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Jöhstadt ist eine Kleinstadt im Sächsischen Landkreis Annaberg in Deutschland. Geografische LageJöhstadt liegt im oberen Erzgebirge unmittelbar an der Grenze zur Tschechischen Republik. Im Gemeindegebiet bestehen zwei Grenzübergänge für Fußgänger, von denen der eine von der Stadt ins Tal des Schwarzwassers nach Cerny Potok (Pleil) führt. Der zweite Wanderübergang liegt im Tal der Preßnitz und führt vom Ortsteil Schmalzgrube nach Krystofovy Hamry (Christophhammer). StadtgliederungOrtsteile
GeschichteJöhstadt wurde 1513 auf der Flur des schon 1686 erwähnten Waldhufendorfes Goswinsdorf gegründet. 1555 wurde der Ort als Bergstädtchen und 1591 als Flecken bezeichnet. 1518 erhielt der Ort die Bergfreiheit. Jöhstadt erhielt 1655 das Stadtrecht. WappenIm ältesten, von Jöhstadt bekannten Ortssiegel von 1553, sind die Tanne und die Köhlergerätschaften (Schürhaken, Harke) abgebildet. Ein blaugegürteter Engel in silbernem Gewand hält die beiden blauen Wappenschilder. Goldfarben sind Eisen, Schlägel und die Köhlergerätschaften gehalten. Die Zahl 1655 gibt die Verleihung des Stadtrechtes wieder. StädtepartnerschaftenJöhstadt ist verschwistert mit Velden (Pegnitz) in Mittelfranken. Kultur und SehenswürdigkeitenMuseenAuf der 8 Kilometer langen Strecke von Jöhstadt nach Steinbach verkehrt auf einem Teilstück der ehemaligen Schmalspurbahn zwischen Wolkenstein und Jöhstadt seit 1993 eine Museumsbahn, die Preßnitztalbahn. In Schlössel befindet sich die Ausstellungs- und Fahrzeughalle der Preßnitztalbahn. In dieser Multifunktionshalle werden im Zeitraum zwischen Mai und Oktober regelmäßig Ausstellungen gezeigt. Eine Dauerausstellung mit interessanten Exponaten ist der Preßnitztalbahn gewidmet, weitere thematische Veranstaltungen (auch ohne Bezug zur Museumsbahn) finden hier statt. BauwerkeIm Ortsteil Schmalzgrube ist mit dem alten Schmelzofen ein Zeugnis des Silberbergbaus erhalten geblieben. Sehenswert ist der außergewöhnliche Altar und die historische Orgel in der St. Salvatorkirche in Jöhstadt. BesucherbergwerkZwischen den Ortsteilen Steinbach und Schmalzgrube befindet sich am westlichen Berghang des Preßnitztales das Besucherbergwerk „Andreas-Gegentrum-Stolln”. Der Name besagt, dass sich der Eingang des Stollns gegenüber (gegen trum) des "Andreas-Stolln" befindet. Am Besucherbergwerk hat die Preßnitztalbahn einen Haltepunkt eingerichtet. Wirtschaft und InfrastrukturIn Jöhstadt befindet sich einer der größten Windenergieparks in Sachsen. Die Stadt lebt von klein- und mittelständischer Industrie (Holzverarbeitung, Gerätebau) und vom Tourismus. Die Stadt liegt an der Staatsstraße 265. Bis 1986 war die Stadt Endbahnhof der schmalspurigen Preßnitztalbahn, auf der bis dato noch regelmäßig mit Dampflokomotiven gefahren wurde. Seit 2000 gibt es eine Museumseisenbahn via Schmalzgrube nach Steinbach, die an Wochenenden ebenfalls mit Dampflokomotiven gefahren wird und maßgeblich zur touristischen Bedeutung der Gegend beiträgt. Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
