Heiligkreuzsteinach in Baden-Württemberg


Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Rhein-Neckar-Kreis
Koordinaten: 49° 29′ N, 8° 48′ O
Höhe: 261 m ü. NN
Fläche: 19,61 km²
Einwohner: 3121
Bevölkerungsdichte: 159 Einwohner je km²
Postleitzahl: 69253
Vorwahl: 06220
Kfz-Kennzeichen: HD
Gemeindeschlüssel: 08 2 26 029
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Silberne Bergstraße 3
69253 Heiligkreuzsteinach
Webpräsenz: www.heiligkreuzsteinach.de
Bürgermeister: Karl Brand (parteilos)

Heiligkreuzsteinach ist eine Gemeinde im Rhein-Neckar-Kreis im Nordwesten von Baden-Württemberg.

Geografie

Geografische Lage

Die Gemeinde Heiligkreuzsteinach liegt im südlichen Teil des Odenwalds im Tal der Steinach, einem rechten Zufluss des Neckar.

Nachbargemeinden

Die Gemeinde grenzt im Norden an die hessischen Gemeinden Abtsteinach und Wald-Michelbach, im Osten an Heddesbach, im Süden an die Stadt Schönau und Wilhelmsfeld, sowie im Westen an die Städte Schriesheim und Weinheim.

Gemeindegliederung

Zu Heiligkreuzsteinach gehören neben dem Hauptort die Ortsteile Bärsbach, Eiterbach, Hilsenhain, Lampenhain, Vorderheubach und Hinterheubach.

Geschichte

Die Dörfer in den höheren Lagen des südlichen Odenwalds entstanden nicht vor dem 12. Jahrhundert als Waldhufendörfer. Die erste urkundliche Erwähnung von Heiligkreuzsteinach und Bärsbach stammt von 1293, es folgten Eiterbach und Lampenhain 1316. Die Orte waren Rodungssiedlungen, die von den Herren von Hirschberg-Strahlenberg in ihrer Herrschaft Waldeck angelegt wurden. 1357 wurden sie von der Kurpfalz erworben. Nach deren Auflösung 1803 gehörten sie zu Baden. 1828 versuchte Eiterbach selbständig zu werden und erlangte einige Rechte, wie einen eigenen Verwaltungsrat. Es blieb aber Nebenort von Heiligkreuzsteinach. 1840 wurde die sogenannte Obergemeinde, zu der Lampenhain, Bärsbach, Vorderheubach und Hilsenhain gehörten, vom Hauptort abgetrennt. 1935 gemeindete Lampenhain Hinterheubach ein und Eiterbach wurde wieder voll in Heiligkreuzsteinach eingegliedert. Am 1. Januar 1975 entstand der heutige Ort durch die Eingemeindung von Lampenhain in Heiligkreuzsteinach.

Politik

Heilgkreuzsteinach gehört zum Gemeindeverwaltungsverband Schönau mit Sitz in Schönau.

Gemeinderat

Dem Gemeinderat gehören neben dem Vorsitzenden und Bürgermeister zwölf Mitglieder an. Seit der Wahl 2004 sind dies fünf von der SPD, vier gehören der CDU an und drei Gemeinderäte stellt die Freie Liste Heiligkreuzsteinach.

Wappen

Die Blasonierung des Wappens lautet: In geteiltem Schild oben in Rot ein schwebendes, geradarmiges goldenes Tatzenkreuz, unten von Silber und Blau schräggerautet.

Das Wappen geht zurück auf ein Siegel aus dem Jahr 1636. Die Rauten symbolisieren die Kurpfalz. Das Kreuz steht für das Heiligkreuz-Patrozinium der Pfarrkirche. Die Farben der oberen Hälfte entstammen dem Wappen der Herren von Strahlenberg. Auf Vorschlag des Generallandesarchivs nahm die Gemeinde 1901 das Wappen an. Mit der Gemeindereform 1975 verlor es seine Gültigkeit. Da die Symbole aber auch für Lampenhain Aussagekraft haben, wurde es für den gemeinsamen Ort 1977 unverändert vom Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis neu verliehen.

Die Flagge ist Blau-Weiß und wurde auch 1977 verliehen.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Heiligkreuzsteinach liegt an der L 535. Die Bundesautobahn 5 kann über Schriesheim oder Weinheim erreicht werden.

Öffentl. Einrichtungen

  • Ein Alten- und Pflegeheim

Bildung

In Heiligkreuzsteinach gibt es eine Grundschule. Weiterführende Schulen stehen in den umliegenden Städten zur Verfügung.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

  • Karl Friedrich Rößle (*1883, † 1957) Professor für Betriebswirtschaftslehre
  • Der Oberbefehlshaber der Alliierten Streitkräfte in Europa während des 2. Weltkriegs und 34. Präsident (1953–1961) der Vereinigten Staaten, Dwight D. Eisenhower, verfügt über deutsche Wurzeln. Ein Vorfahr war der Auswanderer Hans Nikolaus (Nicholas) Eisenhauer, *1691, aus Eiterbach (Ortsteil von Heiligkreuzsteinach), der am 17. November 1741 in Bethel Township, (Lancaster, heute:) Lebanon County im US-Bundesstaat Pennsylvania, ankam.



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Informationsportal über Heiligkreuzsteinach in Baden-Württemberg - 25.5.2012