Hainburg in Hessen


Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Offenbach
Koordinaten: 50° 5′ N, 8° 56′ O
Höhe: 90 m ü. NN
Fläche: 15,95 km²
Einwohner: 15.142
Bevölkerungsdichte: 949 Einwohner je km²
Postleitzahl: 63512
Vorwahl: 06182
Kfz-Kennzeichen: OF
Gemeindeschlüssel: 06 4 38 004
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
OT Hainstadt: Hauptstraße 44
OT Kl. Kr.: Krotzenburgerstr. 9
Webpräsenz: www.hainburg.de
Bürgermeister: Bernhard Bessel (CDU)


Hainburg ist eine Gemeinde mit 15.142 Einwohnern im Landkreis Offenbach in Hessen.

Geografie

Geografische Lage

Hainburg ist eine von 13 Städten und Gemeinden im Landkreis Offenbach. Die Stadt liegt am Rande des Rhein-Main-Gebietes am Ufer des Main. Die Stadt liegt östlich von Frankfurt am Main. Im Norden findet sich die Stadt Hanau (Main-Kinzig-Kreis). Hainburg liegt im südlichen Teil Hessens unweit von Bayern.

Nachbargemeinden und -kreise

Hainburg grenzt im Norden an die Stadt Hanau und die Gemeinde Großkrotzenburg (beide Main-Kinzig-Kreis), im Osten an die Gemeinden Kahl und Karlstein (beide Landkreis Aschaffenburg), im Süden an die Stadt Seligenstadt, sowie im Westen an die Städte Rodgau und Obertshausen.

Ausdehnung des Stadtgebiets

Das Gemeindegebiet erstreckt sich über knapp 16 km².

Stadtgliederung

Hainburg besteht aus den beiden Ortsteilen Hainstadt und Klein-Krotzenburg, wobei in Klein-Krotzenburg etwa 2.000 Einwohner weniger leben als in Hainstadt.

Geschichte

Hainstadt

In der Nähe von Hainstadt sind Überreste einer römischen Siedlung erhalten. Es ist jedoch fraglich, ob zwischen dieser Siedlung und dem erst im 12. Jahrhundert erstmalig erwähnten Hainstadt Siedlungskontinuität besteht.

Als Gottfried von Eppstein 1425 das Amt Steinheim mit allen dazugehörigen Orten an Kurmainz verkaufte, wurden die Kurfürsten und Erzbischöfe von Mainz an Stelle der Herren von Eppstein neue Landesherren. Im Jahre 1532 wurden durch Kurfürst Albrecht die zu leistenden Frondienste der Hainstädter in Geldabgaben geändert.

Durch die Aufteilung der Auheimer Mark 1786 erhielt Hainstadt einen Teil des Markwaldes. Nach der Säkularisation von Kurmainz fiel das Oberamt Steinheim 1803 an Hessen-Darmstadt. 1882 wurde die Eisenbahnlinie Hanau-Eberbach mit einem Bahnhof in Hainstadt eröffnet.

1977 wurde Hainstadt im Zuge der hessischen Kommunalgebietsreform mit dem Nachbarort Klein-Krotzenburg als Hainburg zusammengeschlossen.

Klein-Krotzenburg

Crutzenburch wurde 1175 erstmals in einem Rechtsstreit zwischen der Abtei Seligenstadt und dem Mainzer Petersstift urkundlich erwähnt. Die Abtei Seligenstadt hatte zu dieser Zeit umfangreichen Grundbesitz in Krotzenburg. Bereits damals war der Kurfürst und Erzbischof von Mainz Landesherr in Klein-Krotzenburg.

Während des dreißigjährigen Krieges litt die Bevölkerung sehr stark. Allein 1632 starben 90 Einwohner an der Pest. Am Ende des Krieges ist das Dorf komplett von den Einwohnern verlassen.

Im Jahre 1736 wurde auf der Liebfrauenheide eine Kapelle gebaut, die bald darauf Ziel von Wallfahrten wurde. Durch die Säkularisation von Kurmainz 1803 kam das Oberamt Steinheim mit Klein-Krotzenburg an Hessen-Darmstadt.

1977 wurde Klein-Krotzenburg mit dem Nachbarort Hainstadt zu Hainburg zusammengeschlossen.

Politik

Gemeindevertretung

Bei der Kommunalwahl am 26. März 2006 ergab sich folgende Sitzverteilung:

CDU 20 Sitze
SPD 10 Sitze
Grüne 3 Sitze
UWG 2 Sitze
FDP 2 Sitze

Bürgermeister

Der seit 1993 amtierende Bürgermeister Bernhard Bessel (CDU) wurde am 12. September 2004 im ersten Wahlgang mit 64,8 % der Stimmen für eine dritte Amtsperiode wiedergewählt. Die Wahlbeteiligung betrug 59,1 %.

Städtepartnerschaften

Vernouillet, Frankreich
Alberndorf im Pulkkautal, Österreich
Retz, Österreich
Marktgemeinde Trumau, Österreich

Patenschaft

  • 1975 wurde die Patenschaft für die vertriebenen Sudetendeutschen aus den Gemeinden Peterswald und Nollendorf im Kreis Aussig übernommen.

Verkehr

Der Ortsteil Hainstadt liegt an der Odenwaldbahn, die die Gemeinde mit Hanau, Frankfurt sowie Groß-Umstadt-Wiebelsbach verbindet.

Nach Westen führt die Offenbacher Landstraße / L3416 zur B45 und A3, nach Norden geht es über die L3065 Richtung Hanau und in südlicher Richtung nach Seligenstadt. Auf der Nord-Südachse finden 2007 Sanierungsarbeiten der Kanalisation und Straße statt, so dass der Verkehrsfluss durch Hainburg stark beeinträchtigt werden kann.




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Informationsportal über Hainburg in Hessen - 25.5.2012