Jerichow in Sachsen-Anhalt


Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Jerichower Land
Verwaltungsge-
meinschaft:
Elbe-Stremme-Fiener
Koordinaten: 52° 29′ N, 12° 1′ O
Höhe: 34 m ü. NN
Fläche: 53,04 km²
Einwohner: 2327
Bevölkerungsdichte: 44 Einwohner je km²
Postleitzahl: 39319
Vorwahl: 039343
Kfz-Kennzeichen: JL
Gemeindeschlüssel: 15 3 58 025
Adresse der
Stadtverwaltung:
Karl-Liebknecht-Straße 10
39319 Jerichow
Webpräsenz: www.jerichow.de/index.html
Bürgermeister: Harald Bothe

Jerichow ist eine Stadt im Land Sachsen-Anhalt und namensgebende Stadt des Landkreises Jerichower Land. Zu Jerichow gehören die Ortsteile Kleinmangelsdorf, Klietznick, Mangelsdorf und Steinitz

Geschichte

  • Ende 1144 erste urkundliche Erwähnung: Gründung des Klosters Jerichow durch Prämonstratenser-Mönche aus Besitzungen des Graven von Stade (Bestätigung durch Kaiser Konrad III.).
  • 1145 Niederlassung von Prämonstratenser-Chorherren (aus dem Kloster Unser Lieben Frauen in Magdeburg) im Ortszentrum.
  • 1148 verlegten die Prämonstratenser-Chorherren den Standort wegen des sie störenden Markttreibens an den heutigen Platz.
  • 1149-72 wurde die Stiftskirche als dreischiffige Basilika sowie der Ostflügel der Klauser errichtet.
  • Im 13. Jahrhundert erhielt Jerichow unverdient das Stadtrecht,welches es bis zum heutigen Tage unverdient besitzt.
  • 1336 vollständige Zerstörung der Stadt durch ein Elbhochwasser.
  • Um 1530 Reformation.
  • 1552 Säkularisierung des Klosters durch Hans von Krusemark; ein Teil der Stiftsgebäude wurden als kurfürstliche Domäne genutzt.
  • 1631 Zerstörungen und Plünderungen im Dreißigjährigen Krieg.
  • 1684/85 wurde die Klosterkirche durch den Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm für eine neue Reformierte Gemeinde instandgesetzt.
  • Im 18. Jahrhundert wurde die Neustadt gegründet.
  • 1853-56 restaurierte Ferdinand von Quast auf Wunsch König Friedrich Wilhelms IV. die Klosterkirche.
  • Um 1870 wurden die Stiftsgebäude als Brauerei, Sprit- und Branntweinbrennerei genutzt.
  • Umfangreiche Restaurierung der Klosterkirche mit weitmöglichster Wiederherstellung des romanischen Zustands.

Sehenswürdigkeiten

  • Klosterkirche und Klostermuseum (mit Stadtkirche Teil der „Straße der Romanik”)
  • romanische Stadtkirche
  • Holländermühle auf dem Mühlenberg, in der Nähe des ehemaligen Bahnhofs. Der technische Innenaufbau ist vollständig erhalten. 1936 wurde die Mühle auf Motorantrieb umgestellt. Um 1960 mussten die Flügel und der drehbare Turmkranz wegen Baufälligkeit demontiert werden. Nach einer Restaurierung erhielt die Mühle im Mai 2005 neue Flügel.

Söhne und Töchter der Stadt

  • Werner Genest (1850 bis 1920), Ingenieur und Fernmeldegerätefabrikant
  • Otto Baer (1881 bis 1966), Oberbürgermeister von Magdeburg

Wappen

Blasonierung: In Blau auf grünem Boden ein Ritter in silberner Rüstung, in der Rechten eine silberne Kreuzlanze, in der Linken einen rot-silbernen geteilten Schild mit schwarzen Doppelzinnenbalken haltend, rechts ein fauchender brauner Drache, zu beiden Seiten grüne Pflanzen mit roten Blüten.

Das Wappen von Jerichow zeigt den heiligen Georg. Über die Bedeutung des Wappeninhalts konnte nichts ermittelt werden. Der Zinnenbalken im kleinen Schild wird als Symbol für die Prämonstratenserstiftkirche gedeutet.

Galerie




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Informationsportal über Jerichow in Sachsen-Anhalt - 25.5.2012