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Die Stadt Isny im Allgäu ist ein heilklimatischer Luftkurort im württembergischen Allgäu in Baden-Württemberg. Die ehemalige freie Reichsstadt liegt an der Hauptroute der Oberschwäbischen Barockstraße. GeografieIm Osten der Gemeinde liegt die Adelegg, ein sehr waldreicher Mittelgebirgszug, der als ein Nordausläufer der Allgäuer Alpen weit in das Alpenvorland reicht und mit dem „Schwarzen Grat” (1.118 m) die höchste Erhebung Württembergs aufweist. GeschichteAuf einem Moränenhügel beim Weiler Burkwang unweit der Argen befand sich in spätrömischer Zeit das Kastell Vemania. Archäologen gehen davon aus, dass es unter Kaiser Probus angelegt worden war, um die Römerstraße zwischen Bregenz und Kempten zu sichern. Germanen haben es offenbar mehrfach überfallen, ehe die 200 Reiter starke Truppe um das Jahr 401 nach Italien abgezogen wurde. Das heutige Isny wurde um das Jahr 1043 vom Grafen von Altshausen gegründet. 1096 wurde die Kirche den Mönchen von Hirsau zur Gründung des Klosters St. Georg übergeben. Um das Jahr 1235 – Isny hatte bereits das Marktrecht – erhielt der Ort das Stadtrecht. 1284 fielen Stadt und Kloster einem Brand zum Opfer. 1365 erkauften sich die Isnyer die Rechte einer Freien Reichsstadt von ihrem Vogtherren, dem Truchsessen von Waldburg. 1401 brannte es erneut in Isny. 1507 erhielt die Stadt das Münzrecht. Isny war eines der Zentren der Reformation im Allgäu und wurde 1529 protestantisch. Hier arbeitete der Prediger und Reformator Paul Fagius, der hier dem jüdischen Dichter und Grammatiker Elijah Levita einige beachtliche Druckwerke in Auftrag gab. Die Stadt gehörte zu den Vertretern der protestantischen Minderheit (Protestation) am Reichstag zu Speyer. Ihre Bürgerschaft forderte die ungehinderte Ausbreitung des evangelischen Glaubens. Im Jahr 1631 zerstörte ein Großbrand um die 380 Gebäude, auch die beiden Kirchen und das Kloster. Wie viele andere Städte auch litt Isny unter den Wirren des Dreißigjährigen Krieges. 1802 wurde die Reichsstadt mediatisiert und kam zunächst an die Reichsgrafen von Quadt, 1806 kam Isny zum Königreich Württemberg. Die Bevölkerung favorisierte eine Eingliederung zu Österreich oder alternativ nach Bayern. Durch die Angliederung an das Königreich Württemberg und das damit verbundene Abschneiden der traditionellen Wirtschaftsbeziehungen wurde die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt über viele Jahre hinweg gehemmt. 1874 wird die erste Bahnlinie nach Leutkirch eingeweiht. PolitikDem Gemeinderat gehören 29 Mitglieder aus den Fraktionen der CDU (13), FWV (7) und einer Fraktionsgemeinschaft der SPD (9). Vorsitzender des Gemeinderates ist Bürgermeister Manfred Behrning. Seine ehrenamtlichen Stellvertreter sind Dieter Hechelmann (1.) und Sibylle Lenz (2.). PartnerstädteIsny unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:
Wirtschaft und InfrastrukturAnsässige UnternehmenDie nach Beschäftigungszahlen am Standort Isny größten Betriebe sind:
VerkehrDie Stadt ist mit einigen Buslinien u.a. mit Leutkirch, Wangen im Allgäu und Kempten im Allgäu verbunden und gehört dem Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbund (bodo) an. Früher bestanden Eisenbahnverbindungen mit diesen Städten, von denen die Verbindung nach Kempten Isny-Bähnle, einstmals die höchststeigende Normalspurbahn in Deutschland, als letzte 1983 stillgelegt wurde. Isny ist im Straßenverkehr nach Westen über die B12 mit Wangen im Allgäu verbunden. Es besteht hier sowie auch nach Norden bei Leutkirch ein Anschluss an die A96 Nach Osten hin besteht nach dem Ausbau der B12 eine Verbindung nach Kempten an die Autobahnen A980 und A7. BildungDie Stadt Isny ist Träger einer Grundschule in der Kernstadt sowie von Grundschulen in Beuren, Neutrauchburg und Rohrdorf. Außerdem gibt es eine Hauptschule mit Werkrealschule, eine Realschule (gegründet 1998) und ein Gymnasium. Die Eduard-Schlegel-Schule als staatliche Förderschule und eine private Schule für Erziehungshilfe im Evangelischen Kinder- und Jugenddorf Siloah runden das allgemeinbildende Schulangebot ab. Eine Außenstelle der Wirtschaftsschule Wangen in Trägerschaft des Landkreises Ravensburg ist baulich im Gymnasium Isny integriert. Mit der privaten Naturwissenschaftlich-Technischen Akademie Prof. Dr. Grübler (nta) ist in Isny auch ein Berufskolleg und eine Fachhochschule für die Fachrichtungen Physik, Chemie, Informatik und Medizin ansässig. Diese kam 1950 als „Chemieschule Prof. Dr. Grübler” nach Isny. Kultur und SehenswürdigkeitenSammlungen und Museen
Bauwerke
Regelmäßige Veranstaltungen
PersönlichkeitenSöhne und Töchter der Stadt
Sonstige Persönlichkeiten
Literatur
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