Hartmannsdorf-Reichenau in Sachsen


Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Regierungsbezirk: Dresden
Landkreis: Weißeritzkreis
Verwaltungsge-
meinschaft:
Pretzschendorf
Koordinaten: 50° 49′ N, 13° 35′ O
Höhe: 569 m ü. NN
Fläche: 28,31 km²
Einwohner: 1252
Bevölkerungsdichte: 44 Einwohner je km²
Postleitzahl: 01762
Vorwahl: 037326
Kfz-Kennzeichen: DW
Gemeindeschlüssel: 14 2 90 180
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Unter Dorfstraße 82
01762 Hartmannsdorf-Reichenau
Bürgermeister: Herr Pitsch

Hartmannsdorf-Reichenau ist eine kreisangehörige Gemeinde in Sachsen. Die Gemeinde besteht aus den beiden Ortsteilen Hartmannsdorf und Reichenau. Sie ist Teil der Verwaltungsgemeinschaft Pretzschendorf.

Geografie

Hartmannsdorf liegt im östlichen Erzgebirge, etwa 35 km von Dresden entfernt, in der Nähe der Stadt Frauenstein. In der Nähe des Dorfes befindet sich die Wilde Weißeritz und die Talsperre Lehnmühle. Weitere Nachbarorte sind Hennersdorf, Röthenbach und der Geburtsort von Gottfried Silbermann, Kleinbobritzsch.

Geschichte

Hartmannsdorf wurde im 13.Jahrhundert von Bauern unter Führung eines sogenannten Lokators gegründet. Dieser warb "Deutsche Bauern aus Franken und Thüringen an, die dann unter dessen Leitung mit Weib und Rind auf ihren Ochsen und Pferdebespannten Planwagen einzug in unsere Heimat hielten ... nach diesem Lokator, hier demnach Hartmann, bekam der neue Ort in den meisten fällen seinen Namen" (Ortschronik von H.O.Schleinitz , 1931)

Ab 1346 gehörte es unter dem Namen Hartmannsdorf minor dem Bistum Meissen an. Auch wurde es als Hartendorf oder Kleinhartmannsdorf bezeichnet. Erst am 3. Juli 1860 erfolgte die endgültige Namensgebung durch eine Verordnung des Ministeriums des Inneren. Seitdem ist Hartmannsdorf amtlich Hartmannsdorf.

Hartmannsdorf hat im Laufe der Zeit viel erlebt, was man von so einem kleinen Ort gar nicht Vermutet, so lagerten 1429 während des Hussitenkrieges, diese ein ganzes Jahr auf einer Erhöhung im Dorf. Dadurch blieb Hartmannsdorf im Gegensatz zu umliegenden Dörfern von der Zerstörung verschont. Der Berg trägt heute den Namen Hisselberg. 1542 gab es eine Heuschreckenplage: "Diese sind in großen Schwärmen, gleich dichten Wolken über das Land gezogen, sich auf den Feldern niedergelassen und Laub, Gras, Kraut, Getreide abgefressen und überall Flecken rot wie Blut zurückgelassen." Im Laufe der Zeit gab es Erdbeben, wurden siamesische Zwillinge geboren und natürlich die Pest hielt in Hartmannsdorf Einzug.So wurde die die Bevölkerung um 1634 auf nur 33 Leute dezimiert. Von 1926 bis 1932 wurde die Talsperre Lehnmühle errichtet, die heute das Wappen der Gemeinde ziert.

Sehenswürdigkeiten

Ausflugsziele

  • Talsperre Lehnmühle

In einem Nachbartal Hartmannsdorfs liegt die 1932 errichtete Talsperre, welche aufgrund ihrer geraden Gewichts-Staumauer eine Besonderheit darstellt. Sie dient dem Hochwasserschutz, sowie der Trinkwasserversorgung der Umgebung und auch für Dresden. Ihr Stauinhalt liegt bei 23 Millionen Kubikmetern. Die Staumauer ist 50m hoch und 520m lang.

  • Hartmannsdorfer Schweiz

Unterhalb der Talsperre befinden sich bis zu 20 m hohe Felsen, in welchen sich Teile der Dorfbevölkerung im Zweiten Weltkrieg versteckte.

  • Alte Schanze im Weißeritztal

Die alte Schanze war noch vor 50 Jahren der Treffpunkt der Dorfjugend im Winter. Sie wurde innerhalb mehrerer Jahre von einem einzigen Mann erbaut, der diese in den Berg grub.

  • St.-Laurentiuskirche

Die Kirche wurde im Jahr 1346 erbaut.

  • Technisches Museum Weicheltmühle im Ortsteil Reichenau

Sport

Die Umgebung rund um Hartmannsdorf ist wie geschaffen zum Wandern. Es gibt viel zu entdecken, wie zum Beispiel das malerische Weißeritztal. Es gibt auch viele Strecken zum Freeride-Mountainbiken. Im Winter sind teilweise Langlaufloipen gespurt.




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Informationsportal über Hartmannsdorf-Reichenau in Sachsen - 25.5.2012