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Hückeswagen ist eine Stadt im Norden des Oberbergischen Kreises im Regierungsbezirk Köln in Nordrhein-Westfalen (Deutschland), ca. 40 km von Köln entfernt. Nachbarstädte sind Radevormwald, Wipperfürth, Wermelskirchen und Remscheid. Am 30. November 2005 hatte Hückeswagen 16.663 Einwohner. 1.246 Einwohner sind ausländischer Herkunft. Die Anzahl der Frauen und Mädchen übersteigt mit 8.592 nach wie vor die der männlichen Einwohner (8.071). GeographieDurch Hückeswagen fließt die Wupper. Auf dem Stadtgebiet befinden sich zwei Talsperren, die Bevertalsperre und die Wuppertalsperre. Markant ist die enge Tallage der Stadt sowie der Schlossberg. Ortschaften und Ortsteile
Nachbargemeinden
GeschichteHückeswagen war Stammsitz der Grafen von Hückeswagen und wird im Jahr 1085 zum ersten Mal als fränkischer Salhof oder Sattelhof in Form einer "Bestätigung einer Schenkung der Erbgüter der Essener Äbtissin Svanhild u.a. durch Kaiser Heinrich IV." urkundlich erwähnt. (Urkundliche Erstnennungen oberbergische Orte v. Klaus Pampus). Zwischen 1220 und 1240 zogen die Hückeswagener Grafen nach Böhmen und erbauten dort unter anderem die Burgen Hukvaldy und Altischein. Am 6. Juli 1260 wird der Besitz an die Grafen zu Berg übergeben. Von 1490 bis 1508 wird die Nikolauskirche gebaut. Später wird nach einem Brand an gleicher Stelle die Pauluskirche errichtet. Die Stadtrechte nach der rheinischen Städteordnung wurden Hückeswagen am 4. April 1859 verliehen. Von 1861 bis 1920 bestand Hückeswagen aus einer Stadtgemeinde und der Landgemeinde Neuhückeswagen, erst am 1. März 1920 wurden die rechtlich selbstständigen Gemeinden vereinigt. Am 18. Oktober 1875 wird die noch junge Stadt an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Zur Zeit der Industrialisierung hatte Hückeswagen eine bedeutende Textilindustrie. Am 1. Februar 1900 kam es zur lang angestrebten Vereinigung der Reformierten und der Lutherischen Gemeinde zu einer Evangelischen Gemeinde. Dies ist der Grund, warum die Gemeinde zwei Stadtkirchen hat. Am 6. Februar 1923 wird der Bahnhof Hückeswagen als Folge des Ruhrkampfs mit einer Vorhut von 100 französischen Soldaten besetzt. Dem ging voraus, dass die Reichsbahn die Züge mit so genannter "Reparationskohle" (Kohle die Deutschland an die Siegermächte des Ersten Weltkriegs zahlen musste) von Westen nach Osten umgeleitet hatte. Die Grenzen der besetzten zur unbesetzten Zone verliefen teilweise durch das heutige Stadtgebiet von Hückeswagen. Die Posten standen auf dem Weg nach Pixberg, an der Fuhr, in der Reinsbach, in den Garagen der Firma Hueck/Dörpersteeg, am Tannenbaum und an der Eisenbahnbrücke am Schwarzen Weg. Mit einigen Unterbrechungen blieb Hückeswagen bis zum 24. Oktober 1924 in französischer Hand, danach zogen die Truppen wieder ab.[1] Die heute noch im Stadtbild vorhandenen Tuchmachervillen, vor allem in der Bachstraße, zeugen vom großen Wohlstand der Industriellenfamilien. Herkunft des NamensEine These über die Herkunft des Namens besagt, dass die frühere Form Hukensuuage oder Huckengeswage soviel wie die Ansiedlung eines Mannes Namens Hugobert oder Hugibald bedeutet. Der Heimatforscher Wilhelm Blankertz vertritt in seinen Veröffentlichungen eine andere Theorie. Demnach heißt die älteste Ortsbezeichnung Hukengesuuage, was soviel wie "Siedlung des Geschlechtes der Hunginger nahe dem Wasser" bedeutet. Auf jeden Fall wird die Siedlung erstmals im Jahre 1085 in einer Schenkungsurkunde der Fürstäbtissin Swanhildis von Essen erwähnt, welche an einen damaligen Edelherren für seine Hofschaft ausgestellt wurde. Um 1298 ist die Form Huckenshove belegt. Einwohnerentwicklung
PolitikDer Stadtrat setzt sich seit den Kommunalwahlen am 26. September 2004 wie folgt zusammen:
Die FAB spaltete sich im September 2000 von der UWG ab. Seit dem 1. Oktober 1997 wurde die Stadt vom parteilosen Bürgermeister Norbert Jörgens geführt. Bei der Kommunalwahl 2004 bewarben sich drei Kandidaten um das Amt des Bürgermeisters: Vera Schmidt (CDU): 1.487 Stimmen, 20,3 %, Uwe Ufer (parteilos): 3.307 Stimmen, 45,1 % und Dietmar Persian (parteilos): 2.563 Stimmen, 34,6 %. In der Stichwahl am 10. Oktober 2004 setzte sich der parteilose, aber von SPD, FDP, UWG und den Grünen unterstützte Uwe Ufer mit 55,7 % gegen den ebenfalls parteilosen Dietmar Persian (44,3 %) durch. Wappen und LogoDie ehemalige "Freiheit Hückeswagen" erhielt 1859 die Stadtrechte. Das Stadtwappen wurde am 22. August 1892 von Kaiser Wilhelm II. verliehen. Der Schild ist oben silber- und unten schwarzgrundig. Unter der dreizinnigen, roten Mauerkrone zeigt es oben den "wachsenden" roten bergischen Löwen. Das Weberschiffchen mit abhängendem silbernen Faden im unteren Feld des Wappens ist ein Hinweis auf die bereits im späten Mittelalter bedeutende Tuchindustrie der Stadt. Im Jahr 2005 hat Hückeswagen neben dem Stadtwappen ein neues Logo für Marketingzwecke bekommen, parallel dazu wird die Stadt durch eine neue Stadtmarketinggesellschaft nach außen dargestellt. PartnerstädteHückeswagen pflegt eine Städtepartnerschaft mit Etaples-sur-Mer in Frankreich (seit 29. Juli 1972) sowie freundschaftliche Beziehungen zu Königs Wusterhausen, hervorgegangen aus der Partnerschaft der Feuerwehren beider Städte, die während des Schleusenfestes der brandenburgischen Stadt 1995 begann. Wirtschaft und InfrastrukturInstitutionen und VereinigungenDie Interessen der Unternehmen werden unter anderem vom Einzelhandelsverband und vom Stadtmarketing Hückeswagen vertreten. Darüber hinaus nimmt Hückeswagen am so genannten Move-Projekt des Landes Nordrhein-Westfalen teil, das eine mittelstandfreundliche Verwaltung fördern soll. Unternehmen
GewerbeflächenIm Stadtgebiet von Hückeswagen werden ungefähr 60 ha Fläche gewerblich genutzt. Davon befinden sich die größten zusammenhängenden Gewerbe- und Industriegebiete im Innenstadtbereich zwischen der B 237 und der Wupper, in Kobeshofen, in Winterhagen/Industriestraße und im Bereich An der Schlossfabrik/Kleineichen. VerkehrsanbindungÖPNVDie Bahnstrecke (siehe auch Eisenbahnnetz im Oberbergischen Land) von Lennep durch Hückeswagen nach Marienheide über Wipperfürth wurde am 31. Dezember 1995 stillgelegt, der Bahnhof abgerissen und die Bahngleise teilweise abgetragen. Heute bestehen Busverbindungen nach Remscheid, Gummersbach, Radevormwald, Wermelskirchen und Remscheid-Lennep. Die Stadt ist dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg zugeordnet, befindet sich aber an der Schnittstelle zum Verkehrsverbund Rhein-Ruhr. AutoverkehrDie Bundesstraße 237 und die Bundesstraße 483 führen durch Hückeswagen. Zur Verbesserung der Verkehrsführung ist der Bau einer Stadtstraße geplant, deren Finanzierung aber noch nicht geklärt ist. Später soll noch eine Umgehungsstraße für weitere Entlastung sorgen. StandortleitsystemIm Jahr 2004 erhielt Hückeswagen ein so genanntes Standortleitsystem. Bestehend aus einem Terminal am Ortseingang, erleichtert es so Auswärtigen, sich in der Stadt zu orientieren. Vor allem auswärtige Lkw-Fahrer und Firmenkunden, die eines der Gewerbegebiete anfahren wollen, müssen nicht erst durch die Stadt irren. An jedem Industriegebiet sind zusätzliche Hinweisschilder angebracht, auf denen jedes ansässige Unternehmen aufgeführt ist. VereineDie wichtigsten Vereine der Stadt sind: Sport
Fördervereine
Musik, Geschichte und Kultur
Wander- und RadwegeWie im gesamten übrigen Bergischen Land stammen fast alle Wanderwege von dem Sauerländischen Gebirgsverein e.V. (SGV). Der Systematik des SGV folgend, werden hier alle gezeichneten Wanderwege aufgelistet: Überörtliche WanderwegeSGV Hauptwanderstrecken
Siehe auch: Wanderwege im Oberbergischen Land Sehenswürdigkeiten
PersönlichkeitenPersönlichkeiten, in der Stadt geboren(in alphabetischer Reihenfolge)
Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen
QuellenBergneustadt | Engelskirchen | Gummersbach | Hückeswagen | Lindlar | Marienheide | Morsbach | Nümbrecht | Radevormwald | Reichshof | Waldbröl | Wiehl | Wipperfürth Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
