Grünkraut in Baden-Württemberg


Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Ravensburg
Gemeindeverwal-
tungsverband:
Gullen
Koordinaten: 47° 45′ N, 9° 39′ O
Höhe: 601 m ü. NN
Fläche: 17,16 km²
Einwohner: 2989
Bevölkerungsdichte: 174 Einwohner je km²
Postleitzahl: 88287 (alt: 7981)
Vorwahl: 0751
Kfz-Kennzeichen: RV
Gemeindeschlüssel: 08 4 36 039
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Scherzachstraße 2
88287 Grünkraut
Webpräsenz: www.gruenkraut.de
Bürgermeister: Hans Pfeiffer

Grünkraut ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg mit über 40 Weilern und gehört zum Landkreis Ravensburg.

Die Gemeinde ist Sitz des Gemeindeverwaltungsverbands Gullen.

Geografie

Geografische Lage

Grünkraut liegt in Oberschwaben nur etwa 5 km von der Kreisstadt Ravensburg entfernt. Nachbargemeinden sind Bodnegg, Schlier, Waldburg und die Stadt Ravensburg.

Geschichte

Die Geschichte des Ortes Grünkraut geht zurück bis ins Jahr 1236, als der Ortsname "Gruonechrut" erstmals erwähnt wurde. Wie der Ort zu diesem Namen kam oder was er bedeutet, ist nicht bekannt. Denkbar ist "Chrut" in der Bedeutung von Greut = Rodung.

Bis zur Säkularisation 1803, als die Klöster Weißenau und Weingarten aufgelöst wurden, gehörten diesen bis auf wenige Höfe fast alle dortigen Güter. Nachdem sich zuerst Österreich dieses Erbes bediente, schlug 1806 Napoleon Oberschwaben dem zum Königreich erhobenen evangelischen Württemberg zu.

Religionen

Grünkraut ist wie das gesamte Umland römisch-katholisch geprägt. Die Gemeinde ist Sitz der Pfarrei St. Gallus und Nikolaus, die zum Dekanat Ravensburg gehört. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg siedelten sich vermehrt nicht-katholische Heimatvertriebene in Grünkraut an. Einigem Widerstand zum Trotz ließen sich "Mischehen" nicht vermeiden.

Die 1869 gegründete evangelische Kirchengemeinde Atzenweiler umfasst die politischen Gemeinden Grünkraut, Bodnegg und Waldburg und Randbezirke von Amtzell, Ravensburg und Schlier. Die Diaspora-Gemeinde gehört zum Dekanat Ravensburg und hat 1.350 Mitglieder (Stand 2004).

Eingemeindungen

sind nicht zu verzeichnen, dagegen wurde Ittenbeuren und Knollengraben nach Ravensburg eingemeindet.

Einwohnerentwicklung

In der Oberamtsbeschreibung von 1836 werden 44 Parzellen mit insgesamt 923 Einwohnern genannt. Die Einwohnerzahl stieg erst nach dem Zweiten Weltkrieg signifikant an und liegt jetzt bei knapp über 3.000, obwohl ein bevölkerungsmäßig wichtiger Teil des ehemaligen Gemeindegebietes verloren ging.

Wirtschaft und Infrastruktur

Vor allem im Gewerbegebiet Gullen, verkehrsgünstig an der B 32 gelegen, haben sich viele mittelständische Betriebe angesiedelt.

Verkehr

Über eine Buslinie sind die Städte Ravensburg und Wangen erreichbar.

Literatur

  • Johann Daniel Georg von Memminger: Gemeinde Grünkraut. In: Beschreibung des Oberamts Ravensburg. Cotta, Stuttgart und Tübingen 1836 (Volltext bei Wikisource)



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Informationsportal über Grünkraut in Baden-Württemberg - 25.5.2012