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Gummersbach liegt im Bergischen Land, im Südosten des Bundeslands Nordrhein-Westfalen und ist eine Mittlere kreisangehörige Stadt des Oberbergischen Kreises im Regierungsbezirk Köln. Die Stadt ist Sitz des Oberbergischen Kreises. Sie wurde früher auch als Lindenstadt bezeichnet, da Lindenbäume die Hauptstraße säumten. Bis in die 1920er Jahre nannten die Bürger ihre Stadt auch Klein-Paris. GeografieStadtteileApfelbaum | Becke | Berghausen | Bernberg | Berstig | Birnbaum | Börnchen | Bracht | Bredenbruch | Brink | Bruch | Brunohl | Bünghausen | Deitenbach | Derschlag | Dieringhausen | Drieberhausen | Dümmlinghausen | Elbach | Erbland | Erlenhagen | Flaberg | Frömmersbach | Grünenthal | Gummeroth | Hagen | Halstenbach | Hardt | Hardt-Hanfgarten | Helberg | Hepel | Herreshagen | Hesselbach | Höfen | Hömel | Hülsenbusch | Hunstig | Kalkkuhl | Karlskamp | Koverstein | Lantenbach | Lieberhausen | Liefenroth | Lobscheid | Lope | Lützinghausen | Luttersiefen | Mittelstebecke | Mühle | Neuenhaus | Neuenschmiede | Niedergelpe | Niedernhagen | Niederseßmar | Nochen | Oberrengse | Ohmig | Peisel | Piene | Rebbelroth | Recklinghausen | Reininghausen | Remmelsohl | Rodt | Rospe | Schneppsiefen | Schönenberg | Schusterburg | Sonnenberg | Steinberg | Steinenbrück | Straße | Strombach | Unnenberg | Veste | Vollmerhausen | Waldesruh | Wasserfuhr | Windhagen | Wörde | Würden
Nachbargemeinden
Geschichte1109 wurde die Stadt das erste Mal urkundlich erwähnt, und zwar in der "Herabsetzung der bischöflichen Kathedralsteuer für die Kirche in Gummeresbracht durch Eb. Friedrich" (Urkundliche Erstnennungen oberbergischer Orte von Klaus Pampus). Die Schreibweise der Erstnennung war Gummeresbracht. Im Jahr 1857 erhielt Gummersbach die Stadtrechte. GebietsreformIm Zuge der Kommunalgebietsreformen von 1969 und 1975 wurden große Teile der ehemaligen Gemeinden Gimborn und Lieberhausen nach Gummersbach eingegliedert (§ 15 Abs. 1 Köln-Gesetz); zugleich wurden kleinere Gebiete nach Wiehl und nach Marienheide ausgegliedert sowie aus diesen jeweils auch nach Gummersbach eingegliedert (§§ 15 Abs. 2 und 3, 16 Nr. 1 Köln-Gesetz). Einwohnerentwicklung
Steinmüller-GeländeDas Gelände der ehemaligen Firma Steinmüller wurde nach Insolvenz des Unternehmens von der Stadt Gummersbach für 4 Millionen Euro von der Firma Babcock Borsig Power gekauft. Das Gelände liegt im Stadtzentrum. Zur Zeit wird dort der Campus Gummersbach der Fachhochschule Köln neugebaut. Die Fertigstellung des Campus sowie der Umzug der Fachhochschule in die neuen Räumlichkeiten sollen im Laufe des Jahres 2007 erfolgen. Darüber hinaus ist auf dem Gelände ein großes Einkaufszentrum geplant, in dem auch ein Kino Platz hat. Das neue Einkaufszentrum soll eine Verkaufsfläche von 15.000m² erhalten. Momentan werden Mieter gesucht, die noch über keine Filiale in Gummersbach verfügen. Als Ankermieter konnte schon das SB-Warenhaus Marktkauf gewonnen werden. Als zweiter Ankermieter soll entweder C&A oder Saturn, die beide schon in Gummersbach eine Filiale haben, ins EKZ ziehen. Sollte Saturn in das neue Einkausfszentrum ziehen, zieht C&A in das Schramm-Haus um, in dem Saturn zur Zeit seine Filiale hat. Im Gespräch ist auch der Textilhändler Zara. Das neue Einkaufszentrum soll im Jahr 2009 eröffnet werden. Baubeginn soll im Frühjahr 2007 sein. Weiterhin sind eine VfL-Arena, eine Funsporthalle zum Skaten und Klettern sowie zwei Museen in Planung. Um die Innenstadt von Verkehr zu entlasten, ist ein Ringschluss zwischen dem Kreuz am Busbahnhof und der Rospestraße in Planung. Durch den Bau dieser Straße ist die Verlegung des Busbahnhofs an die neugebaute Straße nötig. An der Stelle, an welcher die neue Straße auf die Rospestraße trifft, soll ein Kreisverkehr gebaut werden. Der Bahnhof, das Bahnhofsgebäude und der Bahnhofsvorplatz sollen ebenfalls neugebaut werden. Außerdem wird die Bahnstrecke nach Lüdenscheid (mit Anschluss nach Dortmund) reaktiviert. Im Jahr 2003 wurde die Strecke bereits nach Marienheide erweitert. Die Regionalbahn (RB25) soll schließlich im 60-Minuten-Takt nach Lüdenscheid fahren. Des Weiteren wird die Bahnstrecke nach Köln teilweise zweigleisig ausgebaut, um so die Taktung von 60 auf 30 Minuten zu beschleunigen. StädtepartnerschaftenDie Stadt Gummersbach hat mehrere Städtepartner und pflegt freundschaftliche Beziehungen zu folgenden Städten:
Kultur und SehenswürdigkeitenZentrumIm heutigen Zentrum der Stadt steht die Alte Burg, ein im Jahre 1700 vom damaligen Amtsvogt Pollmann erbautes burgähnliches Wohnhaus. Es liegt im Bereich der Fußgängerzone, an der Kaiserstraße. Oberhalb des ursprünglichen alten Stadtkerns, der Marktstraße, erhebt sich die Evangelische Kirche. Der so genannte Oberbergische Dom wurde im 11. Jahrhundert im romanischen Stil als Hallenkirche errichtet. HülsenbuschDie evangelische Kirche Hülsenbusch wurde im 18. Jahrhundert nach einem Ortsbrand wieder aufgebaut und barock ausgestattet. LieberhausenIn Lieberhausen steht eine von mehreren Bunte Kerken des Oberbergischen Landes, eine protestantische Kirche mit mittelalterlichen Deckengemälden. In einem Restaurant gegenüber der Kirche kann man den Lieberhäuser Eierkuchen essen. SportHandballDie Herrenmannschaft des VfL Gummersbach war in den 1970er und 1980er Jahren eine der erfolgreichsten Handball-Mannschaften Europas und ist bis heute nach gewonnenen Titeln die erfolgreichste Handball-Vereinsmannschaft der Welt. Von 1966 bis 1991 wurde man 12 mal Deutscher Meister, 4 mal Deutscher Pokalsieger, 5 mal Europacupsieger der Landesmeister (heute Champions-League), 2 mal Europacup-Sieger der Pokalsieger und 1 mal EHF-Cup Sieger (früher IHF-Cup). 1983 wurde man zudem Vereins-Europameister. Bis heute spielt der VfL Gummersbach in der 1. Handball Bundesliga. Ab der Saison 1991/1992 waren die Leistungen des VfL nur noch mittelmäßig, teilweise spielte man gegen den Abstieg. Nach dem drohenden Zwangsabstieg aus finanziellen Gründen im Jahr 1998 wird der Verein komplett umstrukturiert. Man bekommt gerade noch mal die Kurve und darf in der Bundesliga bleiben. Nach einer finanziellen Gesundungskur und vielen Veränderungen im und um den Verein, geht es seit einigen Jahren sportlich wieder stetig bergauf. In der Saison 2003/2004 und 2004/2005 hat man erstmalig seit 1991 wieder den Sprung ins internationale Geschäft geschafft, wo der Verein im EHF-Cup in beiden Jahren auf anhieb das Halbfinale erreichte, dann aber an die Bundesligakonkurenten Magdeburg und Lemgo scheiterte. In der Saison 2005/2006 wurde sogar die Qualifikation zur Champions-League geschafft. Dort scheiterte man dann im Viertelfinale an den spanischen Vertreter CBM Valladolid. Grund für den neuen Erfolg ist maßgeblich der Umzug von der 2.500 Zuschauer fassenden Eugen-Haas-Sporthalle in Gummersbach, in die bis zu 19.400 Zuschauer fassenden KölnArena. Die Zuschauerresonanz in der KölnArena ist sehr hoch. Oft sind die Spiele ausverkauft, aber auch zu weniger attraktiven Gegener kommen mindestens 13.000 Zuschauer. Einen Zuschauerrekord erreichte das Spiel gegen den THW Kiel am 16. März 2007, das 19.403 Zuschauer sahen. In Gummersbach spielt der VfL zwar auch noch Bundesliga-Handball, die Top-Spiele werden aber in der Kölnarena ausgetragen. Mit dem (Teil)umzug in die KölnArena konnte der VfL auch viele große Sponsoren gewinnen, die letzt endlich das nötige Kapital brachten. Ebenfalls durch den Handball bekannt geworden ist der TuS Derschlag der auch heute noch die zweitbeste Handballmannschaft der Stadt ist. Zur Zeit spielt man in der Oberliga Mittelrhein, nachdem man nach nur ein Jahr in der Saison 2005/2006 aus der Regionalliga West wieder abstieg. Von 1975 bis 1978 spielte man sogar in der Handball-Bundesliga wobei man 1977 sogar fünfter wurde. Aufgrund der schlechten finanziellen Situation konnte man sich aber nicht dauerhaft in der Bundesliga halten. Es folgte der Zwangsabstieg. FußballDer 1. FC Gummersbach ist derzeit die "beste" Fußballmannschaft der Stadt. Seit der Saison 2006/2007 spielt der Club in der Kreisliga A Berg. In der Vorsaison stieg man aus der Kreisliga B Oberberg auf. Der 1. FC Gummersbach geht ursprünglich aus dem Gesamtverein des VfL Gummersbach hervor. Bis zur Saison 1999/2000 spielte man auch unter dem Namen VfL Gummersbach (Fußball-Abteilung). Nach der Insolvenz und der anschließenden Auflösung des Gesamtvereins konzipierte sich die Fußballabteilung neu. Seit der Saison 2000/2001 spielt man als eigenständiger Club unter dem Namen 1. FC Gummersbach. Gespielt wird nach wie vor im Stadion Lochwiese. LuftsportDer Luftsportverein Oberberg ist beheimatet auf dem Flugplatz "Auf dem Dümpel" (EDKF) und ist im Oberbergischen zur Zeit einer der erfolgreichsten Vereine im Bereich des Streckensegelflugs. Dies Beschreibt auch die über 50 Jahre lange Vereinstradition. Aber es wird nicht nur Streckensegelflug betrieben, es wird auch Ausgebildet und der Verein hat eine ca. 30 Mann/Frau starke Jugendgruppe, die sich regelmäßig auch zu ausserfliegerischen Aktivitäten treffen und Spass haben. VerkehrSchienen- und BusverkehrDer Bahnhof Gummersbach liegt an der eingleisigen Volmetalbahn, auf deren Abschnitt nach Dieringhausen und der anschließenden Aggertalbahn (KBS 459) im Schienenpersonennahverkehr stündlich die Oberbergische Bahn (RB 25) nach Köln verkehrt. Diese Strecke erlangte mit der Einführung der CityBahn, einem Bundesbahn-Produkt zur Attraktivierung der Strecke, bundesweit Berühmtheit. Für diesen Betriebsversuch auf der stillegungsgefährdeten Strecke wurden Silberlinge auf die damals moderne Innenausstattung des Baureihe 628.2 umgebaut und analog der S-Bahn Rhein-Ruhr in orange/lichtgrau lackiert. Außerdem gab es einen Café-Wagen. Bespannt wurde die Citybahn von passend lackierten Loks der Baureihe 218. Zusammen mit der Einführung des Taktverkehrs (Stundentakt) führte der Versuch zu deutlichen Fahrgastzuwächsen. Durchgeführt wird der Schienenpersonennahverkehr (SPNV) von DB Regio NRW. Für den gesamten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS) und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif. Die zur Zeit nicht betriebene Strecke von Marienheide über Meinerzhagen und Brügge nach Lüdenscheid soll reaktiviert werden, wobei in Brügge ein Anschluss an die Volmetalbahn (RB 52) nach Hagen hergestellt werden soll. Vom 27. März 1915 bis zum 25. November 1919 gab es in Gummersbach eine Dampfbahn, wobei der Güterverkehr mit Dampflokomotiven durchgeführt wurde. Vom 1. Oktober 1915 bis zum 4. Oktober 1953 betrieb die OVAG auch eine Straßenbahn mit der Normalspur von 1435 mm. Sie führte von Gummersbach über Niederseßmar, Derschlag und Dümmlinghausen bis zur Aggertalsperre. Auf diesem Gleiskörper, der mit einer Abzweigung auch ins Becke-Tal reichte, wurden die Produkte der Industrie in den Tälern des oberen Aggertals, besonders aber die der Steinindustrie in Dümmlinghausen sowie in "Talbecke" nach Derschlag bzw. Niederseßmar zu der Anbindung an das Schienen-Netz der Reichsbahn transportiert. Siehe auch Oberbergische Verkehrs-AG Eine kleine zweiachsige Elektrolokomotive, ähnlich der bekannten Krokodil-Lokokomotive der Eisenbahn, diente ausschließlich diesem Güterverkehr. Siehe auch: Eisenbahnnetz im Oberbergischen Land. Von Gummersbach wurden vom 25. November 1948 bis zum 30. September 1962 zwei Oberleitungsbuslinien über Niederseßmar nach Dieringhausen und Bergneustadt betrieben. Der zunehmende Dieselbusbetrieb führte schon nach 14 Jahren zur Stilllegung. Etwa 100 m vom Bahnhof entfernt befindet sich der in den 1980er Jahren erbaute zentrale Busbahnhof der Stadt. Über 400 Busse der OVAG, VBL und RVK verlassen werktags den Busbahnhof, am Wochenende sind es etwa 220 bis 250. Der Busbahnhof verfügt über 8 Bussteige auf denen insgesamt 15 Linien fahren. Die Busse verbinden die Stadt mit den umliegenden Stadtteilen wie Berghausen, Bernberg, Derschlag, Dieringhausen, Lieberhausen, Niedersessmar, Steinenbrück, Strombach und Windhagen sowie die Wohngebiete der Innenstadt Berstig, Hepel und Steinberg, entweder als Linien- oder Rundverkehr. Außerdem fahren von hier aus auch Linien Richtung Bergneustadt, Drolshagen, Engelskirchen, Hückeswagen, Lindlar, Marienheide, Nümbrecht, Olpe, Overath , Reichshof, Remscheid-Lennep, Ründeroth, Waldbröl, Wiehl und Wipperfürth häufig im halbstunden Takt. StraßenGummersbach ist über die Bundesautobahnen 4 (E 40) Aachen - Köln - Olpe und 45 (E 41) Dortmund - Siegen - Frankfurt a. M. - Aschaffenburg sowie die Bundesstraßen 256 Wipperfürth - Altenkirchen (WW) - Neuwied - Mayen und 55 Jülich - Köln - Olpe - Meschede - Reda-Wiedenbrück erschlossen. Öffentliche EinrichtungenBildungGrundschulen
Hauptschulen
Gesamtschulen
Realschulen und Gymnasien
Berufsschulen
sonstige Bildungsstätten
Bibliotheken
Hochschulen
Kliniken
Sparkasse
PersönlichkeitenIn Gummersbach geborenPersönlichkeiten, die im heutigen Stadtgebiet zur Welt kamen:
In Gummersbach gelebtPersönlichkeiten, die im heutigen Stadtgebiet wichtige Jahre ihres Lebens verbracht haben:
EhrenbürgerPersönlichkeiten, die mit der Ehrenbürgerschaft der Stadt Gummersbach ausgezeichnet wurden:
Weitere Informationsquellensiehe auch
Literatur
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