Ilsenburg in Sachsen-Anhalt


Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Wernigerode
Verwaltungsge-
meinschaft:
Ilsenburg (Harz)
Koordinaten: 51° 52′ N, 10° 41′ O
Höhe: 267 m ü. NN
Fläche: 42,47 km²
Einwohner: 6334
Bevölkerungsdichte: 149 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 38865–38871
Vorwahl: 039452
Kfz-Kennzeichen: WR
Gemeindeschlüssel: 15 3 69 016
Stadtgliederung: 4 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Harzburger Straße 24
38871 Ilsenburg (Harz)
Webpräsenz: www.stadt-ilsenburg.de
Bürgermeister: Wilfried Obermüller (SPD)

Ilsenburg ist eine Kleinstadt am Nordharz, zugehörig zum Landkreis Wernigerode in Sachsen-Anhalt. Die Stadt ist der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Ilsenburg (Harz), der die Stadt angehört.

Geografie

Ilsenburg liegt zwischen Wernigerode und Bad Harzburg am Ausgang des Ilsetals an der Bundesstraße 6 und der Eisenbahnlinie von Halle (Saale) nach Vienenburg. Die Stadt ist von drei Seiten von bewaldeten Bergen umgeben, die über 550 m hoch sind.

Von Ilsenburg ist der Brocken über einen der schönsten Aufstiege zu erreichen. Der Weg wurde zu Ehren von Heinrich Heine Heinrich-Heine-Weg benannt.

Ilsenburg liegt am Nationalpark Harz und ist offizielle Nationalpark-Gemeinde.

Der Harzer Grenzweg am "Grünen Band" verläuft von Ilsenburg in Nord-Süd Richtung über ca. 75 km bis nach Walkenried. Dieser Weg verläuft entlang der ehem. innerdeutschen Grenze, teilweise sind Grenzanlagen und entsprechende Grenz-Wegeverläufe noch zu erkennen. Da dieses Gebiet ca. 40 Jahre gesperrt war, hat sich hier eine einmalige Tier- und Pflanzenwelt erhalten.

Geschichte

995 hielt sich auf einer Burg, die sich in der Nähe des heutigen Ilsenburg befand und im 9. Jahrhundert zum Schutz eines kaiserlichen Jagdreviers im Harz gebaut wurde, Kaiser Otto III. auf. 1003 übergab sie sein Nachfolger Heinrich III. dem Bischof von Halberstadt zur Gründung eines Benediktinerklosters. Dieses war seit 1009 bekannt. Auf dem Ilsenstein wurde danach eine neue Reichsburg erbaut, die jedoch 1107 völlig zerstört wurde.

Das in der Umgebung des 1525 während des Bauernkriegs verwüsteten Klosters entstandene Dorf entwickelte sich Anfang des 16. Jahrhunderts zum Flecken in der Grafschaft Wernigerode. 1545 wurde eine Eisenhütte mit zwei Hochöfen errichtet, die 1697 von Zar Peter I. besichtigt wurde. Ilsenburg entwickelte sich zu einer wohlhabenden Gemeinde, die am Ende des Dreißigjährigen Krieges zur Residenzstadt der Grafen zu Stolberg-Wernigerode wurde. Diese verlegten ihren Hofhaltungssitz erst 1710 wieder zurück nach Wernigerode.

Ilsenburg wurde besonders durch die Produktion von Ofenplatten und Kunstguss über die Grenzen des Harzes bekannt.

1893 besuchten Ilsenburg schon 2.400 Urlauber, und ein Jahr später erreichte die Eisenbahn die Gemeinde. Das Hüttenwerk hingegen wurde 1911 vorübergehend stillgelegt. 1947 folgte die Anerkennung als Luftkurort, und 1959 schließlich wurde Ilsenburg zur Stadt erklärt.

In Ilsenburg wurde 1948 die Evangelische Forschungsakademie gegründet.


Sehenswürdigkeiten

  • Kloster und Schloss Ilsenburg
  • Ilsetal mit Prinzess Ilse
  • Ilsestein

Persönlichkeiten

  • Christoph Lamberg (1626-1680), gräflich-stolbergischer Hofprediger und Kirchenrat, starb in Ilsenburg
  • Eduard Schott (1808-1895)
  • Adolf Ledebur (1837-1906)
  • Hermann Lietz (1868-1919), Reformpädagoge und Gründer der deutschen Landerziehungsheime für Jungen

Söhne und Töchter der Stadt

  • Robert Riefenstahl (1823-1903), Landschaftsmaler
  • Walter Schott (1861-1938)



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Informationsportal über Ilsenburg in Sachsen-Anhalt - 25.5.2012