Hohenberg in Bayern


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Wunsiedel im Fichtelgebirge
Verwaltungsge-
meinschaft:
Schirnding
Koordinaten: 50° 6′ N, 12° 13′ O
Höhe: 525 m ü. NN
Fläche: 8,19 km²
Einwohner: 1534
Bevölkerungsdichte: 187 Einwohner je km²
Postleitzahl: 95691
Vorwahl: 09233
Kfz-Kennzeichen: WUN
Gemeindeschlüssel: 09 4 79 127
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hauptstr. 5
95706 Schirnding
Webpräsenz: www.stadt-hohenberg.de
Bürgermeister: Dieter Thoma (SPD)

Hohenberg an der Eger (amtlich: Hohenberg a.d.Eger) ist eine Stadt im Osten des oberfränkischen Landkreises Wunsiedel im Fichtelgebirge und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Schirnding.

Geografie

Geografische Lage

Hohenberg an der Eger liegt am östlichen Rand des Naturparks Fichtelgebirge. Durch die Stadt fließt die Eger. Der 653 m hohe Steinberg ist die höchste Erhebung in der Stadt. Hohenberg liegt direkt an der tschechischen Grenze. Zur tschechischen Nachbargemeinde Libá (Liebenstein) besteht ein Grenzübergang in Hammermühle/Dubina (Eichelberg).

Stadtgliederung

Zur Stadt gehört der Ortsteil Neuhaus

Geschichte

Auf einem steil zur Eger abfallenden Fels steht die Burg, die im Zusammenhang mit der Sicherung der Reichsburg Eger in der Zeit der Staufer entstanden ist. Erstmals wird urkundlich 1222 ein „Bertholdus de Honberg” in einer Waldsassener Schenkungsurkunde genannt. Dem reich begüterten Rittergeschlecht gehörte auch die Burg von Wunsiedel und das Burglehen von Eger. Vom Letzten des Geschlechts, Kneußel von Hohenberg, erwarb Burggraf Friedrich III. von Nürnberg 1285 Wunsiedel, wenig später fiel auch Hohenberg an ihn; Hohenberg und Wunsiedel waren damit die ersten Erwerbungen der Hohenzollern im Gebiet der Reichsstadt Eger. 1322 wurde Hohenberg zwar zusammen mit Eger an den Böhmenkönig Johann von Luxemburg verpfändet, die Auslieferung Hohenbergs unterblieb jedoch. 1413 wurde Hohenberg dem Egerer Landgericht endgültig entzogen, es entstand das Amt Hohenberg im nachfolgenden Sechsämterland in der Markgrafschaft Bayreuth. Um die Burg entstand eine dörfliche Siedlung mit Herbergen, einer Schenkstatt und einer Mühle. Ort und Burg Hohenberg waren bis 1799 mit dem Privilegum einer „kaiserlichen Freistätte” ausgestattet. Vier steinerne Säulen (jetzt im Burghof zu sehen) standen an den Eingangswegen des Ortes und grenzten einen Schutzbereich ab. Gelang es Rechtsbrechern, den Schutzbereich zu erreichen, standen sie im Asyl des Kaisers und waren zunächst frei von Verfolgung. 1814 gründete Carl Magnus Hutschenreuther in Hohenberg die erste Porzellanfabrik im nordostbayerischen Raum.

Politik

Stadtrat

Der Stadtrat hat 13 Mitglieder einschließlich des Bürgermeister:

  • CSU 6 Sitze
  • SPD 7 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 3. März 2002)

Städtepartnerschaften

Partnergemeinden der Stadt sind:

  • seit 1981 Hohenberg in Niederösterreich und
  • seit 1991 Balatonkeresztur in Ungarn

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

Deutsches Porzellanmuseum, auf 2000 m² werden Porzellane aus drei Jahrhunderten gezeigt, die einen umfassenden Einblick in Kulturgeschichte und Wandel der Porzellanerzeugnisse geben. Dreimal jährlich wechseln Sonderausstellungen mit regionalen, nationalen und internationalen Partnern und Themen. Das Museum gehört zusammen mit dem 16 Kilometer entfernten Museumskomplex in Selb zur Porzellanwelt Selb - Die Museen.

Burg Hohenberg

Die Burg Hohenberg ist die besterhaltene Burg im Fichtelgebirge. Sie bildet ein Sechseck mit drei runden und zwei eckigen Türmen sowie der Vorburg. Auch der Wehrgang ist teilweise erhalten. Im Burghof steht das Fürstenhaus von 1666 (ehemaliges märkgräfliches Jagdschloss), weiterhin Geleitsäulen und ein steinerner Getreidemetzen aus staufischer Zeit.

Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen

  • Carl Magnus Hutschenreuther, gründete in Hohenberg die erste Porzellanfabrik im nordbayerischen Raum.

Literatur

  • Harald Stark: Die Familie Notthafft - auf Spurensuche im Egerland, in Bayern und Schwaben,Weißenstadt 2006, ISBN 3-926621-46-X
  • Literatur über Hohenberg a.d. Eger



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Informationsportal über Hohenberg in Bayern - 25.5.2012