Hinterschmiding in Bayern


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Freyung-Grafenau
Verwaltungsge-
meinschaft:
Hinterschmiding
Koordinaten: 48° 49′ N, 13° 36′ O
Höhe: 635–900 m ü. NN
Fläche: 21,04 km²
Einwohner: 2552
Bevölkerungsdichte: 121 Einwohner je km²
Postleitzahl: 94146
Vorwahl: 08551
Kfz-Kennzeichen: FRG
Gemeindeschlüssel: 09 2 72 126
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeinde Hinterschmiding
Dorfplatz 23
94146 Hinterschmiding
Webpräsenz: www.hinterschmiding.de
Bürgermeister: Heinrich Lenz (CSU)

Hinterschmiding ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Freyung-Grafenau und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Hinterschmiding.

Geografie

Die Gemeinde liegt in der Region Donau-Wald im Bayerischen Wald.

Es existieren die Gemarkungen Herzogsreut und Hinterschmiding. Zu Hinterschmiding zählen die Orte Sonndorf, Vorderschmiding, Kaining, Holzwiese und Kohlstatt, zu Herzogsreut die Ortschaften Schlichtenberg, Schwarzkopf, Gstöcket, Heldengut und Rotbachau.

Geschichte

Das Dorf im ehemaligen Hochstift Passau wurde um 1400 erstmals erwähnt. Sie lag am sogenannten Goldenen Steig auf welchem Salz vom Donauhafen in Passau in Richtung Tschechien transportiert wurde. Dies fand Eingang in das Gemeindewappen, auf dem ein weißes Pferd, beladen mit einem goldenen Salzsack zu sehen ist. 1803 wurde es mit dem größten Teil des hochstiftlichen Gebietes zugunsten Ferdinands von Toskana säkularisiert; es fiel erst 1805 mit den Friedensverträgen von Brünn und Preßburg an Bayern. 1818 wurde Hinterschmiding eine politische Gemeinde, erhielt durch freie Wahl Bürgermeister und Gemeindevertreter. 1936 wurde der Ort zur Kirchengemeinde erhoben. Nach dem 2. Weltkrieg entstand in der Gemeinde ein amerikanisches Kriegsgefangenenlager, das sogenannte "Camp Sonndorf". Nach 1945 kamen auch viele Heimatvertriebene nach Hinterschmiding. 1969 bis 1970 entstand die heutige Pfarrkirche am Ort, die alte Kirche aus dem Jahr 1927 wurde abgebrochen. 1978 wurde die Gemeinde Herzogsreut nach Hinterschmiding eingemeindet.

Einwohnerentwicklung

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 1.937, 1987 dann 2.107 und im Jahr 2000 2.513 Einwohner gezählt.

Politik

Bürgermeister ist Heinrich Lenz (CSU).

Partnerschaften

Es besteht eine Partnerschaft mit dem Universitätschor Ostrava und der nordmährischen Gemeinde Belotin

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 23, im produzierenden Gewerbe 1806 und im Bereich Handel und Verkehr 935 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 479 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 4056. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 3 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 10 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 99 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1753 ha, davon waren 1370 ha Ackerfläche und 378 ha Dauergrünfläche.

Bildung

Im Jahr 1999 existierten folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 1
  • Volksschulen: 1 mit 14 Lehrern und 298 Schülern

Kultur

In Hinterschmiding wird das kulturelle Leben in vielerlei Form gepflegt, ob Bildende Kunst, Literatur oder Musik, es ist für jeden etwas dabei, speziell die Partnerschaft mit dem Chor der Universität Ostrava bringt immer wieder Höhepunkte im musikalischen Bereich.

Literatur

  • Ernst Dorn - Herzogsreut, Philippsreut: Zwei Seelsorgsstellen im Hinteren Bayerischen Wald



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Informationsportal über Hinterschmiding in Bayern - 25.5.2012