Jüchen in Nordrhein-Westfalen


Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Düsseldorf
Kreis: Neuss
Koordinaten: 51° 6′ N, 6° 30′ O
Höhe: 81 m ü. NN
Fläche: 71,84 km²
Einwohner: 22.356 (31. Dez. 2004)
Bevölkerungsdichte: 311 Einwohner je km²
Postleitzahl: 41363
Vorwahlen: 02164, 02165, 02166, 02181, 02182,
Kfz-Kennzeichen: NE
Gemeindeschlüssel: 05 1 62 012
Gemeindegliederung: 30 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Rathaus 5
41363 Jüchen
Webpräsenz: www.juechen.de
Bürgermeister: Margarete Kranz (CDU)

Jüchen ist eine Gemeinde im Rhein-Kreis Neuss in Nordrhein-Westfalen. Die Gemeinde liegt zwischen dem nordwestlich gelegenen Mönchengladbach und dem südöstlich gelegenen Grevenbroich. Der Tagebau Garzweiler liegt in unmittelbarer Nähe, südlich von Jüchen. Die alten Ortsteile Otzenrath, Spenrath und Holz müssen dem Tagebau weichen und umgesiedelt werden.

Geografie

Ausdehnung des Gemeindegebiets

Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 10,8 km und die Ost-West-Ausdehnung 9,4 km.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Aldenhoven, Bedburdyck, Damm, Dürselen, Gierath, Gubberath, Hackhausen, Herberath, Hochneukirch, Holz (alt), Hoppers, Kamphausen, Kelzenberg, Mürmeln, Neuenhoven, Neugarzweiler, Otzenrath(alt), Otzenrath (neu), Spenrath (neu), Holz (neu), Rath, Schaan, Schlich, Stessen, Ossendorf, Stolzenberg, Waat, Wallrath und Wey.

Hochneukirch hieß bis zum Anschluss an das Kaiserliche Eisenbahnnetz im Jahr 1873 Neukirchen.

Einwohner

(zum 31. September)

  • 1983 - 20.926

(jeweils zum 31. Dezember)

  • 1998 - 22.662
  • 1999 - 22.636
  • 2000 - 22.710
  • 2001 - 22.569
  • 2002 - 22.476
  • 2003 - 22.517
  • 2004 - 22.642
  • 2005 - 22.793

Geschichte

Erste Ansiedlungen gehen auf die vorgeschichtliche Zeit (Bandkeramiker) zurück. Der Ortsname leitet sich vermutlich von der römischen Villa Jucunda ab, die sich am Westrand des heutigen Jüchen befand. Aus der Zeit des 6. und 7. Jahrhunderts wurden fränkische Gräber gefunden. Im Jahre 866 wurde die Abtei Prüm Grundherr des Gebietes. 1274 erwarb Kurköln den Bereich um Jüchen. Jüchen kam an das kurkölnische Amt Kaster. 1794 wurde das Gebiet von französischen Truppen besetzt. Es entstand die Mairie Jüchen, die zum Kanton Odenkirchen im Arrondissement Krefeld im Département de la Roer. 1815 kam Jüchen an das Königreich Preußen. Ein Jahr später entstand die Bürgermeisterei Jüchen, die an den Kreis Grevenbroich kam und 1929 an den Kreis Grevenbroich-Neuß. 1975 wurde Jüchen ein Teil des Rhein-Kreis Neuss.

Eingemeindungen

In den 1930er Jahren kam es zu einigen lokalen Neugliederungen, die auch den Raum Jüchen betraf: 1937 wurde das Amt Elsen aufgelöst. Die Gemeinde Elsen wurde in die Stadt Grevenbroich eingemeindet und die Gemeinde Elfgen blieb eine selbständige Gemeinde im Amt Jüchen. Kurz hierauf wurde die Gemeinde Kelzenberg aufgelöst und in die Gemeinde Jüchen eingegliedert. 1964 wurde die Gemeinde Elsen aufgrund der Braunkohlenplanungen aufgelöst und der Ort fand in der Stadt Grevenbroich seinen Umsiedlungsstandort. 1975 wurde die neue Gemeinde Jüchen aus den Gemeinden Jüchen, Hochneukirch, Garzweiler und Bedburdyck gebildet.

Politik

Gemeinderat

  • Gesamtzahl der Sitze: 38
  • CDU: 20 Sitze
  • SPD: 8 Sitze
  • Grüne: 3 Sitze
  • FDP: 4 Sitze
  • FWG: 3 Sitze

Parteien

Bürgermeisterin

  • Margarete Kranz [CDU]

Städtepartnerschaften

  • Leers [3]/ Frankreich
  • Rebesgrün [4]/Sachsen

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

  • Schloss Dyck (bei Aldenhoven, früherer Stammsitz der Fürsten Salm-Reifferscheidt-Dyck)
  • Nikolauskloster bei Damm
  • Dycker Weinhaus in Damm
  • Katholische Kirche in Bedburdyck
  • Katholische Kirche in Jüchen
  • Evangelische Kirche in Jüchen
  • Haus Katz in Jüchen
  • Windmühle in Hochneukirch
  • Becherhof in Aldenhoven
  • Wasserturm in Holz

Tagebau

  • Der Braunkohletagebau Garzweiler II ist von Aussichtspunkten einzusehen.

Persönlichkeiten

  • Hermann Hersch (* 1821 in Jüchen, † 27. Juli 1870 in Berlin) war ein deutscher Dichter und Dramatiker.
  • Peter Bamm, eigentlich Curt Emmrich, (* 20. Oktober 1897 in Hochneukirch (heute Ortsteil von Jüchen), † 30. März 1975 in Zollikon, Schweiz) war ein deutscher Schriftsteller.
  • Willibert Kremer (* 15. Oktober 1939 in Hochneukirch) ist ein deutscher Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler.
  • Annette Schavan (* 10. Juni 1955 in Jüchen) seit 2005 Bundesministerin für Bildung und Forschung
  • Sylvia Kollek (* 30. Januar 1970 in Klosterbrück (Oberschlesien)), aufgewachsen in Aldenhoven. Jurymitlgied der Fernsehshow "Deutschland sucht den Superstar" und Marketing Director bei der EMI.



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Informationsportal über Jüchen in Nordrhein-Westfalen - 25.5.2012