
|
Hermsdorf ist eine Kleinstadt in Ostthüringen und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Hermsdorf. Am 7. Oktober 1969 wurden Hermsdorf die Stadtrechte verliehen, es wurden beschränkt Gedenkmünzen an die Stadtbevölkerung verteilt. GeografieHermsdorf liegt in der Mitte (je ca. 20 km entfernt) zwischen den beiden ostthüringischen Großstädten Jena und Gera. Seinen Bekanntheitsgrad verdankt es u. a. dem Hermsdorfer Kreuz. Hier kreuzen sich die Autobahnen Köln–Dresden (A 4) und Berlin–München (A 9). NachbargemeindenAngrenzende Gemeinden sind Bad Klosterlausnitz, Reichenbach und Schleifreisen im Saale-Holzland-Kreis sowie Kraftsdorf im Landkreis Greiz. GeschichteHermsdorf wurde 1256 erstmals urkundlich erwähnt. Der Holzreichtum (Thüringer Holzland) und die verkehrsgünstige Lage (Handelsstraße Naumburg–Regensburg mit Umspanne in Hermsdorf) begünstigten die Entwicklung des Ortes. Mit dem Bau der Bahnstrecke Weimar–Gera begann die industrielle Entwicklung. Der Bau des Autobahnkreuzes der heutigen Autobahnen A 9 und A 4 in den 1930er-Jahren brachte eine weitere Verbesserung der Infrastruktur mit sich. Am 7. Oktober 1969 erhielt Hermsdorf das Stadtrecht. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Ort mehr als 9.000 Einwohner. Mit der Gewährung des Stadtrechts sollte auch die „erfolgreiche sozialistische Entwicklung” des Ortes gewürdigt werden. Die Stadt prägte über viele Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts der Großbetrieb Keramische Werke Hermsdorf (KWH). Zum Betriebsgelände gehörte unter anderem Europas damals größtes Freiluft-Hochspannungs-Versuchsfeld, dessen drei, bis zu 75 Meter hohen und kilometerweit sichtbaren Stahlgitter-Prüfbrücken zum bekanntesten Wahrzeichen der Stadt wurden. Diese Landmarke wurde 1992 durch Sprengung abgerissen. EinwohnerentwicklungEntwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):
1 29. Oktober PolitikStadtratSitzverteilung im Stadtrat
WappenSeit 1994 hat Hermsdorf ein neues Stadtwappen. Dabei steht der Nadelbaum für den Waldreichtum des Thüringer Holzlandes, dessen Zentrum Hermsdorf ist, der Bär steht für das historische Gasthaus „Zum schwarzen Bär”, das älteste Gebäude der Stadt, und das Kreuz im Stützbogenkreuz steht für die Verkehrsadern der Stadt (früher die alten Handelsstraßen, heute das Hermsdorfer Kreuz). Städtepartnerschaften
Kultur und SehenswürdigkeitenBauwerke
SportHermsdorf ist eine sportliche Hochburg. Die sanierten und umgebauten Sportanlagen liegen mitten im Neubaugebiet der Stadt.
Regelmäßige Veranstaltungen
Wirtschaft und InfrastrukturAuf dem Areal des ehemaligen Großbetriebes Tridelta AG (früher VEB Kombinat Keramische Werke Hermsdorf, KWH) entwickelt sich zur Zeit ein Branchenmix kleiner und mittelständischer Betriebe. Das Gebiet ist zu ca. 70 % ausgelastet. An der Autobahnanschlussstelle Hermsdorf-Ost entwickelt sich ein weiteres Gewerbegebiet. Das Mischgebiet daneben ist bereits voll belegt. Im Rahmen der JenArea21 haben die Stadt Jena und der Saale-Holzland-Kreis ihre Kräfte gebündelt, um die Region wirtschaftlich weiter zu stärken. Die Zusammenarbeit erfolgt v. a. zwischen Firmen aus Jena und Hermsdorf. Erfolgreiche Belege sind dafür z. B. das Projekt fanimat, ein Verbund, der vom Hermsdorfer Institut für Technische Keramik geführt wird. Hermsdorf ist ein Wachstumskern. Hermsdorf ist durch sein Angebot an Arbeitsplätzen ein Einpendler-Standort (auf einen Auspendler kommen zwei Einpendler). VerkehrDer sanierte, zweigleisige Bahnhof Hermsdorf-Klosterlausnitz liegt an der Mitte-Deutschland-Verbindung und ist mit drei Linien der Deutschen Bahn an das überregionale Nahverkehrsnetz angeschlossen. Es steht ein rechnerischer 40-Minuten-Takt Erfurt Hbf - Jena West - Göschwitz (Saale) - Hermsdorf-Klosterlausnitz - Gera Hbf zur Verfügung, die Verbindung Göttingen - Erfurt Hbf - Göschwitz (Saale) - Hermsdorf-Klosterlausnitz - Gera Hbf - Chemnitz Hbf/Zwickau (Sachs) Hbf wird zweistündlich bedient. Hermsdorf liegt im Schnittpunkt der A 4/A 9 (Hermsdorfer Kreuz) und hat drei Autobahnabfahrten.
Die Landstraßen L 1070 und L 1073 (alte Handelswege Naumburg–Regensburg) kreuzen sich ebenfalls in Hermsdorf. Bildung
Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
