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Hollfeld ist eine Stadt im oberfränkischen Landkreis Bayreuth und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Hollfeld. Der staatlich anerkannte Erholungsort liegt 25 Kilometer westlich von Bayreuth und 35 Kilometer östlich von Bamberg im nördlichen Teil der Fränkischen Schweiz. GeografieOrtsteile
In der Nähe der Stadt Hollfeld befindet sich der Felsengarten Sanspareil. GeschichteHollfeld blickt auf eine fast tausendjährige Geschichte zurück. Es wurde im Jahr 1017 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, als der Bischof von Würzburg die Kirchen-Zehnten der einst zu Hollfeld gehörenden Dörfer an den Bamberger Bischof abtrat. Der Burg- und Siedlungskern ist bereits in früh- und vorgeschichtlicher Zeit belegt. Hollfeld besitzt noch heute die Siedlungsstruktur einer Spornsiedlung, was auf eine Kernsiedlung nach Art der Markgrafen von Schweinfurt schließen lässt. Stellvertreter dieser Markgrafen war die Walpoten-Familie. Nachdem die Markgrafenfamilie 1057 ausstarb, verschenkte Reginolt Walpoto im Jahr 1059 seine Güter in Hollfeld und Umgebung zur Ausstattung des von ihm mitbegründeten Stifts St. Gangolf in Bamberg. Bis zum Ende des Hochstifts Bamberg verwaltete ein Vogt von St. Gangolf die Hollfelder Propstei. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Alte Straßen- und FlurnamenIn der TürkeiEin Straßenname in der Unterstadt weist ins 17. Jahrhundert zurück, als Osmanen als Kriegsgefangene bis nach Hollfeld verschleppt wurden. Die Muslime wurden meist getauft und haben sich später assimiliert. Chronologie
WappenIn Gold ein mit einem langen, roten Mantel bekleideter Kaiser, eine goldene Krone auf dem Haupt und ein goldenes Lilienszepter in der Rechten, reitet auf einem rot gezäumten silbernen Pferd auf grünem Boden. Kultur und Sehenswürdigkeiten
BauwerkeAus einer frühmittelalterlichen Burganlage entstanden, hat die Stadt ihre historische Altstadt fast vollständig erhalten. Sehenswert sind die Gangolfskirche, das renovierte Alte Rathaus, das Wittauerhaus, die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, die Fischmühle aus dem Jahr 1715, die Wallfahrtskirche St. Salvator, die Museumsscheune und das Kunst-Museum. KirchenMariä HimmelfahrtDie frühklassizistische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt hat ihre barocke Innenausstattung aus dem säkularisierten Dominikanerkirche in Bamberg erhalten. GangolfskircheDie Gangolfskirche steht am höchsten Punkt der Stadt Hollfeld. Sie geht auf die Bamberger Gangolfskirche zurück, deren Lehnsleute auf Stiftsgütern in der Unter- und Oberstadt von Hollfeld saßen. SalvatorkircheDie Geschichte der Hollfelder Salvatorkirche reicht bis ins frühe Mittelalter zurück. Damals gehörte der Ort noch zur Urpfarre Königsfeld und zum Bistum Würzburg. Eine eigene Hollfelder Pfarrei wurde im Jahr 1007 gegründet. Die heutige Wallfahrtskirche wurde im Jahr 1704 unter dem Architekten Leonhard Dientzenhofer erbaut. Die Wallfahrt zur Hollfelder Salvatorkirche (lateinisch: Salvator=Erlöser) ist die einzige Salvator-Wallfahrt im Erzbistum Bamberg. Einer Legende zufolge hat sich ein Mann unter einer Eiche ausgeruht, die an der Stelle der heutigen Kirche stand und über sein Schicksal geklagt. Da erschien ihm Christus mit Kreuz und Dornenkrone und sprach zu ihm:
SpitalkircheDie Kapelle des 1464 vom Regensburger Domherrn Werner von Aufseß gestifteten Spitals wurde 1709 errichtet. Sie zeigt im Innern eine barocke Kreuzgruppe, eine gotische Madonna, den heiligen Otto und anderes FriedenskircheHistorische AltstadtKern der historischen Altstadt ist der Marienplatz auf einer Anhöhe über der Stadt. Vor dem Oberen Tor steht die barocke Nepomuk-Kapelle aus dem Jahr 1734. Auf dem Marktplatz, dem Marienplatz, wurden in vergangenen Jahrhunderten Viehmärkte und Jahrmärkte abgehalten. Heute finden hier ein Bauernmarkt, der Palmmarkt, der Herbstmarkt und der Weihnachtsmarkt statt. In der Mitte des Marienplatzes befindet sich ein 38 Meter tiefer Ziehbrunnen, der bereits im Jahr 1435 erwähnt wurde. Der Sage nach wurde dieser Brunnen von Kriegsgefangenen gegraben. Im 17. Jahrhundert wurde der Brunnen zugeschüttet und erst im Jahr 1856 wieder geöffnet, doch bald darauf wieder zugemauert. In seiner jetzigen Form wurde er erst im Jahr 1936 wieder aufgebaut. TerrassengärtenIn den Terrassengärten wachsen seltene und besondere Pflanzen, darunter mehrere heimische Orchideen der Fränkischen Schweiz. Wirtschaft und InfrastrukturVerkehrVon 1904-1974 war Hollfeld Endbahnhof der Lokalbahn Bayreuth-Hollfeld. Eine geplante Zugverbindung zwischen Scheßlitz und Hollfeld wurde im Jahr 1906 nach umfangreichen Vorarbeiten wieder eingestellt, da beide Orte aus politischen Gründen das Projekt scheitern ließen. Der Grund waren aber nicht die hohen Baukosten (2 Millionen Mark), sondern dass beide Städte den lukrativen Status von Endstationen bevorzugten. Bildergalerie
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