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Illerkirchberg ist eine Gemeinde im östlichen Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg. GeografieGeografische LageIllerkirchberg liegt im Tal der Iller, etwa 8 km südlich von Ulm. NachbargemeindenDie Gemeinde grenzt im Westen und Norden an Ulm, im Osten an die bayrische Stadt Senden, im Süden an Illerrieden und Staig. GliederungIllerkirchberg besteht aus Oberkirchberg und Unterkirchberg sowie den kleineren Ortsteilen Mussingen, Buch, Beutelreusch und Oberweiler. GeschichteDie heutige Gemeinde Illerkirchberg entstand im Zuge der baden-württembergischen Gebietreform am 1. April 1972 durch den freiwilligen Zusammenschluss der damals selbstständigen Gemeinden Oberkirchberg und Unterkirchberg. OberkirchbergOberkirchberg wurde erstmals 1087 als Stammsitz der Grafen von Kirchberg erwähnt. Auf dem Bergsporn, der heute noch das Schloß trägt, stand wohl schon im Mittelalter eine Burg. Die Grafen von Kirchberg verarmten in 15. Jh. und starben 1519 aus. 1498 gelangte das Gebiet zu Bayern, wurde jedoch bereits 1507 an die Fugger verkauft. Die Grafen Fugger - Kirchberg haben heute noch ihren Sitz auf dem Schloss. Dieses Schloß wurde 1782 von Bagnato erbaut. Von 1805 bis 1810 gehörte die Grafschaft Kirchberg erneut zu Bayern, um dann zu Württemberg zu kommen. UnterkirchbergUnterkirchberg wurde ebenfalls 1087 erstmals erwähnt und gehörte, genau wie Oberkirchberg, zur Grafschaft Kirchberg. Allerdings befand sich auf dem Gebiet des Dorfes bereits in der Antike ein Kastell, das offenbar in der Zeit des Kaisers Claudius (um das Jahr 50 n. Chr.) errichtet worden war. Früher wurde es mit dem Namen Viana oder evtl. auch Phaeniana in VErbindung gebracht, was aber nach neueren Erkenntnissen nicht korrekt sein dürfte. Das Unterkirchberger Kastell reit sich in eine Kette weiterer Kastelle ein, die unmittelbar südlich der Donau in den Jahren 41-54 n. Chr. errichtet wurden und zur Sicherung der röm. Provinz Rätien diente ("ältere Donaulinie des Rätischen Limes bzw. Donaulimes"). Die Kastelle waren durch Straßen miteinander verbunden (Donausüdstraße bzw. Donautalstraße) und wurden nicht von Legionären, sondern von Hilfstruppen (Auxiliartruppen) bezogen. Das Kastell war eines der größten der Donau-Linie und dürfte, den Funden nach zu urteilen, von eine Reitereinheit besetzt gewesen sein. Später wurden die Kastelle weiter nach Norden verlagert (Alblimes ab ca. 74 bzw. 85 n. Chr.). Das Kastellgelände wurde danach noch für einige Jahrzehnte zivil genutzt. Aus der Alemannenzeit bzw. dem frühen Mittelalter stammen Reihengräber, die auf dem Gelände der Grundschule gefunden wurden. Auf dem Geländesporn, auf dem heute die Kirche steht, waren noch bis in die 60er Jahre Burggräben und Wälle erkennbar von einer mittelalterlichen Burg. Heute ist nur noch der Wall und der Graben der Hauptburg auf dem vorgelagerten Kreuzberg erhalten. Bis Ende 18. Jh. wurde dieser Teil des Bergs noch "Untere Burg" genannt. Diese Burg ist im 11./12. Jh. wohl aufgegeben worden, und seitdem wurde die Burg/ das Schloß in Oberkirchberg von den Grafen von Kirchberg bewohnt. Die ersten Benediktiner, die das Kloster Wiblingen gründeten, wohnten die ersten Monate, bis zur Fertigstellung der Klostergebäude, noch in dieser Burg. In den folgenden Jahrhunderten, bis zur Säkularisation konnte das Kloster Wiblingen bedeutenden Einfluss in Unterkirchberg gewinnen. Das prächtige Pfarrhaus zeugt heute noch von dieser Periode. ReligionenBereits seit 1194 ist eine Kirche (St. Martin) in Unterkirchberg, das damals auch die geistliche Versorgung für Oberkirchberg leistete, nachgewiesen. Illerkirchberg ist bis heute eine katholisch geprägte Gemeinde. PolitikIllerkirchberg ist der Sitz des Gemeindeverwaltungsverbands Kirchberg-Weihungstal, dem neben Illerkirchberg die Gemeinden Hüttisheim, Schnürpflingen und Staig angehören. GemeinderatBei der Kommunalwahl am 13. Juni 2004 ergab sich folgende Sitzverteilung:
WappenIn gespaltenem Schild vorne in Gold (Gelb) eine rot gekleidete und rot gekrönte Mohrin, in der Linken eine rote Mitra haltend, hinten in schwarz ein doppelarmiges goldenes (gelbes) Kreuz (Patriarchenhochkreuz). Die Flaggenfarben sind Rot-Gelb (Rot-Gold). PartnerschaftenSeit dem Jahr 1988 besteht eine Städtepartnerschaft mit Brives-Charensac im Departement Haute-Loire in der Auvergne, Frankreich. Brives-Charensac hat etwa 5.000 Einwohner. Wirtschaft und InfrastrukturIllerkirchberg gehört den Zweckverbänden Wasserversorgung Steinberggruppe und Klärwerk Steinhäule an. BildungIn Illerkirchberg gibt es drei Kindergärten, einer in Oberkirchberg, zwei in Unterkirchberg, auch eine Grundschule befindet sich am Ort. Weiterführende Schulen sind in der Nachbargemeinde Staig (Hauptschule) bzw. in Ulm (Realschule, Gymnasium). Kultur und SehenswürdigkeitenIllerkirchberg liegt an der Oberschwäbischen Barockstraße. PersönlichkeitenSöhne und Töchter der Stadt
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