Ittlingen in Baden-Württemberg


Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Heilbronn
Koordinaten: 49° 11′ N, 8° 56′ O
Höhe: 181 m ü. NN
Fläche: 14,11 km²
Einwohner: 2397
Bevölkerungsdichte: 170 Einwohner je km²
Postleitzahl: 74930 (alt: 6921)
Vorwahl: 07266
Kfz-Kennzeichen: HN
Gemeindeschlüssel: 08 1 25 047
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 101
74930 Ittlingen
Webpräsenz: keine
Bürgermeister: Achim Heck
Lage der Gemeinde Ittlingen im Landkreis Heilbronn

Ittlingen ist eine ländliche Gemeinde im Westen des Landkreises Heilbronn in Baden-Württemberg.

Geografie

Geografische Lage

Ittlingen liegt im oberen Tal der Elsenz. Nähere Großstädte sind die Ballungszentren Heilbronn, Heidelberg, Mannheim und Karlsruhe (50-km-Zone).

Nachbargemeinden

Nachbarstädte und -gemeinden sind (im Uhrzeigersinn, beginnend im Westen): Sinsheim (Rhein-Neckar-Kreis), Kirchardt und Eppingen. Kirchardt und Eppingen gehören zum Landkreis Heilbronn. Mit Eppingen und der Gemeinde Gemmingen ist Ittlingen eine Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft eingegangen.

Geschichte

Vor der Kreisreform in Baden-Württemberg im Jahre 1973 gehörte Ittlingen dem Landkreis Sinsheim an. Im Jahr 1987 begann ein umfangreiches Sanierungsprogramm für die Ortsmitte, mit dem insbesondere der Bereich um die Kirche und das Bürgerhaus aufgewertet wurde. Das Sanierungsprogramm wurde im Juli 2006 offiziell abgeschlossen.

Religionen

In Ittlingen gibt es eine evangelische, eine katholische, eine freikirchliche und eine neuapostolische Kirchengemeinde. Der Großteil der Ittlinger Bevölkerung ist evangelisch.

Eine jüdische Gemeinde ist in Ittlingen bereits seit dem 17. Jahrhundert nachgewiesen, da die Herren von Gemmingen und die Grecken von Kochendorf nach dem Dreißigjährigen Krieg Juden im Ort ansiedelten. Eine Synagoge bestand spätestens seit 1686 und wurde 1805 durch einen Synagogenneubau in der Mühlgasse ersetzt. Um 1850 hatte die jüdische Gemeinde mit knapp 180 Personen ihren höchsten Mitgliederstand, der jedoch in den Folgejahren durch Landflucht und Auswanderung stark rückläufig sein sollte. 1925 zählte die jüdische Gemeinde noch rund 50 Personen. Die Synagoge in der Mühlgasse wurde 1938 im Zuge der Reichspogromnacht verwüstet und anschließend abgebrochen. Das Gelände wird seitdem als Garten benutzt. Seit 1988 erinnert eine Gedenktafel an die einstige Synagoge.

Politik

Gemeinderat

  • FWG 61,5% (-13,8) - 7 Sitze (-2)
  • Frauenliste 38,5% (+13,8) - 5 Sitze (+2)

Sehenswürdigkeiten

  • Schloss Ittlingen mit Gebäudeteilen aus dem 16. Jahrhundert
  • Evangelische Kirche um 1740, renoviert 1988
  • Rathaus
  • Bürgerhaus
  • Kriegerdenkmal für Gefallene 1914–18
  • Jüdischer Friedhof (angelegt 1887) in der Bergstraße
  • In der Ortsmitte hat sich eine große Zahl historischer Gebäude erhalten, darunter zahlreiche Fachwerkbauten aus dem 18. Jahrhundert, aber auch historische Wirtschaftsgebäude aus dem 19. Jahrhundert mit teils denkmalgeschützten Laubengängen

Wirtschaft und Infrastruktur

Ittlingen ist eine ländlich geprägte Wohngemeinde mit einigen mittelständischen und handwerklichen Gewerbebetrieben. Im Osten der Gemeinde wird in einem großen Steinbruch Muschelkalk abgebaut, der hauptsächlich für Baustoffgemische verwendet wird.[1]

Verkehr

Etwa 4 km von Ittlingen entfernt befindet sich die Autobahnanschlussstelle Sinsheim-Steinsfurt der Bundesautobahn 6.

Der Bahnhof Ittlingen liegt an der 1900 eröffneten, im Stundentakt bedienten Bahnstrecke Steinsfurt–Eppingen. Bis Ende 2009 wird sie in das Netz der S-Bahn RheinNeckar integriert werden.

Medien

Über das Geschehen in Ittlingen berichtet die Tageszeitung Kraichgau Stimme, eine Nebenausgabe der Heilbronner Stimme.

Quellen




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Informationsportal über Ittlingen in Baden-Württemberg - 25.5.2012