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Hardheim ist eine Gemeinde am nord-östlichen Rand des Neckar-Odenwald-Kreises in Baden-Württemberg und trägt den Beinamen „Perle des Erftals”. Hardheim besteht aus einem Ortskern und acht umliegenden Ortsteilen. GeografieHardheim liegt in der Mitte des Erf(a)tals, das durch die Erf(a) in das Bauland geschnitten wird. Hardheim wird durch die Bundesstraße 27 geteilt. Da es an der Grenze des muschelkalkhaltigen kargen Baulands und des Odenwalds liegt, kann auf Hardheimer Gemarkung eine in Deutschland einzigartige Flora beobachtet werden. Das Gemeindegebiet liegt teilweise im Naturpark Neckartal-Odenwald. OrtsteileDie Gemeinde Hardheim besteht aus folgenden Ortsteilen:
GeschichteDie erste Besiedlung des heutigen Gemeindegebiets erfolgte vor der Zeitenwende wahrscheinlich durch die Kelten; hierauf deutet eine Keltenschanze im Ortsteil Gerichtstetten hin. Der Limes verläuft nur wenige Kilometer westlich an Hardheim vorbei. Hieran erkennt man, dass Hardheim knapp außerhalb der Grenzen des Römischen Reichs gelegen haben muss. Nach dem Rückzug der Römer aus dem Bauland waren es die Alamannen, die diese Gegend besiedelten. Im Jahr 996 wird Hardheim erstmals in einer Urkunde von Kaiser Otto III. erwähnt. Dass Adlige in Hardheim lebten, zeigt eine Urkunde von Henricus von Hartheim aus dem Jahre 1197. Im Jahre 1256 wurde die Pfarrei Hardheim erstmals urkundlich erwähnt. In Hardheim gab es zwei Burgen der Ritter von Hardheim, die in den Jahren 1324 und 1326 erstmals erwähnt werden. Das Hardheimer Schloss, das Ritter Wolf von Hardheim 1561 bauen ließ, dient heute als Rathaus. Dieser Ritter Wolf von Hardheim war es auch, der 1555 die Reformation in Hardheim einführte. Als Ritter Georg Wolf von Hardheim 1607 starb, ohne einen Erben zu hinterlassen, fiel Hardheim konfessionell wieder dem katholischen Bistum Würzburg zu. Die Landeshoheit, die bis dahin beim Erzbischof von Mainz gelegen hatte, wurde 1656 auf das Hochstift Würzburg übertragen. Nach der napoleonischen Neuordnung des deutschen Gebietes (Reichsdeputationshauptschluss), wurde Hardheim zunächst 1803 dem Fürstentum Leiningen und nach dessen Mediatisierung 1806 dem Großherzogtum Baden zugeordnet. 1911 wurde Hardheim mit der Madonnenlandbahn an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Dies stärkte die Stellung Hardheims als Arbeitsplatz für viele Menschen in der Umgegend. Mittlerweile ist die Bahnlinie jedoch wieder still gelegt. 1961 wurde eine amerikanische Raketenabwehreinheit in Hardheim stationiert. Im Jahre 1966 wurde die Hardheimer Carl-Schurz-Kaserne eingeweiht. Sie ist bis heute immer noch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor Hardheims. BevölkerungHardheim hat 7.578 Einwohner, von denen 50,6 % männlich sind. In Hardheim gibt es insgesamt 2.415 Erwerbstätige, 71 % davon im produzierenden Gewerbe. ReligionDer Großteil der Hardheimer ist katholisch, nur ein geringer Prozentsatz ist anderen Glaubens. PolitikSeit der letzten Wahl 2004 setzt sich der Gemeinderat wie folgt zusammen:
WappenIn Rot eine silberne (weiße) Kirche mit zwei sechseckigen Türmen, auf deren spitzen Dächern je ein silbernes (weißes) Kreuz; zwischen den Türmen auf silbener (weißer) Mondsichel in goldenem (gelben) Strahlenkranz thronend die blaugekeidete, golden (gelb) gekrönte und nimbierte Madonna, in der Rechten ein goldenes (gelbes) Zepter, mit der Linken den golden (gelb) nimbierten nackten Jesusknaben haltend; unten ein mit der oberen Hälfte in die Kirchenfront ragender, ovaler gevierter Schild, worin Feld 1: von Rot und Silber (Weiß) durch drei Spitzen geteilt, Feld 2 und 3: in Blau ein mit drei blauen Ringen belegter silbener (weißer) Schrägbalken, Feld 4: in Blau eine schrägrechte rot-silbern (weiß) gevierte Fahne an goldener (gelber) Stange. Partnergemeinden
OrtsbildDas Ortsbild wird geprägt vom "Erftaldom", der katholischen Kirche St. Alban. Der Grundstein für dieses Bauwerk wurde am 12. Juli 1891 gelegt, Weihung der Kirche war Weihnachten 1894. Sie ersetzte eine Kirche gotischen Baustils, in der am 20. November 1888 der letzte Gottesdienst gehalten wurde, da sie einsturzgefährdet war. Der Schlossplatz wird umgeben von dem Hardheimer Schloss, das heute als Rathaus dient, und der Erftalhalle, einer früheren Zehntscheune, die heute unter anderem als Veranstaltungsraum und Museum genutzt wird. Im Walter-Hohmann-Schulzentrum sind ca. 900 Grund-, Haupt- und Realschüler untergebracht. Hardheim hat außerdem zwei Kindergärten. Südlich von Hardheim befindet sich eine künstlich aufgeschüttete Anhöhe (der so genannte Drachenfliegerberg), die als Startplatz für Gleitschirmflieger und Drachenflieger dient. Hier wird jährlich die Odenwälder Drachenflugmeisterschaft abgehalten. Persönlichkeiten
Wirtschaft und InfrastrukturGrößter Arbeitgeber in der Region ist die Maschinenfabrik Gustav Eirich GmbH & Co. KG und die REUM AG. VerkehrDie Bundesstraße 27 verläuft in west-östlicher Richtung durch Hardheim und stellt die Hauptverkehrsader dar.
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