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Heiligenhaus ist eine Mittlere kreisangehörige Stadt im Kreis Mettmann. Sie liegt im Städtedreieck Düsseldorf–Essen–Wuppertal im Niederbergischen Land. GeografieGeografische LageDie Stadt erstreckt sich auf einem in west-östlicher Richtung verlaufenden ungefähr 160 Meter hohen Geländerücken, der nach Norden und Süden zum Vogelsangbachtal beziehungsweise Angertal hin stark abfällt. OrtsteileDie Stadt besteht aus den sechs Honschaften Hetterscheidt, Tüschen, Leubeck, Isenbügel, Oefte und Hasselbeck. Die Hofbezeichnung Isenbügel wurde 1250 erstmalig als Isenbugele erwähnt. Nach dem Hof Isenbügel wurde die gleichnamige Honschaft und somit auch der Stadtteil benannt. Des Weiteren besteht die Stadt aus den Stadtteilen Hofermühle, Unterilp, Oberilp, Wassermangel, Nonnenbruch, Unterstadt, Beeker Busch, Innenstadt, Vogelviertel, Oberstadt, Heide, Abtsküche und Migua. EinwohnerEinwohnerzahlen (jeweils zum 31. Dezember):
PolitikGemeinderat
StädtepartnerschaftenStädtepartnerschaften bestehen zu Meaux in Frankreich, zu Basildon und Mansfield in England sowie zur Stadt Zwönitz im Erzgebirge. Kultur und SehenswürdigkeitenIm kulturellen Bereich werden fortlaufend Kunstausstellungen, Theatervorstellungen, Kleinkunst und Konzertabende in der Aula des Immanuel-Kant-Gymnasiums oder im „Club - Zentrum für Kultur und Freizeit” des Jugendfreizeitheimes angeboten. Stadtbücherei, Museum Abtsküche - Heimatkundliche Sammlung - mit Backhaus und das Feuerwehrmuseum mit Geräten und Ausrüstungsgegenständen aus 150 Jahren Feuerwehrgeschichte runden das kulturelle Angebot vor Ort ab. Bauwerke
SportFast alle gängigen Sportarten werden auf modernen Sportstätten und im Frei- und Hallenbad Heljensbad angeboten. Der Wanderer findet über 45 km markierte Wanderwege in der „Industriestadt im Grünen”, durch Angertal und Vogelsangbachtal bis hinein ins Ruhrtal. Besonders ist, dass auch der Sportflug angeboten wird. Wirtschaft und InfrastrukturHeiligenhaus bietet knapp 13.000 Beschäftigten Arbeitsplätze, davon etwa 9.700 in der mittelständisch-strukturierten Metall verarbeitenden Industrie. Hervorragende Bedeutung hat die Stadt als Standort der Zulieferindustrie für die gesamte deutsche Automobilproduktion (Schlösser, Beschläge, Verriegelungen etc.). Aber auch die Produkte der traditionell gewachsenen Schloss- und Baubeschlagindustrie nehmen einen Spitzenplatz auf dem europäischen Markt ein. Als bekanntester Industriebetrieb ist wohl die Kiekert AG zu nennen, Hersteller von Autoschließsystemen für viele namhafte Marken (u.A. VW, BMW). Im Jahr 2000 wurde die Kiekert AG durch den Finanzinvestor Permira für rund 530 Mio. Euro aufgekauft. Einfach ausgedrückt wurde der Kaufpreis der Kiekert AG in Rechnung gestellt, unter dieser Schuldenlast, in Verbindung mit der schlechten Konjunktur auf dem Automobilmarkt, drohte die Firma 2006 in die Insolvenz zu gehen. Die beiden Banken Morgan Stanley und Deutsche Bank, der Hedgefonds Silver Point und der Vermögensverwalter Bluebay Asset Management stehen nun nach Informationen aus Finanzkreisen unmittelbar vor der Übernahme des Automobilzulieferers Kiekert. Ziel sei es die Firma zu retten. Ein sehr wünschenswertes Anliegen, angesichts dessen, dass Kiekert der größte Steuerzahler der Stadt Heiligenhaus ist und eine Insolvenz nicht nur den Verlust von 4500 Arbeitsplätzen, sondern auch den Wegfall wichtiger Haushaltsmittel bedeuten würde. Schienen- und BusverkehrHeiligenhaus besitzt keinen Bahnanschluss mehr, der Schienenpersonenverkehr wurde schon in den 1960er Jahren eingestellt. Ersatz bietet die Schnellbuslinie SB 19 nach Essen. Die heute stillgelegte Niederbergbahn wurde von 1913 bis 1920 bzw. 1926 (durchgehende Verbindung nach Kettwig), mit Unterbrechung wegen des Ersten Weltkrieges, errichtet und führte von Kettwig über Heiligenhaus, Velbert, Wülfrath nach Vohwinkel. Sie führte in den 1920er Jahren zu einer massiven Verschuldung der Stadt. Die Reichsbahn wollte nach dem Ersten Weltkrieg die Trasse nur weiterbauen, wenn sich die Stadt zu einem Drittel an ihrer Finanzierung beteiligen würde. Eine für die Stadt nicht aufzubringende Summe. Velbert bot an den Bau zu finanzieren, wenn Heiligenhaus sich eingemeinden ließe, was empört ausgeschlagen wurde. Schließlich fand man Unterstützung bei der Stadt Kettwig und dem Kreis Mettmann. Bis zum Zweiten Weltkrieg waren Güter- und Personenverkehr auf der Strecke recht gering. Da jedoch die Industrie in Heiligenhaus und Velbert zu wichtigen Rüstungsproduzenten entwickelten und die Pendlerzahlen nach Velbert enorm stiegen war die Strecke während des Zweiten Weltkrieges ausgelastet. Als die Strecken um die Großstädte herum immer stärker durch Bombenangriffe zerstört wurden befuhren sogar Fernverkehrszüge die Niederbergbahn. Ein Ende fand dieser starke Verkehr, als die zurückweichenden deutschen Truppen die Ruhrbrücke bei Kettwig sprengten, fortan endeten alle Züge in Kettwig vor der Brücke. 1960 wurde der Personenverkehr eingestellt, 1976 wurde die Strecke von Heiligenhaus nach Kettwig stillgelegt und 1980 zum Fahrradweg umgebaut, am 28. Dezember 1994 fuhr der letzte Güterzug von Heiligenhaus nach Velbert, 1996 verlor auch Velbert seinen Bahnanschluss. Bemerkenswert ist, dass die Bahnlinie im Heiligenhauser Stadtgebiet über zwei große Natursteinviadukte führt. Die Buslinien 770 nach Ratingen Hösel oder 771 nach Ratingen Ost stellen den Anschluss an die S 6 Köln – Düsseldorf – Ratingen Ost – Essen her. Außerdem besteht durch die Buslinie 772 eine Verbindung über den Stadtteil Isenbügel nach Essen-Kettwig und an die dort gelegene S-Bahnstation Essen-Stausee. Für den gesamten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif. Öffentliche EinrichtungenDas Rathaus, in der Stadtmitte gelegen, ist seit 1989 durch einen modernen Anbau gemeinsames Haus für Rat und Verwaltung. Im neu gestalteten Ratssaal finden nicht nur Sitzungen des Rates, sondern auch Empfänge, Kleinkunst-Veranstaltungen und bürgerschaftliche Begegnungen statt. Das Klinikum Niederberg im benachbarten Velbert ist auch für Heiligenhaus zuständig. BildungHeiligenhaus verfügt über 15 Kindergärten, 6 Grundschulen, sowie je eine Hauptschule, Realschule, Gesamtschule, Gymnasium (Immanuel-Kant-Gymnasium) und Sonderschule (welche allerdings zum Ende des Schuljahres 2006/2007 geschlossen wird). Die berufsbildenden Schulen sind in den Nachbarstädten Velbert und Ratingen ansässig. Für die Erwachsenenbildung steht der Volkshochschul-Zweckverband Velbert/Heiligenhaus zur Verfügung. Die über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Musikschule ist Ausbildungsstätte für circa 625 Schüler. PersönlichkeitenSöhne und Töchter der StadtSebastian Boenisch Fußballer des FC Schalke 04 Erkrath | Haan | Heiligenhaus | Hilden | Langenfeld (Rheinland) | Mettmann | Monheim am Rhein | Ratingen | Velbert | Wülfrath Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. 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