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Horgau ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Augsburg. GeographieHorgau liegt im Naturpark Augsburg-Westliche Wälder, ca. 17 km westlich von Augsburg. Durch Horgau fließt die Roth, die bei Zusmarshausen in die Zusam mündet. OrtsteileHorgau, Horgauergreut, Auerbach, Bieselbach, Horgau Bahnhof, Lindgraben, Schäfstoß, Herpfenried GeschichteIm Gemeindebereich wurden ca. 5.000 Jahre alte Werkzeuge wie Stichel, Klingen und Pfeilspitzen gefunden, bei weiteren Ausgrabungen fand man ca. 3.000 Jahre alte Bronzegegenstände. Aus der Zeit der Kelten sind noch Grabhügel zu finden. König Otto I. soll in der Nacht vom 9. zum 10. August des Jahres 955 sein letztes Marschlager in der Horgauer Gegend aufgeschlagen haben, bevor er mit seinem Heer zur entscheidenden Schlacht gegen die Ungarn, der berühmten "Lechfeldschlacht", nach Augsburg weiter zog. Einige Überlieferungen lassen darauf schließen, dass es seit dem 8. Jahrhundert im Bereich Horgau Siedlungen gibt. Erste urkundliche Erwähnungen von Gütern in Horgau gibt es seit 1126. Am 26. Januar 1462 zerstörten Augsburger Soldaten die Orte Horgau und Horgauergreut. Der Grund: Horgauergreut gehörte damals dem Augsburger Bürger Hans Nördlinger. Der aber stand auf der Seite des Herzogs Ludwig von Bayern, gegen den die Augsburger gerade zu Felde zogen. So wurden Horgau und Horgauergreut ein Opfer der kämpferischen Augsburger. Im Sommer 1632, während des Dreißigjährigen Krieges, wurde der katholische Pfarrer Martin Maxilla bei einem Überfall von Schweden erschlagen. Traurige Berühmtheit erlangte Horgau durch den 17. Mai 1648. An diesem Tag kam es zuerst in Herpfenried und dann an einer Straße östlich von Horgau zu letzten Rückzugsgefechten des Dreißigjährigen Krieges. General Peter Melander Graf von Holzapfel, der mit den Kaiserlichen Truppen vor den Schweden und Franzosen floh, konnte Zusmarshausen noch in Richtung Augsburg verlassen. In Horgau wurde er gegen 12 Uhr tödlich verwundet. Er wurde nach Augsburg transportiert. 2.000 kaiserliche Soldaten fanden den Tod. Im Horgauer Hauptaltarbild ist ein Gemälde mit brennenden Gebäuden aus dieser Zeit zu sehen – wohl als Mahnung zum Frieden. Ende des 17., Anfang des 18. Jahrhunderts wurden im Horgauer Gemeindegebiet mehrere Barockkirchen und -kapellen errichtet, welche am 11. Oktober 1735 eingeweiht wurden. In den Jahren 1771/72 herrschte in Horgau eine fürchterliche Seuche, eine Art Lungenpest, die sehr viele Opfer forderte. Wie in vielen Dörfern im Bereich um Augsburg befand sich auch in Horgau gegen Ende des 2. Weltkriegs eine Außenstelle des KZ's Dachau, in der Häftlinge für die Reichsbahn und die Messerschmidtwerke arbeiteten. Die 1818 entstandene Gemeinde Horgau wurde 1978 im Zuge der Gebietsreform in Bayern aufgelöst und nach Zusmarshausen eingemeindet. Nach jahrelangem Widerstand der Bevölkerung wurde sie durch Urteil des Bayerischen Verfassungsgerichtshofes am 27. Oktober 1983 wieder eine selbständige Gemeinde. PolitikGemeinderatSitzverteilung im 14köpfigen Gemeinderat (Stand Kommunalwahl 2002):
BürgermeisterSeit 2002 ist Thomas Hafner (Bürgerverein) Bürgermeister von Horgau. Sein Vorgänger war Franz Fischer, dessen Vorgänger Dr. Walter Michale. WappenBeschreibung: Gespalten, vorne in Silber, auf grünem Boden zwei grüne Schilfrohrstengel mit schwarzem Kolben, hinten in Blau zwei silberne, mit silbernen Rosen besteckte Spitzen. Erläuterung: Das Wappen enthält Sinnbilder, die teils auf den Namen, teils auf die Geschichte des Ortes hinweisen. Der Name Horgau wird vom althochdeutschen Wort "horo², ²Horaw² gleich Morast, Sumpfboden, abgeleitet; als Sinnbild für diese Deutung fand der Rohrkolben im Gemeindewappen Aufnahme. Vom Ausgang des 15. Jahrhunderts war ein Zweig des Geschlechtes der Augsburger Patrizier von Rehlingen als Grundherrschaft mit Horgau und mit dem zur Gemeinde gehörigen Pfarrdorf Bieselbach verbunden und nannte sich nach seinen Besitzungen "von Horau und Radau". Ein Grabmal in der Horgauer Pfarrkirche und Malereien an dem kunstgeschichtlich wertvollen Bieselbacher Schnitzaltar halten die Erinnerung an dieses Geschlecht wach, das in Blau zwei rosenbsteckte silberne Spitzen in ihrem Stammwappen führte; diese silbernen Spitzen dokumentieren im Gemeindewappen die langjährigen engen Beziehungen der Gemeinde zum alten Ortsadel. GemeindepartnerschaftIm Jahre 1990 wurde eine Partnerschaft mit der Gemeinde Bundenthal eingegangen. Beide Gemeinden hatten durch die Gebietsreform des jeweiligen Landes ähnliches erlebt. Während des Kampfes um die Wiedererlangung der Selbständigkeit der Gemeinden entstanden viele Kontakte zwischen Bürgern und Vereinen. Sehenswürdigkeiten
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