Hainichen in Sachsen


Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Regierungsbezirk: Chemnitz
Landkreis: Mittweida
Koordinaten: 50° 58′ N, 13° 8′ O
Höhe: 304 m ü. NN
Fläche: 51,57 km²
Einwohner: 9303
Bevölkerungsdichte: 180 Einwohner je km²
Postleitzahl: 09661
Vorwahl: 037207
Kfz-Kennzeichen: MW
Gemeindeschlüssel: 14 1 82 150
Stadtgliederung: 9 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 1
09661 Hainichen
Webpräsenz: www.hainichen.de
Bürgermeister: Dieter Greysinger (SPD)

Hainichen oder auch Gellertstadt genannt, ist eine sächsische Kleinstadt und liegt im Landkreis Mittweida. Sie befindet sich 26 km nordöstlich von Chemnitz und ist über die Anschlussstelle 72 der Autobahn A 4 und die Bundesstraße 169 zu erreichen.

Geographie

Nachbargemeinden

Angrenzende Gemeinden sind die Stadt Frankenberg, Striegistal, Rossau und Tiefenbach im Landkreis Mittweida sowie Frankenstein und Oberschöna im Landkreis Freiberg.

Stadtgliederung

Zu Hainichen gehören die Ortsteile

  • Bockendorf,
  • Cunnersdorf,
  • Eulendorf,
  • Gersdorf,
  • Falkenau,
  • Riechberg,
  • Siegfried und
  • Schlegel.

Geschichte

Hainichen wurde im Jahre 1276 erstmals urkundlich als Marktflecken villa forensis Heynichen erwähnt. Im Jahre 1282 wird das Städtchen civitas genannt.

Am 23. April des Jahres 1800 wurde Hainichen von einer Windhose der Klasse F5 (nach der Fujita-Skala) heimgesucht.

Am 14. Juli 1870 erfolgte die amtliche Festlegung der Schreibweise Hainichen für den Stadtnamen.

Im Jahre 1995 erregte der Fall des Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse Hainichen Kurt Fischer für Aufsehen, der einer geplanten Entführung des Landrates Schramm für schuldig befunden wurde.

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):

  • 1834: 4.623
  • 1933: 8.047
  • 1960: 11.188
  • 1998: 10.405
  • 1999: 10.266
  • 2000: 10.061
  • 2001: 9.888
  • 2002: 9.744
  • 2003: 9.628
  • 2004: 9.554

Politik

Gemeinderat

  • CDU 36,7 % (7 Sitze)
  • SPD 35,8 % (7 Sitze)
  • FW 11,4 % (2 Sitze)
  • PDS 14,0 % (2 Sitze)

Bürgermeister

Dieter Greysinger (SPD), seit dem 1. Dezember 2004

Städtepartnerschaften

  • Dorsten, Nordrhein-Westfalen

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

  • Gellert Museum

Bauwerke

  • Camera Obscura
  • Herfurthsches Haus
  • Trinitatiskirche
  • Tuchmacherhaus

Parks

  • Stadtpark
  • Landschaftsschutzgebiet Striegistäler

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Hainichen befindet sich in der Tarifzone des Verkehrsbund Mittelsachsen (VMS), welcher von Hainichen aus einige Strecken bedient, unter anderem auch nach Chemnitz. Im Jahr 2004 wurde die Eisenbahnstrecke Niederwiesa–Hainichen–Roßwein (Kursbuchstrecke 516) nach umfangreicher Rekonstruktion auf dem Abschnitt bis Hainichen wieder eröffnet und von der City-Bahn Chemnitz bedient. Der Streckenabschnitt von Hainichen nach Roßwein durch das malerische Striegistal blieb von dieser Rekonstruktion ausgeklammert. Ende des Jahres 2005 begannen im Bahnhof Böhrigen die Abrissarbeiten der Gleise, um einem Radwanderweg zu weichen.

Ansässige Unternehmen (Auswahl)

  • ISE Industries Hainichen GmbH: Automobilzulieferer (u. a. Türscharniere, Motoren- und Getriebeteile, Ölpumpen), 429 Beschäftigte (2005)

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • Friedrich Gottlob Keller
  • 1895 Otto Fürst von Bismarck (1815–1898), Reichskanzler

Söhne und Töchter der Stadt

  • Christlieb Ehregott Gellert (1713–1795), Metallurge und Mineraloge
  • Christian Fürchtegott Gellert (1715–1769), bedeutender Dichter der Aufklärung
  • Johann Gottfried Stecher (1718–1776), Bildhauer
  • Carl Friedrich Mosch (1784–1859), Mineraloge und Schriftsteller
  • Friedrich Gottlob Keller (1816–1895), Erfinder
  • Günter Hofmann (* 1944), Maler
  • Karin Oehme (* 1946), Schauspielerin
  • Andreas Altmann (* 1963), Schriftsteller
  • Uwe Kamm-Richter (* 1951), Historiker

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

  • Johann Gottfried Stecher (1718–1776), Holzbildhauer



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Informationsportal über Hainichen in Sachsen - 25.5.2012