Halle in Nordrhein-Westfalen


Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Detmold
Kreis: Gütersloh
Koordinaten: 52° 4′ N, 8° 22′ O
Höhe: 70 – 316 m ü. NN
Fläche: 69,29 km²
Einwohner: 21.294 (30. Juni 2006)
Bevölkerungsdichte: 307 Einwohner je km²
Postleitzahl: 33790
Vorwahlen: 0 52 01
Kfz-Kennzeichen: GT (bis 1974 HW)
Gemeindeschlüssel: 05 7 54 012
Gemeindegliederung: 6 Stadtbezirke
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ravensberger Straße 1
33790 Halle (Westfalen)
Webpräsenz: www.hallewestfalen.org
Bürgermeisterin: Anne Rodenbrock-Wesselmann (SPD)

Halle in Westfalen, amtlich Halle (Westf.), ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen, Deutschland, und gehört zum Kreis Gütersloh.

Geografie

Nachbargemeinden

Halle (Westf.) grenzt im Nordosten an die Stadt Borgholzhausen, im Nordwesten an die Stadt Werther (Westf.), im Südosten und Süden an die Gemeinde Steinhagen, im Südwesten an die Stadt Harsewinkel und im Westen an die Stadt Versmold.

Stadtgliederung

  • Bokel
  • Gartnisch
  • Hesseln
  • Hörste
  • Kölkebeck
  • Künsebeck
  • Ascheloh
  • Eggeberg

Einwohner

(jeweils zum 31. Dezember)

  • 1998 - 20.023
  • 1999 - 20.251
  • 2000 - 20.478
  • 2001 - 20.728
  • 2002 - 20.786
  • 2003 - 20.928
  • 2004 - 21.224
  • 2005 - 21.283
  • 2006 - 21.600 (Mai)

Politik

Stadtrat

  • CDU 14 Sitze
  • SPD 11 Sitze
  • Grüne 3 Sitze
  • FDP 2 Sitze
  • UWG 2 Sitze
  • STU 6 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 26. September 2004)

Bürgermeister

Amtierende Bürgermeisterin ist seit 2002 Anne Elisabeth Rodenbrock-Wesselmann (SPD).

Wappen

Das Wappen von Halle zeigt auf rot drei silberne gestielte Lilien. Darauf als Herzschild das Wappen der Grafschaft Ravensberg (drei rote Sparren auf silber).

Städtepartnerschaften

Die Städtepartnerschaft zwischen Halle (Westfalen) und Ronchin (Frankreich) feierte im Jahr 2004 ihr 20-jähriges Bestehen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

  • Die evangelische Pfarrkirche liegt inmitten des baumbestandenen, von Fachwerkbauten gesäumten Kirchplatzes. Der ursprünglich einschiffige Gewölbebau aus der Mitte des 13. Jahrhunderts mit quadratischem Chor und Westturm wurde im 15. Jahrhundert um das südliche Seitenschiff ergänzt. Der nördliche Anbau stammt von 1886. Im Inneren blieben Reste der Barockausstattung erhalten, darunter die Kanzel aus Sandstein von 1716. Im nördlichen Seitenschiff findet sich eine Emporenbrüstung von 1661.
  • Bis heute blieb im Ortskern eine größere Zahl von Fachwerkbauten erhalten. Die Kirchringbebauung ist von einer eindrucksvollen Geschlossenheit, für die es in der weiteren Umgebung nur noch wenige Vergleichsbeispiele gibt (vgl. Delbrück, Gütersloh). Der älteste Bau ist Kirchplatz Nr. 3, der dendrochronologisch auf das Jahr 1512 datiert wurde. Kirchplatz 11 verfügt über eine mit Fächerrosetten beschnitzte Fassade, die nach dem Abbruch des ursprünglichen Gebäudes einem Neubau vorgeblendet wurde. In der nahegelegenen Bahnhofstraße befinden sich weitere ansehnliche Fachwerkbauten. Besonders stattlich ist das Haus Nr. 10 aus dem 17. Jh. mit straßenseitiger Utlucht.
  • Kiskerhaus, jetzt Volkshochschule. Das Stammhaus der Kisker-Brennereienbesteht aus einem Älteren Kernbau von 1692, der 1712 erweitert wurde.

Museen

In Halle findet sich das bundesweit einmalige "Museum für Kindheits- und Jugendwerke bedeutender Künstler". Hier stehen insbesondere die Jugendmalereien von Künstlern wie Paul und Felix Klee, August Macke, Ernst Ludwig Kirchner und Pablo Picasso im Mittelpunkt der Museumsarbeit.

Musik

In Halle finden im Februar die überregional bekannten "Haller Bachtage" statt. Innerhalb einer Woche werden Chor- und Orchesterkonzerte, Kammer- und Orgelkonzerte veranstaltet. Häufig gelingt die Verpflichtung internationaler Klassikstars (Peter Schreier, Thomas Quasthoff, Petr Ebene u.a.). Leitung: KMD Martin Rieker.

Sport

Halle ist jedes Jahr im Juni Austragungsort der Gerry Weber Open, des einzigen ATP-Rasentennisturniers in Deutschland. Tennisprofis nutzen das Turnier zur Vorbereitung auf Wimbledon. 2007 ist das Gerry-Weber-Stadion, das zweitgrößte Stadion des Kreises Gütersloh, Spielort der Handball-Weltmeisterschaft der Herren.

Infrastruktur und Wirtschaft

Verkehr

Halle ist über die Bundesstraße 68 an das Fernstraßennetz angebunden.

Der Bahnhof „Halle (Westf.)” und die Haltepunkte „Künsebeck”, „Halle Gerry-Weber-Stadion” und „Hesseln” liegen an der Bahnstrecke Haller Willem (KBS 402), auf der im Stundentakt (nach Bielefeld teilweise halbstündlich) die gleichnamige RB 75 Bielefeld–Halle–Osnabrück verkehrt. Im Straßenpersonennahverkehr verkehren Regiobusse nach Bielefeld, Gütersloh, Werther (Westf.), Steinhagen, Brockhagen und Versmold.

Durchgeführt wird der Schienenpersonennahverkehr von der NordWestBahn, die Diesel-Triebwagen der DB-Baureihe 643 für Geschwindigkeiten bis zu 120 km/h einsetzt.

Für den gesamten öffentlichen Personennahverkehr gilt der Tarif des Verkehrsverbundes OstWestfalenLippe (Der Sechser) und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif. In Richtung Osnabrück gibt es einen Übergangstarif zur Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS).

Ansässige Unternehmen

Die namhaftesten Arbeitgeber in Halle sind:

  • Gerry Weber
  • Storck
  • Kisker-Brennereien

Medien

  • Haller Kreisblatt (Tageszeitung, Tochterzeitung der Neuen Westfälischen)
  • Westfalen-Blatt (Tageszeitung)
  • Haller Willem (Stadtmagazin)
  • Radio Gütersloh (Lokalradio)

Bildung

  • Grundschule Gartnisch
  • Grundschule Lindenschule
  • Grundschule Hörste
  • Grundschule Künsebeck
  • Hauptschule Halle
  • Realschule Halle
  • Kreisgymnasium Halle
  • Gerhart-Hauptmann-Schule
  • Berufskolleg Halle
  • Volkshochschule Ravensberg

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

In Halle geboren wurden:

  • 1803: Ferdinand Wilhelm Brune, Architekt des Klassizismus
  • 1963: Monica Theodorescu, Dressurreiterin
  • 1975: Jörg Ludewig, Radrennfahrer

weitere Persönlichkeiten, die mit Halle in Verbindung stehen

Nicht in Halle geboren, aber hier gelebt und gewirkt haben:

  • Hans Schwier, Politiker (SPD), vertrat Halle von 1970 bis 1975 im Landtag NRW
  • Burghard Schloemann, KMD und Begründer der "Haller Bach-Tage"

Sonstiges

Halle ist auch bekannt als Lindenstadt, aufgrund der zahlreichen Linden in und um Halle.

Literatur

  • Uwe Heckert: Halle in Westfalen. Rundgang durch die historische Altstadt. Halle (Westfalen) 1998
  • Walter Hempelmann: Evang.-Luth. St. Johanniskirche Halle/Westfalen (Schnell, Kunstführer 2233). Regensburg 1996
  • Die Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Halle / im Auftr. des Provinzial-Verbandes der Provinz Westfalen bearb. von A. Ludorff 1909



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Informationsportal über Halle in Nordrhein-Westfalen - 25.5.2012