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Hauenstein, Schuhdorf und Luftkurort, ist eine Gemeinde im Osten des Landkreises Südwestpfalz im deutschen Bundesland Rheinland-Pfalz. Im Ort hat auch die Verbandsgemeinde Hauenstein ihren Sitz. GeografieDie Gemeinde liegt im südlichen Pfälzer Wald, dem Wasgau, mitten im Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen. Durch den Ort fließt etwa von Süd nach Nord die Queich, die sich weiter abwärts zu einem der Hauptabflusssysteme der Pfalz entwickelt. Das Klima besitzt angesichts der etwas größeren Höhe zwar nicht die fast ans Mittelmeer erinnernde Mildheit der Oberrheinischen Tiefebene, zeichnet sich aber infolge der querliegenden Berge im Norden durch sehr gemäßigte Winter aus. Der umgebende Wald sorgt für ausreichende Niederschläge, welche die Sommer ausgeglichen gestalten und im Herbst zu hohen Erträgen bei Esskastanien und Speisepilzen führen. GeschichteWie nirgendwo sonst in der Südwestpfalz prägte die Schuhfertigung vom ausgehenden 19. Jahrhundert an das Leben der Menschen in Hauenstein. Nach dem Vorbild des 20 km entfernten Pirmasens (1857) wurde 1886 die erste Schuhfabrik eröffnet. Gründer waren die Brüder Carl-August und Anton Seibel. Schon 1890 machte Anton Seibel sich mit einer zweiten Fabrik selbständig. Zahlreiche weitere Unternehmer folgten. Bis 1914 entstanden 14 Schuhfabriken, die damals 1.140 Menschen beschäftigten. Die Einwohnerzahl erhöhte sich von 673 im Jahre 1886 auf 4.406 im Jahre 1961, als es sogar 36 Fabriken gab. Dann war der Boom zu Ende, und die Einwohnerzahl ging leicht zurück. Bis heute überdauert hat nur eine einzige Schuhfabrik. Wirtschaft und InfrastrukturWirtschaftHauenstein ist Luftkurort und Schuhmetropole, wobei die touristische Komponente die industrielle heute dominiert. Die letzte Schuhfabrik heißt nach Josef Seibel, dem Enkel des ersten Firmengründers Carl-August, und wird vom Urenkel geleitet, der gleichfalls Carl-August Seibel heißt. Sie ist mittlerweile ein multinationales Unternehmen mit 2.500 Werksangehörigen an fünf Produktionsstätten in Europa. Die Gesamtproduktion von mehr als zwei Millionen Schuhen wird in mehr als 40 Länder vertrieben. Andere Schuhfabriken mussten rezessionsbedingt ihre Produktion einstellen, und viele verlegten sich auf den Schuhhandel. An den ca. 40 verkaufsoffenen Sonntagen von März bis Oktober locken gut ein Dutzend Geschäfte die Interessenten mit mehr als einer halben Million Paar Schuhe zur Anprobe. Dazu gehören beispielsweise Schuh-Marke, das Josef-Seibel-Factory-Outlet oder die 2006 neu eröffnete Schuhcity in unmittelbarer Nähe zur B 10. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts begann der Fremdenverkehr die Schuhindustrie als Hauptwirtschaftszweig der Gemeinde abzulösen. So ist der Luftkurort Hauenstein inzwischen zur klassischen Freizeitregion geworden, die sowohl für aktive als auch lediglich Erholung suchende Urlauber vielfältige Angebote bereithält. Neben der fast unberührten Natur im Herzen des Pfälzer Waldes bieten Ort und Umgebung ein dichtes und abwechslungsreiches Netz von Erholungsmöglichkeiten samt den erforderlichen Privat- und Hotelzimmern sowie Ferienwohnungen. Für das leibliche Wohl sorgt eine gepflegte Gastronomie. VerkehrHauenstein wird durch die Bundesstraße 10 (Pirmasens - Landau) erschlossen, die knapp nördlich des Ortes vorbeiführt. Parallel zur B 10 verläuft die Queichtalstrecke der Deutschen Bahn, die auch den Bahnhof Hauenstein bedient. Schulen
Kindergärten
Sport
Kultur und SehenswürdigkeitenKirchliche GebäudeKatholisch
Evangelisch
Industriedenkmäler
TourismusNatur
Feste
Deutsche Schuhkönigin(Wahl für vier Jahre seit 2002)
Kulinarische Spezialitäten
GemeindepartnerschaftenOffizielle
Inoffizielle
Söhne und Töchter der Gemeinde
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