Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen


Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Köln
Kreis: Düren
Koordinaten: 50° 43′ N, 6° 22′ O
Höhe: 170 – 566 m ü. NN
Fläche: 88,05 km²
Einwohner: 9054 (1. Nov. 2005)
Bevölkerungsdichte: 103 Einwohner je km²
Postleitzahl: 52393
Vorwahl: 02429
Kfz-Kennzeichen: DN
Gemeindeschlüssel: 05 3 58 016
Gemeindegliederung: 13 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
August-Scholl-Straße 5
52393 Hürtgenwald
Webpräsenz: www.huertgenwald.de
Bürgermeister: Axel Buch (CDU)

Hürtgenwald ist eine Gemeinde in Nordrhein-Westfalen, Deutschland und gehört zum Kreis Düren.

Geografie

Geografische Lage

Die Gemeinde liegt im Nationalpark Eifel in der Rureifel und im Naturpark Nordeifel. Der höchste Punkt im Gemeindegebiet liegt auf 566 m ü. NN, der niedrigste auf 170 m ü. NN.

Nachbargemeinden

im Kreis Düren

  • Düren
  • Kreuzau
  • Langerwehe
  • Nideggen

im Kreis Aachen

  • Simmerath
  • Stolberg

Gemeindegliederung

  • Gey
  • Horm
  • Straß
  • Schafberg
  • Großhau
  • Kleinhau
  • Bergstein
  • Brandenberg
  • Zerkall
  • Hürtgen
  • Vossenack
  • Simonskall
  • Raffelsbrand

Am 1. Dezember 2005 waren 9.054 Menschen in der Gemeinde gemeldet. Die Ortsteile Simonskall und Vossenack sind als Erholungsorte anerkannt.

Geschichte

Im Gemeindebereich fand 1944 die Allerseelenschlacht um Vossenack und Hürtgen statt, bei der etwa 50.000 Soldaten starben.

Gerneral James Gawin, der Kommandeur der 82. US-Fallschirmjägerdivision, urteilte nach dem Kampf:

„Es war die verlustreichste, unproduktivste und schlechtest geführte Schlacht, die unsere Armee geschlagen hat.”

Die Schlacht im Hürtgenwald tobte vom September 1944 bis zum Februar 1945.

Im Ortsteil Bergstein finden sich heute noch am Burgberg Reste eines mittelalterlichen Burghügels mit Aussichtsturm sowie ein Bunker des Westwalls.

Eingemeindungen

Aus dem im 19. Jahrhundert durch die Verschmelzung der Bürgermeistereien Straß und Bergstein entstandenen Amt Straß-Bergstein (Verwaltungssitz in Gey) ging am 1. Juli 1969 die Gemeinde Hürtgenwald hervor.

Das Amt Straß-Bergstein umfasste acht Gemeinden, nämlich Bergstein-Zerkall, Brandenberg, Gey, Großhau, Hürtgen, Kleinhau, Straß-Langenbroich-Horm und Untermaubach-Bilstein.

Ab 1969 bestand das Amt Straß-Bergstein aus den Gemeinden Hürtgenwald und Untermaubach-Bilstein.

Am 1. Januar 1972 erfolgte die letzte kommunale Neugliederung, wobei die Gemeinde Hürtgenwald die heute zu ihr gehörden Orte erhielt.

Politik

Gemeinderat

Die 28 Sitze des Gemeinderat verteilen sich wie folgt:

  • CDU 17 Sitze
  • SPD 7 Sitze
  • Grüne 2 Sitze
  • FDP 2 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 26. September 2004)

Wappen

Das Wappen ist ein dreigeteilter Schild: Auf grünem Grund ein goldgelber Göpel und je ein silberweißer Kiefernzapfen in den drei grünen Feldern.

Der Göpel teilt das Wappen auf, wodurch die Zusammensetzung von Hürtgenwald aus verschiedenen Ortschaften symbolisiert werden soll, die früher zu den Ämtern Straß, Bergstein und Simmerath gehörten. Die Zapfen verweisen auf die umliegenden Wälder, die das Landschaftsbild prägen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

  • Museum "Hürtgenwald 1944 und im Frieden"

Ehrenfriedhöfe im Hürtgenwald

Die beiden Ehrenfriedhöfe im "Hürtgenwald" sind der Ehrenfriedhof Vossenack in Vossenack ca. 500 Meter hinter dem Ortsende an der Simonskaller Straße und der Ehrenfriedhof Hürtgen in Hürtgen ca. 500 Meter hinter dem Ortsende unmittelbar an der Bundesstraße 399, jeweils aus Richtung Düren gesehen.

Bauwerke

  • Burgberg in Bergstein mit dem Krawutschketurm

Wirtschaft und Infrastruktur

Maubacher Bleiberg

Von 1948 bis 1968 wurde neben dem Ort Horm im Maubacher Bleiberg Erzabbau betrieben. Später befand sich hier die Mülldeponie für den Kreis Düren.

Verkehr

Die Bundesstraße B399 durchzieht die Gemeinde von Nordosten nach Südwesten zwischen den Ortschaften Gey und Raffelsbrand, die L 11 von Südosten nach Nordwesten zwischen den Gemeindeteilen Kleinhau und Zerkall.

Bildung

  • 3 Grundschulen
  • 1 Hauptschule
  • 1 Realschule
  • 1 Gymnasium (privat)

Literatur

  • Alexander Kuffner: Zeitreiseführer Eifel 1933-45. Helios, Aachen 2007, ISBN 978-3-938208-42-7.
  • Hans-Josef Hansen: Auf den Spuren des Westwalls. Helios Verlags- und Buchvertriebsgesellschaft Aachen, ISBN 3-925087-76-1
  • Manfred Groß, Horst Rohde, Rudi Rolf: Der Westwall - Vom Denkmalwert des Unerfreulichen. Rheinland-Verlag GmbH Köln, 1997, ISBN 3792716682
  • Adolf Hohenstein und Wolfgang Trees: Hölle im Hürtgenwald. Triangel-Verlag, ISBN 3-922974-01-5
  • Matthias Thömmes: Tod am Eifelhimmel. Helios Verlags- und Buchvertriebsgesellschaft Aachen, ISBN 3-933608-04-X
  • Peter Többicke: Militärgeschichtlicher Reiseführer Hürtgenwald. Taschenbuch Verlag E. S. Mittler & Sohn GmbH Hamburg, ISBN 3-813207-35-8
  • Wolfgang Trees: Schlachtfeld zwischen Maas und Rhein. Triangel Verlag Aachen, ISBN 3-922974-05-8



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Informationsportal über Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen - 25.5.2012