport

  • Naturbad Grünhain

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Löffelmacherfest in Beierfeld
  • Klosterfestspiele in Grünhain
  • Harzerfest in Waschleithe

(die drei Veranstaltungen finden im jährlichen Wechsel statt)

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Grünhain-Beierfeld ist nicht durch eine Bundesstraße an den überörtlichen Verkehr angebunden. Die wichtigsten Verbindungen sind die Straße nach Schwarzenberg zur nahen Bundesstraße 101 und die Straße nach Zwönitz zu einem Autobahnzubringer der A72.

Medien

  • Kabel Journal

Bildung

  • 2 Grundschulen
  • 1 Mittelschule
  • 1 Berufliches Schulzentrum

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

  • Johann Hermann Schein (1586-1630), Thomaskantor
  • Fritz Körner (1873-1930), Mundartdichter des Erzgebirges



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Informationsportal über Grünhain-Beierfeld in Sachsen - 25.5.2012