
|
Hohenpeißenberg ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau. Der einstige Bergbauort liegt im Pfaffenwinkel. GeographieHohenpeißenberg liegt in der Region Oberland. Es existiert nur die Gemarkung Hohenpeißenberg. Der 1.000 m hohe Hohe Peißenberg wird wegen seiner überwältigenden Rundsicht vom Tourismusverband auch der „Bayerische Rigi” genannt. Er gilt als der schönste Panoramaberg Bayerns. Deshalb hat er einen eigenständigen Namen. Frühe Beinamen waren "mons doctus" wegen der Gelehrsamkeit auf dem Hohenpeißenberg (Älteste Bergwetterstation der Welt, betreut durch die Rottenbucher Augustiner Chorherren und nach der Säkularisation (1803) durch die Pfarrer und Schullehrer. Nach dem Krieg führte der Deutsche Wetterdienst dort die Wetterbeobachtungen fort. Eine andere Bezeichnung des Hohen Peißenbergs ist "mons parnanssus". Seit der Zeit der Renaissance hat der Hohe Peißenberg eine der großen Bayerischen Wallfahrten, die auch durch die Säkularisation nicht zum Erliegen kam. Geschichte1514 wurde auf dem Hohen Peißenberg eine Wallfahrtskirche erbaut. Aus der Schlosskapelle Schongau wurde eine geschnitzte Muttergottesfigur auf den Hohen Peißenberg gebracht. Diese Figur gewann schnell den Ruf eines Gnadenbildes, eine Wallfahrt entwickelte sich. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts musste deswegen eine zweite Kirche (die Wallfahrtskirche) angebaut werden, was dem Ensemble seine typische Silhouette verleiht: Vom Ort Hohenpeißenberg gesehen liegt die Kapelle links vom Kirchturm der Wallfahrtskirche, die Wallfahrtskirche selbst rechts. Augustinerchorherren des Klosters Rottenbuch betreuten die Wallfahrt auf den Berg seit 1604 bis zur Säkularisation 1803. Während der Säkularisation wurde die Wallfahrtskirche zur Kirche der Pfarrei Hohenpeißenberg bestimmt und somit gerettet. Im Jahr 1525 kam es auf dem Hohen Peißenberg beim Bauernaufstand zum Treueschwur der bayrischen Bauern für ihren Herzog und ihren Glauben. Hohenpeißenberg gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Schongau des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Am 8. Mai 1837 begann der staatliche Kohlebergbau im Peißenberger Raum, der erst 1969 bis 1971 eingestellt wurde. Die Augustiner führten auch erste meteorologische Entwicklungen durch. Seit 1781 bestehen praktisch ununterbrochene meteorologische Beobachtungsreihen, heute befindet sich das Meteorologische Observatorium auf dem Hohen Peißenberg. EinwohnerentwicklungAuf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 2.986, 1987 dann 3.231 und im Jahr 2000 3.984 Einwohner gezählt. PolitikBürgermeister ist Karl Graf (CSU). Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 437.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 41.000 €. Kultur und SehenswürdigkeitenMuseen
Bauwerke
Literatur
Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
