
|
Horn-Bad Meinberg ist eine deutsche Stadt in Lippe im Nord-Osten von Nordrhein-Westfalen am Rande des Teutoburger Waldes, die insbesondere durch die Natursehenswürdigkeit Externsteine bekannt ist. Außerdem ist der Ortsteil Meinberg lippisches Staatsbad. GeografieDas von Süden nach Norden verlaufende Eggegebirge stößt bei Horn mit seinem nördlichen Ende auf das östliche Ende des von Westen nach Osten verlaufenden Teutoburger Waldes. Im Gemeindegebiet befinden sich die beiden höchsten Berge des Eggegebirges, "die" Lippische [Velmerstot] mit 441 m und "die" Preußische Velmerstot mit 468 m Höhe über dem Meeresspiegel und die höchste Erhebung des Teutoburger Waldes, der Barnacken mit 446 m Höhe. Die beiden Mittelgebirgszüge werden durch das romantische Felsental des Silberbachs getrennt. Hier treffen der den Teutoburger Wald längs durchquerende, 156 km lange Hermannsweg und der Eggeweg, ein 70 km langes Teilstück des Europäischen Fernwanderwegs E1 (von Schweden bis Italien), aufeinander. Zwischen den Ortsteilen Horn und Holzhausen (Externsteine) befindet sich das wohl bekannteste Naturdenkmal des Teutoburger Waldes, die Externsteine, in deren Nähe die Wiembecke entspringt. In Ortsteil Wehren entspringt die Werre, die als Flüsschen das Gebiet des Landkreises in Richtung Herford durchquert. Teile des Gemeindegebietes befinden sich im Naturpark Eggegebirge und südlicher Teutoburger Wald, und auch der von manchen angestrebte Nationalpark Senne-Egge würde das Gemeindegebiet berühren. Nachbargemeinden: Im Westen grenzt die Gemeinde Schlangen an, im Nordwesten Detmold, im Norden Blomberg. Im Osten liegt die Gemeinde Schieder-Schwalenberg und im Süden der Kreis Höxter mit der Gemeinde Steinheim. Südwestlich trifft noch der Kreis Paderborn mit den Gemeinden Altenbeken und Bad Lippspringe auf die Grenze zur Gemeinde Horn-Bad Meinberg. StadtgliederungHorn-Bad Meinberg besteht aus den folgenden Ortsteilen:
GeschichteDie Stadt Horn-Bad Meinberg existiert seit der Gebietsreform von 1970. Die zuvor eigenständige Stadt Horn wurde mit den Gemeinden Belle, Bellenberg, Billerbeck, Fromhausen, Heesten, Holzhausen-Externsteine, Leopoldstal, Bad Meinberg, Schmedissen, Vahlhausen, Veldrom, Wehren, Kempenfeldrom, Teilen der Gemeinde Oberschönhagen – als Ortsteil Fissenknick – und Teilen der Gemeinde Schönemark – als Ortsteil Wilberg – zusammengefasst. Die neu entstehende Stadt trug laut Gesetz zur Neugliederung des Kreises Detmold vom 2. Dezember 1969 den Namen Bad Meinberg-Horn. Dagegen rührte sich massiver Widerstand bei den Einwohnern der ehemaligen Stadt Horn, der dann am 10. September 1970 zur Umbenennung der Stadt in Horn-Bad Meinberg führte. Horn
Aus der ältesten bekannten urkundlichen Erwähnung von Horn als Stadt geht hervor, dass die Gründung der Stadt um 1248 erfolgt sein muss. Die alte Burg Horn wurde 1348 fertiggestellt. Die Burg wurde als Wehr- und Wohnbau der Edelherren und späteren Grafen zur Lippe genutzt. "Diesseits des Waldes" war die Burg Horn die einzige Residenz Bernhards V., allerdings besaß er "jenseits des Waldes" auch Lippstadt, Rheda und Holzminden, so dass er nicht nur in Horn residiert hat. Später wurde die Burg Horn von mehreren Witwen des Hauses Lippe als Alterssitz genutzt, zuletzt 1666-1673 von Gräfin Amalie zur Lippe. Kriegerische Auseinandersetzungen um die Stadt fanden insbesondere während der Soester Fehde (1444 – 1449) und während der Dreißigjährigen Krieges (1618 – 1648) statt. Im Jahr 1864 wurden große Teile der Innenstadt bei einem Brand zerstört; 60 Häuser wurden Opfer der Flammen. Das 1864 errichtete neue neugotische Rathaus ist ein Nachfolgebau für das bei dem großen Stadtbrand vernichtete Rathaus. Einen Bahnanschluss für die Stadt Horn gibt es seit 1895; der außerhalb des Stadtkerns in Richtung Bad Meinberg gebaute Bahnhof liegt an der Strecke Detmold – Altenbeken. Zwischen 1912 und 1952 konnte man sogar zusätzlich die Straßenbahn benutzen. In der Blütezeit führte sie von Horn in Richtung Westen nach Detmold und von dort weiter in die Detmolder Ortsteile Pivitsheide, Berlebeck und Heiligenkirchen. Nach Südwesten konnte man über Schlangen und Bad Lippspringe bis Paderborn fahren. Diese Strecke führte zeitweise sogar mitten zwischen den Externsteinen hindurch. Man kann dort an den Felsen noch die Spuren von der Oberleitungsbefestigung erkennen. In Richtung Nordosten führte die Straßenbahn über Bad Meinberg bis nach Blomberg. MoorlageDie Siedlung Moorlage liegt im Osten Horns. Sie entstand während des Zweiten Weltkrieges, als das Dorf Haustenbeck, das in der Senne lag, einem Truppenübungsplatz weichen musste. Ein Großteil der Dorfgemeinschaft zog nach Horn, wo die Firma Künnemeyer Arbeitskräfte suchte. Die Landwirte erhielten Höfe von der RUGES (Reichsumsiedlungsgesellschaft). Am 18. Februar 1938 kam der erste Vorschlag, eine geschlossene Siedlung aufzubauen. Etwa vierzig Familien siedelten nach Horn um. Das Projekt plante das Kreisbauamt Detmold. Vier Haustypen standen zur Verfügung. Die Bewohner durften bei dem Innen- und Sanitärraum mitbestimmen. Jedes Haus war mit einer Innentoilette und Badegelegenheit ausgestattet. Die Siedlung sollte aus vierzig Häusern bestehen, die nah beieinander gebaut werden sollten. Ein Grundstück war 1–3 Scheffelsaat (1 SS = 1717 m²) mit genügend Land für Ackerbau und Platz für eine kleine Viehhaltung. Ein Quadratmeter kostete zu der Zeit 0,40 Reichsmark. Der Erstellungspreis der Ein- und Zweifamilienhäuser mit Stallungen betrug zwischen 8000 RM und 15000 RM. 1938 wurden Vermessungen vorgenommen und die Siedlung Moorlage wurde als "kriegswichtig" eingestuft. Ende Januar 1939 wurde beschlossen, dass 31 Einfamilien- und 13 Zweifamilienhäuser gebaut werden. Das Datum der Umsiedlung war der 05. November 1939. Es entstand eine rechtwinklige Schachbrett-Siedlung, in der sich die Bürger durch Vieh und Acker versorgen konnten. Damit die Siedlung etwas lockerer aufgebaut aussieht, wurden die Giebel versetzt gebaut, die Hauptstraße war breiter und auf beiden Seiten mit Bäumen bepflanzt und Fußwege wurden ebenfalls angelegt. Die Moorlage sollte an das Horner Wasserrohrnetz angeschlossen werden, und die Stromversorgung erfolgte durch PESAG. Das Baugelände war das ehemalige Hudegelände. Als im Januar 1939 mit den Arbeiten begonnen wurde, verfasste sogar die Lippische Staatszeitung einen Artikel über das Siedlungsvorhaben. Doch der Winter behinderte die Bauarbeiten, und es mangelte an Materialien wie Eisen und Stahl. Ende August 1939 traf der erste Haustenbecker ein, Bürgermeister Wilhelm Mehrmann. Am 01. September 1939 platzten dann die Umzugsvorbereitungen wegen des Kriegsbeginns. 1989 waren noch 42 von 44 Siedlungshäusern im Besitz der Familien, die sie auch erbaut haben. Ende 1989 feierte die Moorlage ihr 50-jähriges Bestehen. Zu diesem Jubiläum wurde ein Gedenkstein aufgestellt mit der Aufschrift: "50 Jahre Moorlage / Zur Erinnerung an die Umsiedlung von Haustenbeck." Bad MeinbergDer Ort Meinberg wird erstmals 978 erwähnt. Unter der Bezeichnung „curia meginbergen” wird in diesem Jahr der erst 1960 abgerissene Meierhof aufgeführt. Als Heilbad findet Meinberg dann 1676 Erwähnung, als Andreas von Keil (genannt „Cunaeus”) den Meinberger Gesundbrunnen empfiehlt. 1762 erhielt Dr. med. Johann Erhard Trampel von Graf Simon August den Auftrag, die in Meinberg vorhandenen Quellen zu untersuchen und ein Gutachten zu erstellen. Dr. Trampel gilt als die treibende Kraft bei der Entwicklung des Bauerndorfs zum Heilbad. 1767 wird Meinberg durch eine Verfügung des Grafen offiziell zum "Curort" ernannt, in diesem Jahr wurden bereits 413 Kurgäste gezählt. Zur Unterbringung der Gäste mussten Hotels gebaut werden. Der historische Kurpark wurde 1770 angelegt. Im gleichen Jahr entstand das Logierhaus "Stern", damals Privatbesitz von Dr. Trampel, 1775 dann das Logierhause "Rose" auf der gegenüberliegenden Seite des barocken Kurgartens. Dr. Trampel starb im Jahr 1817 im Alter von 80 Jahren in Pyrmont Die Nachfolger von Dr. Trampel, Dr. Scherf (†1818) und anschließend Dr. Gellhaus schaffen die Grundlagen für die Schlammbadekur (heute: Moorkur), die sich in der Folgezeit als Erfolg erweisen. Trotzdem dauerte es bis 1900, bis man zum ersten Mal 1.000 Kurgäste in einer Saison zählte. Seit 1903 darf sich der Ort aufgrund fürstlicher Order Bad Meinberg nennen. Das eigentliche Bad gehörte aber immer noch nicht zum Gemeindebezirk, sondern stellte einen eigenen Domanialbezirk dar. Es wurde erst 1919 dem Gemeindebezirk Bad Meinberg angeschlossen. 1933 wurde Bad Meinberg Lippisches Staatsbad. Nach über 800-jähriger Geschichte endete 1947 die Selbstständigkeit Lippes, und es wurde Teil des neu gegründeten Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Als Folge der in Lippe bestehenden Verhältnisse wurde jedoch das Domanial- und Forstvermögen, zu dem auch die beiden Bäder Meinberg und Salzuflen gehörten, nicht an Nordrhein-Westfalen überführt. Zur Verwaltung dieses Vermögens wurde durch Gesetz vom 5. November 1948 der Landesverband Lippe gegründet, der seither Träger des Staatsbades ist. Infolge steigender Kurgastzahlen gab es in den 1950er Jahren eine rege Bautätigkeit, und der Vielländerpark, Silvatikum genannt, wurde angelegt. Dadurch vergrößerte sich die gesamte Kurparkfläche in Bad Meinberg auf über 40 Hektar. Einen zweiten Bauboom bescherten die 1970er und 1980er Jahre, in der drei große Kurkliniken am Rande des Silvatikums und das Thermalbewegungsbad entstanden. 1992 erreichten die Kurgastzahlen mit beinahe 38.000 den bislang höchsten Stand. Seither gingen durch die Strukturreform im Gesundheitswesen die Zahlen stark zurück, und Ende der 1990er Jahre schlossen nach und nach die drei Kurkliniken am Silvatikum. Seit Ende 2003 befindet sich dort Europas größtes Yoga-Seminarhaus. PolitikGemeinderatDer Rat der Stadt Horn-Bad Meinberg besteht aus 32 Stadtverordneten. In der Wahlperiode 2004 - 2009 setzt sich der Rat wie folgt zusammen:
(Stand: Kommunalwahl am 26. September 2004) WappenDie Wappenbeschreibung lautet: In Blau oben an einer fünfblättrigen roten Rose mit goldenen (gelben) Butzen aufgehängtes goldenes (gelbes) Horn, unten ein silberner (weißer) Brunnentempel mit rundbogiger Tür. StädtepartnerschaftenPartnerstädte von Horn-Bad Meinberg sind Villedieu-les-Poeles in der Normandie und Kudowa Zdrój (Bad Kudowa) in Polen. Kultur und SehenswürdigkeitenMuseenDas stadthistorische Museum befindet sich in der Burg Horn, einem der ältesten Wohnsitze der Edelherren zur Lippe. Das Museum ist in den Monaten Mai bis Oktober geöffnet. Im Ortsteil Kempenfeldrom befindet sich das privat betriebene Traktorenmuseum Kempen. Bauwerke im Stadtteil Horn
Wohnbauten. Noch immer wird die Altstadt von etlichen giebelständigen Fachwerk-Dielenhäusern geprägt. Der Steinbau blieb bis weit in das 19. Jahrhundert hinein auf wenige Ausnahmen beschränkt. Erwähnenswert:
Bauwerke im Stadtteil Bad Meinberg
ParksDer historische Kurpark wurde 1770 als barocke Anlage angelegt. Er geht auf eine 1767 erstellte Planskizze des Oberförsters Feige zurück. Sein Entstehen verdankt er der Förderung durch den Begründer des Kurbetriebs in Meinberg, Dr. Trampel, und durch den Landesherrn Graf Simon August (Lippe). Zu den den Park umgebenden Gebäude gehören das Bade- und Logierhaus Stern (erbaut 1770 – 1773) und das 1775 fertiggestellte Kurhaus Rose. Der ursprünglich streng geometrisch konzipierte Park erfuhr 1785 eine Umgestaltung nach englischem Vorbild. Der im Kurpark befindliche „Brunnentempel” (erbaut 1842) ist Wahrzeichen Bad Meinbergs und hat auch Eingang in das Stadtwappen von Horn-Bad Meinberg gefunden. Als Erweiterung des Kurparks wurde 1928 mit der Anlage des Berggartens begonnen. Der Gestaltungsplan des 3 ha großen Geländes stammt von dem Bielefelder Gartenarchitekten Pieper. Die Anlage umfasst einen südlichen, tiefer gelegenen geometrischen und einen nördlichen, höher gelegenen landschaftlichen Teil. Die Mittelachse des Parks war ursprünglich auf die als „Schlösschen” oder „Schloss” bezeichnete Villa des lippischen Grafen Leopold ausgerichtet. Anstelle der ursprünglich dort befindlichen Tennisplätze wurde 2000 ein „Garten der Sinne” angelegt. Als Seepark wird eine in den Jahren von 1953 bis 1955 angelegte, ca. 3 ha große Anlage mit einem ca. 1 ha großen See bezeichnet. Der See resultiert aus einer Aufstauung der Werre; seine 12 Meter hohe Fontäne ist weithin sichtbar. Mit ca. 40 ha ist das Silvatikum der größte der Parks in Horn-Bad Meinberg. In der Zeit von 1962 bis 1965 wurden in dieser von Forstdirektor Dr. Splettstößer als „Länderwaldpark” konzipierten Anlage 36000 Bäume und Sträucher angepflanzt, die Waldlandschaften aus 14 verschiedenen Weltregionen bilden. NaturdenkmälerIm Ortsteil Holzhausen befinden sich die Externsteine, eine Felsformation aus Sandstein, die zu den bedeutendsten Natur-Sehenswürdigkeiten Deutschlands gehört. Im Ortsteil Wehren entspringt die Werre, ein Nebenfluss der Weser. SportVereine, die im Fussball- und Leichtathletik-Verband Westfalen organisiert sind: TuS Horn-Bad Meinberg, Türkischer SV Horn, TSV Belle, TuS Holzhausen/Externsteine, TSV Leopoldstal Wirtschaft und InfrastrukturSchienen- und BusverkehrDer Bahnhof Horn-Bad Meinberg liegt an der Bahnstrecke Herford–Altenbeken (KBS 405), auf der im Schienenpersonennahverkehr
Durchgeführt wird der SPNV von der DB Regio NRW, die Elektro-Triebwagen der DB Baureihe 425, und von der NordWestBahn, die Talent-Diesel-Triebwagen jeweils mit Geschwindigkeiten bis zu 120 km/h einsetzen. Im Straßenpersonennahverkehr verbindet eine Stadtbuslinie die beiden Stadtteile Horn und Bad Meinberg miteinander. Für den gesamten öffentlichen Personennahverkehr gilt der Tarif des Verkehrsverbundes OstWestfalenLippe (Der Sechser) und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif. Straßen
Ansässige UnternehmenGrößter Arbeitgeber (mit ca. 750 Beschäftigten) in Horn-Bad Meinberg ist der zum portugiesischen Sonae Industria Konzern gehörende Holzwerkstoffhersteller GHP GmbH. Dieses Unternehmen ist aus der 2001 in Insolvenz gegangenen Hornitex Gruppe hervor gegangenen, die 1926 von den Brüdern Friedrich und Otto Künnemeyer als Sperrholzwerk Gebr. Künnemeyer gegründet und 1958 in Hornitex Werke Gebr. Künnmeyer umbenannt wurde. Nach dem Eintritt der beiden Gründer-Söhne Fritz und Otto Künnemeyer in die Geschäftsführung, entwickelte sich das Unternehmen bis 2001 zu einer der bedeutendsten europäischen Unternehmensgruppe auf dem Gebiet der Holzwerkstoffe und der dekorativen Kunststoffplatten (Holzfaserhartplatten, Spanplatten, dekorative Schichtpressstoffplatten, MDF, usw.). Viele Entwicklungen der Hornitex Werke, wie die direkt mit dekorativen Melaminharzfilmen beschichteten Hartfaserplatten, Spanplatten und MDF-Platten gaben der Möbelindustrie und dem Innenausbau entscheidende Impulse. Sie ermöglichten der Möbelindustrie wesentlich rationellere Fertigungsmethoden und erschlossen z.B. so der modernen Kunststoffküche bereits ab 1960 neue Käuferkreise. Hornitex nahm eine rasante Entwicklung. Zwei weitere Werke kamen in Nidda bei Frankfurt am Main (1970) und in Duisburg (1980) hinzu. Nach der Wende wurde ein Werk in Beeskow bei Frankfurt/Oder übernommen und mit erheblichen Investitionen auf den technisch modernsten Stand gebracht. Im Jahr 2000 beschäftigte die Hornitex-Gruppe nahezu 3000 Mitarbeiter, davon knapp 2000 im Werk Horn-Bad Meinberg. Hornitex lieferte in alle europäischen Länder, sowie in den Nahen und Fernen Osten. In Russland und Japan verfügte das Unternehmen in Anbetracht seiner Leistungsfähigkeit und seines hohen Qualitätsstandards über einen ebenso guten Ruf wie in Westeuropa. 2001 musste Hornitex Insolvenz anmelden und wurde seitdem von Dr. Werner Schreiber als Insolvenzverwalter weiter geführt. Die wesentlichen Produktionsbereiche blieben erhalten, so dass Hornitex für Investoren ein interessantes Objekt blieb. Mit Vertrag vom 22. Februar 2006 wurde die Hornitex Gruppe mit den Standorten Horn-Bad Meinberg, Duisburg und Beeskow an den portugiesischen Konzern Sonae Industria veräußert. Das Werk Nidda konnte bereits 2005 an einen anderen deutschen Spanplattenhersteller verkauft werden. Die Gruppenbezeichnung "Hornitex Werke" wurde 2006 vom Markt genommen. BildungSchulenEs gibt drei Grundschulen im Gemeindegebiet: Die größte ist die Grundschule Horn mit knapp 500 Kindern, dann gibt es noch die Grundschule Bad Meinberg mit ungefähr 400 Kindern, Grundschule Belle mit ungefähr 160 Kindern. Die weiterführenden Schulen befinden sich im Schulzentrum in Horn: die Hauptschule Horn-Bad Meinberg mit ungefähr 350 SchülerInnen, die Realschule Horn-Bad Meinberg und das Gymnasium Horn-Bad Meinberg. In Horn gibt es außerdem als Schule für Kinder mit besonderem Förderbedarf im Lernen die Turmschule (Sonderschule für Lernbehinderte) und als Schule für Geistigbehinderte die Schule am Teutoburger Wald. Während für die anderen Schulen die Stadt der Träger ist, ist die Schule am Teutoburger Wald eine Schule des Kreises Lippe. PersönlichkeitenSöhne und Töchter der Stadt
weitere Personen, die mit der Stadt in Verbindung stehen
Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
