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Der Flecken Hage (ostfriesisch: Haag) ist eine Gemeinde in Ostfriesland, Niedersachsen, Deutschland. GeographieHage liegt als Straßensiedlung auf einem ehemaligen Seedeich - dem wohl ältesten der ostfriesischen Nordseeküste - am nördlichen Rand der ostfriesischen Geest zwischen Norden und Arle. In der vorgelagerten Marsch fließt entlang des Geestrandes das Hager Tief, und weiter westlich des Ortes davon abzweigend verläuft in süd-nördlicher Richtung, schon in Höhe von Lütetsburg, das Marschtief. Im östlich gelegenen Berum und dem westlich gelegenen Lütetsburg gab es Häuptlingssitze. Im westlichen Hage befand sich eine Burg. GeschichteErste Siedlungsspuren und Hoch-MittelalterHage entstand vermutlich am Ausgang des 12. Jahrhunderts an einem alten Handelsweg aus der Bronzezeit. An dem sogenannten "Hagherweg" wurden erste Siedlungen nachgewiesen: Hilgenbur und Vnuggenbur. Bereits im frühen 13. Jahrhundert finden sich Berichte über ein klösterliches Leben in Hage. Zunächst entstand ein Benediktinerinnen-Kloster, allerdings kann die Existenz des wahrscheinlich 1235 verlassenen St.-Annen-Klosters nicht eindeutig nachgewiesen werden. Ab Mitte des 13. Jahrhunderts folgte den Nonnen ein Mönchskloster der Dominikaner. Bereits um das Jahr 1250 war die Ansgari-Kirche fertig gestellt. Bis heute beherrscht sie das Ortsbild des Fleckens. Die auf einem durch Plaggenaufwurf erhöhten Warf gelegene Backsteinkirche besteht aus einem ehemaligen Apsissaal des frühen 13. Jahrhunderts mit einem etwas später angefügten Westturm und einer rechteckigen Chorerweiterung des 15./16. Jahrhunderts, bei der die Apsis der Vorgängerkirche entfernt worden ist. Archäologische Grabungen haben ergeben, dass vor dem Bau der Steinkirche zwei zeitlich aufeinanderfolgende Holzkirchen bestanden haben, von denen die ältere durch Brand vernichtet wurde. Spätes MittelalterUrkundlich erwähnt wird Hage jedoch erst nach 1400 und zwar als Haghene, Hagha oder Haghe, was soviel wie "hoch zusammenhängen" bedeutet. Zum ersten Mal findet sich der Name Hage im Ostfriesischen Urkundenbuch ca. 1410. Eine besondere Bedeutung für die Entwicklung des Ortes kommt der ostfriesischen Adelsfamilie Hinkena zu. Mit ihrer Burg, deren Westflügel noch heute zu sehen ist, sicherte sie den alten Handelsplatz Hage. 1466 ging die Burg mit den dazugehörigen Ländereien in den Besitz der Kirche über und diente viele Jahrhunderte der Finanzierung einer zweiten Hager Pastorenstelle, der so genannten Westerpastorei. Aus dem späten Mittelalter ist das Wasserschloss in Lütetsburg, das sich seit 1581 im Besitz derselben Grafenfamilie befindet. 17. und 18. JahrhundertIm 17. Jahrhundert zog Wohlstand in Hage ein, der bis etwa 1715 andauerte und sich im Sturmflutjahr 1717 (Weihnachtsflut, 2800 Todesopfer in Ostfriesland) wieder verflüchtigte. Auch erhielt Hage im Jahre 1656 das Marktrecht und konnte sich fortan "Marktflecken" nennen. Gemäß der damals verliehenen fürstlichen Urkunde (11. September 1656) durfte Hage zwei Märkte pro Jahr abhalten. Diese Tradition setzt sich bis in die heutige Zeit fort. 19. JahrhundertIm frühen 19. Jahrhundert (1817–1819) erhielt Hage erstmalig eine gepflasterte Steinstraße. Wo zuvor nur ein schmaler, mit Bäumen gesäumter und häufig kaum befahrbarer "Hagherweg" gewesen war, entstand mit Hilfe einer holländischen Straßenbaufirma die neue Straße. Ein weiteres Gebäude, welches das Ortsbild beherrscht, ist die Hager Windmühle, ein sogenannter Gallerieholländer. Mit ihrer Höhe von 30,20 Metern bis zur Kappenspitze ist sie heute einer der höchsten Mühlen Europas. Sie wurde 1872/73 erbaut. 1960–1969
1970–1979
Seit Beginn der 70er Jahre: Ferienpark Ostfriesland (Berum) mit 600 Einheiten sowie Freibad, Hallenbad, Sauna und Sporteinrichtungen. 1980–1999
In den 1980er und neunziger Jahren wird Hage zu einem ländlichen Zentrum weiterentwickelt mit Einkaufs- und Freizeitbereich. Die zahlreich vertretene Gastronomie sowie ausreichend Ärzte und Apotheken unterstreichen den städtischen Charakter. Dabei konkurriert Hage mit der Stadt Norden. 2000 bis heuteWichtigste Planung ist eine neue Umgehungsstraße, da die Ortsdurchfahrt stark überlastet ist. Der Begriff "Umgehungsstraße" wird gegen die korrekte Bezeichnung "Entlastungsstraße" getauscht.
Nach Umbau und Renovierung eines ehemaligen Supermarktes kann das neue Rathaus in Betrieb genommen werden. Religionen
Kultur und SehenswürdigkeitenBauwerke
Hager Tief1934/35 wird zur Verbesserung der natürlichen Entwässerung vom Entwässerungsverband Norden das Hager Tief ausgebaut. Da noch keine Bagger zur Verfügung stehen, müssen in mühsamer Kleinarbeit Arbeiter mit einfachen Spaten diese Arbeiten ausführen.
Wirtschaft und InfrastrukturÖffentliche Einrichtungen
Bildung
Persönlichkeiten
Literatur
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