
|
Isernhagen ist eine Gemeinde in der Region Hannover (Niedersachsen), die sich aus sieben Ortsteilen, darunter vier althergebrachte Bauernschaften, zusammensetzt. Die Gemeinde liegt etwa 15 km nordöstlich der Stadt Hannover in Richtung der nächsten größeren Städte Celle und Burgdorf. Isernhagen ist nach dem durchschnittlichen Einkommen ihrer Bürger die wohlhabendste Gemeinde Niedersachsens. GeografieIsernhagen grenzt an Burgwedel, Burgdorf, Lehrte, Hannover, Langenhagen und Wedemark (im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden). Isernhagen liegt am Südrand der Lüneburger Heide. Vier als Bauernschaften bezeichnete Ortsteile gelten als vornehme Wohnvororte von Hannover. Es gibt noch zahlreiche gut erhaltene Fachwerkhäuser, darunter den Typ des hier weit verbreiteten Niedersachsenhauses. GemeindegliederungIsernhagen besteht aus den Ortschaften:
NameDer Name Isernhagen leitet sich ab von „Isern”, was für „Eisen” steht und dem Wort „Hagen”, was für „Hecken” steht, die die Felder der Bauern begrenzten. In der hier verlaufenden Wietzeniederung kam Raseneisenstein vor, der im Mittelalter vor Ort verhüttet und später auch als Baustoff verwendet wurde. WappenJeder Ortsteil hat ein eigenes Wappen, das hier beschriebene ist jedoch das gemeinsame Wappen der Gemeinde Isernhagen:
Das Wappen wurde durch Walter Pietschmann entworfen und am 9. Januar 1978 vom damaligen Landkreis Hannover genehmigt. GeschichteMittelalterIsernhagen wurde urkundlich erstmals 1334 im Bürgerbuch der Stadt Hannover genannt durch die erste Eintragung eines Isernhagener Bürgers. Aufgrund dieser urkundlichen Feststellung beging die Gemeinde 1984 ihr 650-jähriges Jubiläum. Im September 1997 konnte der Ortsteil Altwarmbüchen das 800-jährige Jubiläum seines Bestehens feiern. Die ursprünglich vier Altdörfer des heutigen Isernhagens:
wurden im 13. Jahrhundert in der Form eines klassischen langgestreckten Hagenhufendorfes angelegt. Ihre Bezeichnung als Bauernschaft ist charakteristischen Ackerbürgerstädten entnommen. Deren Bewohner besaßen Gärten, Äcker und Allmende, was von den geburen (Bauern) bewirtschaftet wurde. In niederdeutschen Städten hieß diese Wirtschaftsform Burschap (Bauernschaft). NeuzeitDas heute zur Gemeinde gehörende Altwarmbüchen geht auf ein bereits im 12. Jahrhundert urkundlich erwähntes „Warmbüchen” zurück. Der heutige Ortsteil Kirchhorst wird aufgrund seines Ortsnamens noch älter eingeschätzt. Die heutigen Ortsteile von Isernhagen hatten alle von jeher Anteile am Altwarmbüchener Moor, einem etwa 15 km großen Hochmoor südöstlich von Altwarmbüchen. Die Bewohner stachen neben ihrer Landwirtschaft im Nebenerwerb eifrig Torf und verkauften ihn als Brennmaterial auf Märkten im nahen Hannover. Im Zuge der Verwaltungs- und Gebietsreform wurde am 1. März 1974 durch den Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Altwarmbüchen, Kirchhorst und Neuwarmbüchen sowie der vier Isernhagen-Alt-Dörfer die neue Gemeinde Warmbüchen gebildet. Diese erhielt wenig später den endgültigen Namen Isernhagen. Seit dem 1. November 2001 gehört Isernhagen zur Region Hannover, nachdem der ehemalige Landkreis Hannover und die ehemals kreisfreie Stadt Hannover zur Region Hannover verschmolzen. Vor München und Schwäbisch Hall hat Isernhagen seine EDV zu großen Teilen auf Linux umgestellt und ist somit Vorreiter auf diesem Gebiet in Deutschland (siehe hierzu auch Linux in staatlichen Einrichtungen) Kultur und SehenswürdigkeitenKirchen
Museen
Wirtschaft und VerkehrIn den Ortsteilen Altwarmbüchen, Kirchhorst und Hohenhorster Bauernschaft befinden sich jeweils ausgiebige Einkaufsmöglichkeiten. Die auf der „Grünen Wiese” vor den Toren Hannovers entstandenen Supermärkte in Altwarmbüchen stellen seit ihrem Entstehen in den 1970er Jahren eine erhebliche Konkurrenz für die Kaufhäuser der Großstadt dar. Isernhagen liegt im Schnittpunkt gleich dreier Autobahnen, was wohl einen Rekord für eine vergleichsweise kleine Gemeinde darstellt:
Alle drei Autobahnen bilden miteinander die auf Gemeindegebiet liegenden Autobahnkreuze:
Des Weiteren befindet sich in Langenhagen ca. 10 km entfernt der Flughafen Hannover. Der Bahnhof befindet sich im Ortsteil Hohenhorster Bauernschaft und wird von der Metronom Eisenbahngesellschaft bedient. Seit dem 11. Juni 2006 verkehrt ferner die Stadtbahn Hannover bis zum Ortsteil Altwarmbüchen. StädtepartnerschaftenIsernhagen pflegt Partnerschaften mit Peacehaven in Südengland, das genau auf dem Nullmeridian liegt, Epinay-sous-Sénart in Frankreich und Suchy Las in Polen. Freizeit
NaturschutzIsernhagen grenzt mit den Ortsteilen Altwarmbüchen und Kirchhorst an das etwa 15 km große Altwarmbüchener Moor an. Es verfügte über bis zu 2 m starke Torfschichten und diente den Bauern der anliegenden Dörfer zum Torfstechen. Diesen nutzten sie als Heizmaterial oder verkauften ihn auf Märkten in Hannover. Laut einer Urkunde von 1797 hatten auch Isernhagen sowie seine heutigen Ortsteile Rechte auf den Torfabbau im Moor. Dadurch wurde das Moor stark entwässert, was die Moorvegetation schädigte. Ein Teil der Flächen ist unter Naturschutz gestellt, während der größere Teil Landschaftsschutzgebiet ist. Sport
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs richtete die britische Militärregierung 1946 den Sportverein „Hohenhorster Anfänger” ein, der ab 1947 den Namen des heutigen „TSV Isernhagen von 1947 e.V.” trägt. Anfangs wurde nur Fußball gespielt, im Laufe der Jahre kamen weitere Sparten wie Turnen, Tennis und Segeln dazu. Seit einigen Jahren gibt es eine Kooperation mit dem Isernhagener Volkslauf. Das Sportgelände des Vereins mit Tennisplätzen und Vereinsgaststätte befindet sich im Ortsteil „Hohenhorster Bauerschaft” (HB).
Der im Jahre 1954 gegründete Sportverein ist auf dem Gelände nahe des Altwarmbüchener Sees beheimatet, hat jedoch auch "Zugriff" auf die Sporthallen "Bernhard-Rehkopf-Straße", "Helleweg", sowie auf die Leichtathletikanlage im Helleweg. Sparten sind u.a. Fussball, Tennis, Leichtathletik, Turnen, Tanzen, Tischtennis... Regelmäßige Veranstaltungen
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Gemeinde
Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
