Hohentengen in Baden-Württemberg


Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Waldshut
Koordinaten: 47° 34′ N, 8° 26′ O
Höhe: 368 m ü. NN
Fläche: 27,55 km²
Einwohner: 3625
Bevölkerungsdichte: 132 Einwohner je km²
Postleitzahl: 79801
Vorwahl: 07742
Kfz-Kennzeichen: WT
Gemeindeschlüssel: 08 3 37 053
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchstraße 4
79801 Hohentengen
Webpräsenz: www.hohentengen.de
Bürgermeister: Martin Benz

Hohentengen am Hochrhein ist eine Gemeinde im Landkreis Waldshut im Bundesland Baden-Württemberg, Bundesrepublik Deutschland.

Geografie

Geografische Lage

Das Dorf Hohentengen liegt auf dem nördlichen Rheinbord mit Blick auf die Schweiz. Bei entsprechender Wetterlage bietet sich vom Stettener "Kalten Wangen" ein grandioser Ausblick auf die Schweizer Bergwelt. Hohentengen am Hochrhein besteht aus sechs Ortsteilen: Hohentengen, Lienheim, Herdern, Bergöschingen, Günzgen und Stetten.

Nachbargemeinden

Die Gemeinde grenzt im Norden an Klettgau, im Osten an die Schweizer Gemeinden Wasterkingen und Hüntwangen, im Süden an Glattfelden und Weiach, alle im Kanton Zürich, sowie Kaiserstuhl, Fisibach und Rümikon im Kanton Aargau, im Westen wieder an die deutsche Gemeinde Küssaberg.

Wappen und Ortsteile

Der Ortsteil Hohentengen ist das Zentrum der Gemeinde und Sitz der Gemeindeverwaltung.
Bergöschingen, der kleinste Ortsteil wird geprägt von landwirtschaftlichen Gebäuden. Idyllisch gelegen ist Bergöschingen ein Ort der Ruhe und Naturverbundenheit.
Lienheim ist der zweitgrößte Ortsteil der Gemeinde Hohentengen a.H.
Der Ortsteil Günzgen liegt unmittelbar an der Grenze zur Schweizer Gemeinde Wasterkingen. Das Bild des kleinen malerischen Ortes erhielt in langer Planung sein heutiges reizvolles Gesicht.
Herdern ist der drittgrößte Ortsteil der Gemeinde Hohentengen, gelegen am Rheinufer auf halbem Weg zum Flusskraftwerk von Rheinsfelden/Schweiz.
Der Ortsteil Stetten ist der dritt kleinste der Gemeinde und liegt am Fuße des Kalten Wangen.

Geschichte

Der ursprünglich Thengen bei der hohen Chilchen genannte Ort Hohentengen war seit der Karolingerzeit Standort der Urkirche von über 14 Dörfern beidseits des Rheins. Die 1519 erbaute neue Pfarrkirche fasste 400 Personen, obwohl damals in Hohentengen selber nur 187 Menschen wohnten.

Durch die Grenzlage zur Schweiz ist die Geschichte Hohentengens und seiner Ortsteile eng mit der Schweiz verbunden. Es gab Anfang des 19. Jahrhunderts sogar von Hohentengener Bürgern vorangetriebene Anschlussversuche, die aber fehlschlugen.

Die Ortsteile Stetten und Günzgen gehörten bis zur Neuordnung durch den Reichsdeputationshauptschluss 1803 zur Landgrafschaft Klettgau, die im Besitz der Grafen von Sulz, später derer von Schwarzenberg war.

Dagegen waren Hohentengen und Lienheim vom Mittelalter bis 1802 in bestimmten Bereichen ein Kondominium zwischen Grafschaft Baden und dem Fürstbistum Konstanz.

Wirtschaft

Der Engelhof westlich des Dorfes Hohentengen wird als der südlichste Weinberg Deutschlands bezeichnet.

Sehenswürdigkeiten

  • Pfarrkirche mit Wappen von Kaiserstuhler Geschlechtern
  • St. Bernhard in Stetten
  • Schloss Rötteln, direkt gegenüber Kaiserstuhl
  • Skulpturen-Weg entlang beider Rhein-Ufer zwischen Kaiserstuhl, Hohentengen, Weiach und Glattfelden

Literatur

  • Fuchs, H.: Hohentengen und die Dörfer des Bohnenviertels : Lienheim, Herdern, Stetten, Günzgen und Bergöschingen: Geschichte und Geschichten, unter Berücksichtigung der historischen Verbindungen zu Kaiserstuhl/Schweiz. Horb am Neckar, 1992. ISBN 3-89264-716-X
  • Fuchs Herbert: Die Geschichte von Kirche und Pfarrei St.Maria Hohentengen a.H. 2006
  • Fuchs Herbert: Die Flur und Wegkreuze auf dem Gebiet der Gemeinde Hohentengen a.H.2006
  • Fuchs Herbert: Ein Dorf in der Kriegsund Nachkriegszeit 1940-1950 1999
  • Sigg, Eugen Edwin: Lienheimer Geschichtsblätter - Hohentengen-Lienheim (später: Kandel), 1990- / Eugen Edwin Sigg



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Informationsportal über Hohentengen in Baden-Württemberg - 25.5.2012