Hausen in Bayern


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Forchheim
Koordinaten: 49° 40′ N, 11° 2′ O
Höhe: 271 m ü. NN
Fläche: 13,52 km²
Einwohner: 3657
Bevölkerungsdichte: 270 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91353
Vorwahlen: 09191 (teilw. 09190)
Kfz-Kennzeichen: FO
Gemeindeschlüssel: 09 4 74 134
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Heroldsbacher Str. 51
91353 Hausen
Webpräsenz: www.hausen.de
1. Bürgermeister: Edmund Mauser (CSU)

Hausen ist eine Gemeinde im Landkreis Forchheim (Regierungsbezirk Oberfranken).

Geografie

Geografische Lage

Die Gemeinde liegt zwischen Erlangen und Bamberg unweit der Stadt Forchheim.

Gemeindegliederung

Gemeindeteile sind Hausen und Wimmelbach.

Geschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort Hausen am 1. November 1007 in der Gründungsurkunde des Bistums Bamberg durch Heinrich II. Neben dem Fürstbistum Bamberg hatten bis zum Ende des 18. Jahrhunderts vor allem die Freie Reichsstadt Nürnberg und das Fürstentum Bayreuth die gemeinsame Herrschaft über das kleine Dörfchen. Die Regeln für dieses so genannte Kondominat wurden im Forchheimer Rezess von 1538 festgelegt. In der napoleonischen Zeit wurde der Ort gemeinsam mit dem Fürstentum Bayreuth von 1806-1810 für knapp vier Jahre französisch, bevor es 1810 zum Königreich Bayern kam. Teil des Landkreises (damals: „Landgericht”) Forchheim wurde Hausen erst im Jahre 1857, da es aufgrund seiner engen Beziehungen zur Freien Reichsstadt Nürnberg bis dahin immer eher ins Gebiet des heutigen Mittelfranken orientiert war und zum damaligen Landgericht Herzogenaurach gehörte. In ganz Deutschland bekannt wurde Hausen durch seine Pilatussage, in der behauptet wird, Pontius Pilatus sei in Hausen geboren, wobei mit den alten Hausnummern 48 und 73 sogar ganz konkret zwei Geburtshäuser genannt werden.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat von Hausen hat 17 Mitglieder einschließlich des Bürgermeisters.

CSU SPD Bürger-Forum Wimmelbach UWG Gesamt
2002 8 4 3 2 17 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 3. März 2002)

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: Geteilt und unten gespalten; oben in Gold ein oberhalbes schwarzes Schöpfrad; unten vorne durch einen schrägen, gestürzten silbernen Sparren geteilt von Schwarz und Rot, hinten in Silber ein schräglinker roter Palmzweig.

Kurze Beschreibung

Bis ins 20. Jahrhundert hinein war der Ort praktisch ein reines Bauerndorf. Heute wohnen hier im wesentlichen Pendler in die benachbarten Zentren Erlangen und Nürnberg. Als bedeutende Industrieansiedlung ist das Dachziegelwerk der Firma Lafarge/Braas zu nennen. Seit den 70er Jahren geht der Rhein-Main-Donau-Kanal an Hausen vorbei ebenso wie die Autobahn A73 (Frankenschnellweg). Die seit dem Jahre 1892 existierende Bahnlinie nach Höchstadt/Aisch mit einer Haltestelle in Hausen ist inzwischen eingestellt. Weiterhin ist die Gemeinde Hausen für seinen erfolgreichen Frauenfußball bekannt.

Sehenswürdigkeiten

Im Mittelpunkt des Ortes steht die im Jahre 1468 von der Nürnberger Patrizierfamilie Haller von Hallerstein erbaute Kirche, die später im Barockstil umgebaut wurde. Anziehungspunkt für Touristen ist vor allem auch eines der historischen Wasserschöpfräder in der Regnitz, mit denen die Bauern ihre Äcker bewässerten und von denen es früher in der Hausener Flur rund dreißig gab. Sehenswert ist auch das kleine Dorfmuseum im Greifenhaus, das einen guten Überblick zum Ort und seine Geschichte gibt.

Literatur

  • Konrad Kupfer: Geschichte des Dorfes Hausen/Ofr. Nachdruck des 1956 erstmals veröffentlichten Buches, Verlag Gürtler, Forchheim 1985
  • Engelbert Wagner: Hausen (bei Forchheim). Aus der Geschichte eines fränkischen Dorfes. Verlag Fränkischer Tag, Bamberg 1997. ISBN 3-9286-4826-8
  • Gerhard Batz: Das Pilatus-Puzzle. Bestandsaufnahme und Hintergründe einer europäischen Sage in Franken. Palm & Enke, Erlangen 2003. ISBN 3-7896-0675-8 Leseprobe



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Informationsportal über Hausen in Bayern - 25.5.2012