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Hausham ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Miesbach. GeografieGeografische LageDie Gemeinde liegt ca. 60 km südlich von München, direkt zwischen Miesbach und Schliersee und ca. 11 km östlich von Tegernsee an der Schlierach. Im Süden grenzt das Dorf dicht an die Nachbargemeinde Schliersee. Hausham liegt direkt Fuß des Alpenrandes. Der Gebirgszug des Hausberges Huberspitz (1.052 m) über die noch zu Hausham gehörende Gindelalm (1.364 m) bis zur Neureuth bei Tegernsee (1.261 m) grenzt die Alpen scharf von der Alpenvorebene ab. In der Dorfmitte erhebt sich eine vom Gebirgszug getrennte Anhöhe. Sie heißt Haushamer Alm und ist ein ungewöhnlich großer Moränenhügel aus der Eiszeit. GemeindegliederungDie dreizehn Ortsteile sind:
GeschichteHausham (bzw. der Teil der heute "Althausham" heißt) gehörte ursprünglich kirchlich zur Gemeinde Schliersee, politisch zur Gemeinde Agatharied. Am 27. April 1922 wurde die Gemeinde Agatharied in die Gemeinde Hausham eingemeindet, nachdem Hausham infolge des Bergbaus erheblich angewachsen war. 1860 wurde in Hausham ein Braunkohlebergwerk errichtet, auf dessen Vorkommen man durch das ursprüngliche Bergwerk von Miesbach aufmerksam wurde. Das Haushamer Bergwerk wurde 1966 geschlossen, als Erdöl der Braun- und Steinkohle immer mehr den Rang ablief. Der damalige Gemeinderat hat daraufhin Gewerbe und andere Industrien gefördert, um die drohende Arbeitslosigkeit zu kompensieren. Dadurch weist Hausham noch heute eine besonders hohe Dichte von Geschäften auf. Die ehemalige Abraumhalde des Bergwerks hat bei einem Erdrutsch den Tiefenbach versperrt und zur Entstehung des Loidlsees (immer noch auch "Loidl-Weiher" genannt) geführt. 1968 wurde die Abraumhalde zu einer Mülldeponie umfunktioniert, 1972 wurde sie zur Mülldeponie des gesamten Landkreises Miesbach. Am 28. September 1984 gab es einen schweren Zwischenfall, bei dem ein Damm zu brechen und damit hochgiftiges Sickerwasser in die Schlierach zu gelangen drohte, was durch einen 3-Tages-Einsatz der Hilfsdienste abgewendet werden konnte. Infolgedessen wurde die Deponie zwischen 1984 und 1990 für 54 Millionen Mark erweitert und modernisiert. Am 31. Mai 2005 wurde sie jedoch stillgelegt, da die Endlagerung von unbehandeltem Restmüll inzwischen gesetzwidrig wurde. Religionen
PolitikGemeinderatDer Gemeinderat aus Hausham setzt sich aus 21 Mitgliedern zusammen, einschließlich des Bürgermeisters.
(Stand: Kommunalwahl am 3. März 2002) WappenDie Wappenbeschreibung lautet: Das Wappen in Silber über zwei gekreuzten Stäben (rot) ein halber roter Adler. Die Stäbe stehen für die Richterlichkeit („über jemand die Stäbe brechen”). StädtepartnerschaftenSeit 1959 ist Levico Terme in Italien die Partnergemeinde von Hausham und seit 1990 Seiersberg in Österreich. Jedes Jahr werden Fahrten für Kinder und Jugendliche in diese Orte organisiert.
Kultur und SehenswürdigkeitenMuseenAn die Zeit des Bergbau erinnert heute das Bergbaumuseum im Kellergeschoß des Haushamer Rathauses. Es ist jeden 1. Samstag im Monat von 14.00 bis 16.00 Uhr geöffnet.
BauwerkeDas Wahrzeichen Haushams ist der immer noch stehende Förderturm des ehemaligen Kohlebergwerks. Er sollte eigentlich im Jahr 2004 aus gewerblichen Gründen abgerissen werden. Aufgrund seiner massiven Konstruktion erwies sich dies jedoch als nicht durchführbar. Wirtschaft und InfrastrukturVerkehrHausham verfügt über einen direkten Bahnanschluss nach München (Bayerische Oberlandbahn). Mit dem Auto ist Hausham über die Bundesautobahn 8 erreichbar, Ausfahrt Weyarn oder Irschenberg. Öffentliche EinrichtungenWegen der Nähe zum Bergwerk wurde in Hausham auch ein Kraftwerk errichtet, das zuerst mit Braunkohle befeuert wurde. Später wurde ein moderneres Gasturbinenkraftwerk in der Nähe errichtet, das noch heute bei Engpässen mit seinen vier Turbinen á 20 MW die Stromversorgung sicherstellt. Dieses ist das einzige derartig große Kraftwerk im ganzen Landkreis. Das ältere Kraftwerk wurde in den 1980er Jahren abgerissen, wobei dessen hoher Schornstein mittels eines Spezialkrans schrittweise zerlegt werden musste, da eine Sprengung möglicherweise alte Bergwerkstollen in der Tiefe zum Einsturz bringen hätte können. In Hausham wurde die Dreifachturnhalle des Landkreises Miesbach zusammen mit der Anton-Weilmaier-Sonderschule errichtet. Von 1994 bis 1998 wurde das Kreiskrankenhaus Agatharied gebaut, das die ehemaligen Krankenhäuser in Miesbach, Holzkirchen, Tegernsee und Hausham ersetzte. Außerdem finden sich Hausham eine gemeinsame Grund- und Hauptschule, eine Montessori Grundschule und eine Volkshochschule. Persönlichkeiten
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