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Immenstadt im Allgäu (amtlich: Immenstadt i.Allgäu) ist eine Stadt im schwäbischen Landkreis Oberallgäu. Nicht zu verwechseln ist „Immenstadt im Allgäu” mit der ähnlich klingenden Gemeinde „Immenstaad am Bodensee” in etwa 90 km Entfernung. GeographieLageDer Große Alpsee mit seinen 2,4 km² Wasserfläche mit anliegendem Naturschutzgebiet stellt für die umliegende Bevölkerung wie auch für Touristen ein gern genutztes Naherholungsziel dar. Immenstadt liegt im Allgäu im südwestlichen Bayern zwischen Kempten im Norden und Sonthofen im Süd-Südosten. Die Stadt, deren Ortskern auf 728 m Höhe liegt, breitet sich am Ostufer des Alpsees aus und wird von der Konstanzer Aach durchflossen. Südlich der Stadt ragen die Berge Mittagberg (1.451 m ü. NN) und Immenstädter Horn (1.490 m) auf. NachbargemeindenIm Uhrzeigersinn sind (unvollständig) die Nachbargemeinden im Norden beginnend:
Stadtgliederung
GeschichteUm 1332 erwarben die Grafen von Montfort die Burg Rothenfels und erhoben den erstmals im Jahre 1275 urkundlich als Ymmendorff erwähnten Ort 1360 zur Stadt. Mit der Stadterhebung war gleichzeitig die Verleihung des Marktrechtes verbunden. Immenstadt erlangte durch Salzstapel und Leinwandhandel wirtschaftlichen Wohlstand. Gelegen an der großen Salzstraße von Hall in Tirol an den Bodensee, war Immenstadt Zoll-, Stapel- und Umschlagplatz des „Weißen Goldes”. Von 1804 bis 1806 gehörte die Stadt zu Österreich, bis sie schließlich am 10. März 1806 bayerisch wurde. Immenstadt ist die älteste Stadt im Landkreis Oberallgäu. PolitikGemeinderatStand Kommunalwahl 2002
Bürgermeister
StädtepartnerschaftenImmenstadt unterhält Partnerschaften zu den Städten Lillebonne in Frankreich (seit 1960) und Wellington in Großbritannien (seit 1985). SehenswürdigkeitenStadtrundgang
BauwerkeDie beiden katholischen Kirchen St. Josef (ein ehemaliges Kapuzinerkloster, aufgelöst 1984, wobei die Nebengebäude abgerissen worden sind, nur die Kirche an sich blieb erhalten) und St. Nikolaus weisen eine interessante baugeschichtliche Entwicklung auf. Besonders der Umbau der Stadtpfarrkirche im Jahre 1904 in neubarockem Stil, der die Kirche zum größten Sakralbau des oberen Allgäus gemacht hat, ist durch Baukunst und Malerei bemerkenswert. Die im Jahre 2004 eingeweihte neue Orgel, erbaut von Siegfried Schmid, Knottenried, vollendet das Bemühen der Bürger um ein würdiges Gotteshaus. Zwei weitere bedeutende Kirchen befinden sich im Stadtteil Bühl am Alpsee. Die Kirche St. Stephan wurde 1666/67 errichtet. Sie besitzt mit der Salvator- oder Heilig-Grab-Kirche eine kleine Unterkirche. Die Maria-Loreto-Wallfahrtskapelle wurde 1666 auf den Grundmauern der alten St.-Stephan-Kirche errichtet. Sie ist der „Casa Santa”, dem angeblichen Geburtshaus Marias in Nazaret, nachempfunden. Bis zu 30.000 Gläubige sollen Ende des 17. Jahrhunderts jährlich hierher gepilgert sein. Das Rathaus auf der Südseite des Marienplatzes wurde 1640 erbaut. Hier fanden von 1753 bis 1820 die bedeutenden Immenstädter Leinwandschauen statt, zu denen Kaiser Karl V. 1536 die Erlaubnis erteilt hatte. Der Spitzgiebel mit dem runden Glockentürmchen erhielt das Rathaus nach einem Brand im Jahre 1912, nachdem das Gebäude 1846 – 1866 im neogotischen Stil umgebaut worden ist. Die Mariensäule, welche den Mittelpunkt des Platzes darstellt, wurde 1773 errichtet wurde und erhebt sich über ein achteckiges Brunnenbecken aus dem Jahr 1988. Die vier bronzenen Figuren rund um den Brunnen (Hirtenjunge, Zimmermann, Weberin und Strumpfformerin) symbolisieren typische Alt-Immenstädter Gewerbe. Historischer Stadtkern mit Skulpturen und Brunnenanlagen, Stadtschloss mit Rittersaal (spätgotisch, 1550 wohl als Amtshaus durch Graf Hugo von Montfort erbaut (Jahreszahl über Türsturz im Eingangsbereich) und 1620 vollendet), Rathaus (1640 wahrscheinlich als herrschaftliches Haus erbaut, von der Stadt 1753 erworben und als Rathaus in neugotischem Stil umgebaut), Museum Hofmühle, Ruine Laubenberg, Loretokapelle in Bühl a. Alpsee, sehenswerte Dorfkirchen im Umland, Allgäuer Bergbauernmuseum und Bergkäserei Diepolz, Sennalpen (Hochried, Oberberg und Mittelberg); Rundfahrt mit der „Lädine” auf dem Großen Alpsee. Museen
Regelmäßige VeranstaltungenAuf dem Viehmarktplatz findet jährlich am dritten Samstag im September der Viehscheid statt. Es werden ca. 1.000 Rinder nach der Sömmerung von den Alpen ins Tal hinunter abgetrieben (Alpabtrieb) und an ihre Besitzer zurückgegeben. Ansonsten ist der Viehmarktplatz der größte Platz der Stadt Immenstadt für Freiluftveranstaltungen und Märkte. Der „Immenstädter Sommer” ist eine jährlich stattfindende Veranstaltungsreihe. Konzerte, Kabarett und Open-Air-Kino locken jedes Jahr viele Einheimische und Touristen in die Altstadt. Bekannte Künstler präsentieren sich auf mehreren Bühnen im Kern der Stadt. Wirtschaft und InfrastrukturVerkehrStraßenverkehrImmenstadt ist über die Bundesstraßen 19 und 308 erreichbar. Erstere deckt die Nord-Süd-Richtung zur A 7 ab, letztere verbindet das Oberallgäu mit dem Bodensee (Lindau) und Oberbayern (Berchtesgaden). SchienenverkehrDer örtliche Bahnhof ist Verkehrsknotenpunkt an den Bahnsrecken KBS 970 und KBS 975 für das gesamte Allgäu mit Anbindung Richtung Lindau, Oberstdorf, Ulm, Augsburg, München und Nürnberg. Folgende DB-Linien verkehren in Immenstadt:
Außerdem verkehrt alle zwei Stunden noch eine Privatbahnlinie von Oberstdorf nach München (Allgäu-Express) der Länderbahn und SBB GmbH, diese Züge werden mit modernisierten Reichsbahnwagen bespannt. Bis Anfang der 1990er Jahre war Immenstadt auch noch Haltepunkt für die EuroCity-Züge München-Zürich. Eine Besonderheit in Immenstadt ist, dass alle Züge nach Oberstdorf hier die Fahrtrichtung wechseln müssen, so dass die Züge öfters lange in Immenstadt stehen, bis die Fahrt fortgesetzt werden kann. Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2006 wird die Linie Lindau-Immenstadt-München nach Augsburg geführt, nur noch zwei Regionalzüge bedienen die Linie Lindau-Immenstadt-München, ansonsten muss in Buchloe neuerdings in Richtung München umgestiegen werden. Dafür verkehren die RE Lindau-Augsburg teilweise als „Allgäu-Franken-Expreß” weiter in Richtung Nürnberg. Damit gibt es von Immenstadt nun bis zu vier Direktverbindungen nach Nürnberg, diese Leistungen werden mit der Baureihe 612 gefahren. Öffentliche EinrichtungenVor Ort ist eine gutsortierte Stadtbibliothek. Ebenso ist das Kreiskrankenhaus in Immenstadt auf Grund seiner zentralen Lage eingerichtet worden. Zusätzlich gibt es viele Filialen von Staatsbehörden, wie Finanz-, Forst- und Vermessungsamt. Zur Erholung bietet die Stadt ein Hallenbad und ein am Kleinen Alpsee liegendes, beheiztes Freibad an, welches konventielle Schwimmbecken mit einem Badesee verbindet. Eine städtische Musikschule in der renovierten Villa Edelweiß (erbaut von Jean Keller) mit regelmäßigen Konzerten ist für den musischen Bereich zuständig. BildungNeben Kindergärten und Grundschulen besitzt Immenstadt das komplette Spektrum an weiterführenden Schulen, sowie eine Berufsschule und eine Berufsaufbauschule. PersönlichkeitenSöhne und Töchter der Stadt
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