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Holdorf (ausgesprochen mit kurzem "o") ist eine Einheitsgemeinde im Landkreis Vechta in Niedersachsen. GeografieGeografische LageDie Gemeinde liegt am Nordwestrand des Naturpark Dümmer nordwestlich von Damme und den Dammer Bergen. GemeindegliederungNeben der Ortschaft Holdorf selbst gehören die kleineren Orte und Dörfer Amtern, Diekhausen, Fladder, Fladderlohausen, Gramke, Grandorf, Handorf, Ihorst, Langenberg, Scheelenhorst und Wahlde zur Gemeinde. KlimaGemäßigtes Seeklima beeinflusst durch feuchte Nordwestwinde von der Nordsee. Im langjährigen Mittel erreicht die Lufttemperatur in Holdorf 8,5° - 9,0°C und es fallen ca. 700 mm Niederschlag. Zwischen Mai und August kann mit durchschnittlich 20-25 Sommertagen (klimatologische Bezeichnung für Tage, an denen die Maximaltemperatur 25° C übersteigt) gerechnet werden. GeschichteMehrere Gräberfunde deuten auf eine Besiedlung der Gemeinde während der Jungsteinzeit und der Bronzezeit hin. Die Gemeinde Holdorf wird 1188 erstmals urkundlich erwähnt. Im neuen Baugebiet „Am Lagerweg” am östlichen Ortsrand von Holdorf wurde die bislang wohl größte frühmittelalterliche Siedlung im Oldenburger Land entdeckt. Unter anderem beweisen das die mittlerweile bei Ausgrabungen in Holdorf entdeckten Überreste von zwölf so genannten Langhäusern, die aus dem Zeitraum zwischen 8. bis 14. Jahrhundert datieren. Im Jahre 1188 wurde der Name Holthorpe – also das heutige Holdorf – erstmals vom Osnabrücker Domprobst Lentfried urkundlich erwähnt. Während des 30-jährigen Krieges von 1618-1648 kam es auch in Holdorf zu Plünderungen und Verwüstungen. Diejenigen, die den Krieg überlebt hatten, kämpften in der Folgezeit mit den Kriegsfolgen: Viele Menschen hungerten aufgrund zerstörter Felder und Ernten, Pest und andere Seuchen griffen um sich. Auch in der Folgezeit kam Holdorf nicht zur Ruhe: Die Holdorfer Gegend war entweder mit dem Landesfürsten in Oldenburg, dem Bischof von Osnabrück oder dem von Münster verbunden. Im 19. Jahrhundert wurde Holdorf – wie ganze der südoldenburger Raum – von einer dramatischen Auswanderungswelle in Richtung USA erfasst. Die Gemeinde, die zu Beginn dieses Jahrhunderts selbstständig geworden war, verlor über 33% ihrer Einwohner von 1825 (ca. 2300 Einw.) bis 1890 (ca. 1500 Einw.). Von Mai 1987 bis Juni 1997 ist die Bevölkerung von Holdorf um 21,6% angewachsen (zum Vergleich: LK Vechta 19%, Land Niedersachsen 9,4%) und hat mittlerweile die 6000 überschritten. ReligionenKonfessionelle Zusammensetzung:
PolitikGemeinderatDie 18 Sitze des Gemeinderates verteilen sich wie folgt:
(Stand: Kommunalwahl am 9. September 2001) BürgermeisterDr. Wolfgang Krug (parteilos) ist seit dem 1. Juli 2004 hauptamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Holdorf. WappenDas Wappen von Holdorf zeigt auf goldenem Grund ein rotes Spinnhaspelrad. Die Arbeit am Webstuhl soll in früheren Jahren besonders in der Gemeinde Holdorf als Heimarbeit gepflegt worden sein. Die Haspel ist ein typisches Gerät der bäuerlichen Heimindustrie. Kultur und SehenswürdigkeitenBauwerke
Sport
Wirtschaft und InfrastrukturVerkehrHoldorf liegt an der A 1 und an der Bundesstraße 214. Die Gemeinde liegt direkt an der Bahnstrecke Osnabrück–Delmenhorst(–Bremen). Es gibt einen Bahnhof mit einem Bahnhofsgebäude, der im Stundentakt durch die Züge der zur Veolia-Gruppe gehörenden Nordwestbahn GmbH bedient wird. Die nächsten Flughäfen sind der Flughafen Bremen (80 km nördlich) und der Flughafen Münster/Osnabrück (70 km südlich). Der nächste große internationale Flughafen ist der Flughafen Amsterdam (Schipol), ca. 250 km westlich gelegen. BildungIn Holdorf gibt es drei Kindergärten unter katholischer Trägerschaft: St. Dominikus Kindergarten (Holdorf/Badbergerstraße), St. Elisabeth Kindergarten (Holdorf/Roggenkamp), St. Barbara Kindergarten (Handorf-Langeberg/Lindenstraße). Zudem besitzt die Gemeinde 2 Grundschulen: Grundschule Holdorf und Barbara-Schule Handorf-Langeberg. Außerdem eine Haupt- und Realschule. Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
