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Hövelhof ist eine Gemeinde in Westfalen, Deutschland und gehört zum Kreis Paderborn. GeografieHövelhof liegt in der Senne, der östlichen Teillandschaft der Westfälischen Bucht. Die Quellen der Ems liegen unmittelbar nördlich der Gemeindegrenze auf Hövelhofer und Stukenbrocker Gebiet. Ausdehnung des GemeindegebietsDie Gemeinde Hövelhof bedeckt eine Fläche von 70,67 km², davon gehören 19,72 km² zum Truppenübungsplatz und 3,34 km² sind Gemeindeforst. NachbargemeindenHövelhof grenzt, beginnend im Nordwesten im Uhrzeigersinn, an die Gemeinde Verl (Kaunitz) und die Stadt Schloß Holte-Stukenbrock des Kreises Gütersloh, die Gemeinde Augustdorf des Kreises Lippe und die Städte Bad Lippspringe, Paderborn und Delbrück des Kreises Paderborn Gemeindegliederung
GeschichteDer Name der Gemeinde leitet sich ab von einem gleichnamigen alten Vollmeierhof, der mindestens auf das Jahr 1000 zurückgeht.
ReligionenIn Hövelhof gibt es die katholische Kirchengemeinde St. Johannes Nepomuk mit Pfarrvikarieämtern in Hövelriege (Herz Jesu) und Espeln sowie die evangelische Johannes-Kirchengemeinde mit der Johannes-Kirche an der Breslauer Straße. Eingemeindungen1959 Die bislang zu Ostenland gehörenden Bereiche Bentlake, Alkenbrink und die Kreissiedlung Klausheide mit einer Fläche von 359 ha und 825 Einwohnern werden nach Hövelhof umgemeindet. 1975 Im Zuge der kommunalen Neuordnung wird Hövelhof selbständige Gemeinde mit eigener Verwaltung. Der Ortsteil Espeln und die Klausheider Siedlung mit einer Fläche von 1276 ha und 1081 Einwohnern werden der Gemeinde Hövelhof zugeordnet. Einwohnerentwicklung
¹ Volkszählungsergebnis Die Einwohnerzahlen beziehen sich auf den jeweiligen Gebietsstand der Gemeinde. Kultur und SehenswürdigkeitenBauwerkeIm Ortskern, unweit der Katholischen Pfarrkirche, befindet sich das ehemalige Jagdschloss der Fürstbischöfe zu Paderborn. Die Anlage war ehemals von Gräften umgeben. Das 1661 entstandene Haupthaus präsentiert sich als schlichter zweigeschossiger Fachwerkbau mit Satteldach. Es wurde nach dem Vorbild des bei Wiedenbrück gelegenen Herrensitzes Haus Außel errichtet und verfügt an den Ecken über vier diagonal gestellte Standerker. An der Eingangsseite befindet sich ein größerer Vorbau. Das ehemalige Schloss wird heute als katholisches Pfarrheim genutzt. In Riege an der Junkernallee 20 findet sich das Dorfschulmuseum Hövelriege. In dem Vergleich von einst und jetzt - der eigenen Kindheit und dem heutigen Leben - liegt der Reiz des Dorfschulmuseums. Eine Sehenswürdigkeit besonderer Art ist das "Goldene ABC" der Schule, sinnige und lesenswerte Lebensregeln, die bei näherer Befassung gar nicht so verstaubt sind. So lassen sich viele Zeitgenossen durch das "Goldene ABC" inspirieren und finden für sich einen anderen Zugang zur "guten alten Zeit". Das "Goldene ABC" ist einzigartig: Vergleichbares wurde bisher in Westfalen nicht gefunden.Im Sommer 1950 sind die Inschriften bei Anstreicherarbeiten ganz zufällig entdeckt worden. Das "Goldene ABC" stammt aus der Feder des Grafen Pocci, eines österreichischen Humoristen, vergleichbar mit Wilhelm Busch. Insgesamt 24 Lebensregeln, von jedem Buchstaben eine, spiegeln Denkweise und Erziehung des 19. Jahrhunderts wider. Lassen Sie Ihre eigene Jugendzeit nochmals aufleben - besuchen Sie das liebevoll restauriertes Dorfschulmuseum. Kostenlose Führungen sind nach Terminvereinbarung unter folgenden Rufnummern möglich:
Das Heimathaus (Staumühler Straße 70) ist ein für Hövelhof typisches Gebäude, das um die Jahrhundertwende errichtet worden ist. In dem schmucken Fachwerkhaus wird Kulturgut der Gemeinde gesammelt, gepflegt und erhalten. So findet man dort ein kleines Gehöft vor, welches das Leben um die Jahrhundertwende in Haus und Hof widerspiegelt. Dort befindet sich auch ein gemauerter Backofen, in dem bei verschiedenen Veranstaltungen frisches Brot gebacken wird. SonstigesIm Zuge der Erweiterung des Senneübungsplatzes vor dem 2. Weltkrieg musste der gesamte ehemalige Ortsteil Hövelsenne, einschließlich der aus dem Jahr 1800 stammenden Schule und der 1923 errichteten Kirche, geräumt werden. Für etwa 800 Hövelhofer bedeutete die Umsiedlung den schmerzlichen Verlust der angestammten Heimat. Viele Familien waren bereits vor dem Kriege in Mecklenburg wieder angesiedelt worden, andere hatte es in das Rheinland verschlagen. Nur ein Teil der Betroffenen konnte neues Siedlungsgelände innerhalb der Gemeinde erhalten. PolitikGemeinderatSitzverteilung der 34 Sitze:
(Kommunalwahl vom 26. September 2004)
SPD: Antpöhler, Dirk; Guder, Ralf; Auster, Lothar; Schäfer, Bernhard; Schäfer, Mario; Schmidt, Reinhard; Schulz, Sabine; Spencer, Ursela; Thönneßen, Jürgen; sachkundige Bürgerin für die SPD: Daniela Guder FDP: Lindemann, Rudi Bürgermeister
Wappen und BannerWappenbeschreibung: Das Wappen der Gemeinde Hövelhof zeigt geschichtliche und geographische Symbole: 1. Das Kreuz im oberen Feld deutet hin auf das Bischofskreuz der Fürstbischöfe von Paderborn, die seit dem Mittelalter bis zur Säkularisation im Jahre 1803 Landesherren waren. 2. Die Wellenlinie symbolisiert den Reichtum Hövelhofs an Bächen, von denen der bedeutendste die Ems ist. 3. Das Jagdhorn deutet hin auf den Bau des Jagdschlosses auf dem Hövelhof durch den Füstbischof Dietrich Adolf von der Recke im Jahre 1661. Der Standort des Schlosses führte zunächst zur Entstehung der katholischen Kirchengemeinde und letztlich auch zur Erhebung Hövelhofs zur selbständigen Gemeinde im Jahre 1807. 4. Das vorherrschende Grün im Wappen steht für den Reichtum der Gemeinde an Wald- und Grünflächen. (genehmigt durch den Innenminister von NRW am 25. Juni 1962) Bannerbeschreibung: Städtepartnerschaften
Wirtschaft und InfrastrukturVerkehrLuftverkehrDer Flughafen Paderborn-Lippstadt ist in 25 Minuten über die A 33 zu erreichen. Schienen- und BusverkehrDer Bahnhof „Hövelhof” und der Haltepunkt „Hövelriege” liegen an der Senne-Bahn (KBS 403), auf der im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) die gleichnamige RegionalBahn 74 Bielefeld–Sennestadt–Paderborn verkehrt. Durchgeführt wird der SPNV von der NordWestBahn, die Diesel-Triebwagen der DB-Baureihe 643 einsetzt. Im Straßenpersonennahverkehr verkehren Regionalbusse nach Paderborn, Gütersloh und Stukenbrock (mit Umsteigemöglichkeit nach Bielefeld-Brackwede). Der Hövelhofer Ortsbus (HOB) verbindet alle Ortsteile miteinander. Am Wochenende und vor ausgewählten Feiertagen Nachtbus von Paderborn. Für den gesamten öffentlichen Personennahverkehr gilt der Tarif des Nahverkehrsverbunds Paderborn-Höxter, in Richtung Bielefeld ein Übergangstarif zum Verkehrsverbund OstWestfalenLippe und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif. StraßenDie Autobahn A 33 Bielefeld-Bad Wünnenberg durchquert das Gemeindegebiet mit zwei Abfahrten (Stukenbrock-Senne und Paderborn-Sennelager in unmittelbarer Nähe zum Ort. Öffentliche Einrichtungen
Bildung
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