Karlsbad in Baden-Württemberg


Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Karlsruhe
Koordinaten: 48° 55′ N, 8° 30′ O
Höhe: 264 m ü. NN
Fläche: 38,01 km²
Einwohner: 16.135
Bevölkerungsdichte: 424 Einwohner je km²
Postleitzahl: 76307
Vorwahlen: 07202, 07248
Kfz-Kennzeichen: KA
Gemeindeschlüssel: 08 2 15 096
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hirtenstraße 19
76307 Karlsbad
Webpräsenz: www.karlsbad.de
Bürgermeister: Rudi Knodel

Karlsbad ist eine Gemeinde im südlichen Landkreis Karlsruhe in Baden-Württemberg, am Nordrand des Schwarzwalds gelegen.

Geografie

Karlsbad liegt auf dem Alb-Pfinz-Plateau. Die nächstgelegenen größeren Städte sind Karlsruhe, Ettlingen und Pforzheim.

Geschichte

Gegründet wurde Karlsbad im Zuge der Gemeindereform 1971 aus den ehemals selbständigen Gemeinden Auerbach, Ittersbach, Langensteinbach, Mutschelbach und Spielberg.

Ortsteile

Auerbach

1278 wurde Auerbach erstmals urkundlich erwähnt. Es befand sich anfangs im Besitz der Herren von Remchingen, dann im Besitz des Klosters Herrenalb. Später gehörte es dem Herzog von Württemberg. Im Jahre 1603 gelangte der Ort durch einen Tausch in den Besitz des Markgrafen Ernst Friedrich von Baden-Durlach und gehörte von da an zu Baden.

Ittersbach

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1232 unter dem Namen Utilspur. Dieser Name wandelte sich im Laufe der Zeit zum heutigen Ortsnamen Ittersbach. Auf der Gemarkung Ittersbach liegt die Wüstung Wolmersbur, die im 15. Jahrhundert abgegangen ist.

Langensteinbach

Die Geschichte Langensteinbachs kann bis ins Jahr 1197 zurückverfolgt werden. Im 18. Jahrhundert war es als Fürstenbad berühmt. So errichtete Markgraf Karl Wilhelm von Baden 1719 unterhalb der Barbarakapelle ein Badegebäude. Heute befindet sich gegenüber die Bibelkonferenzstätte Langensteinbacherhöhe.

Mutschelbach

Die Geschichte von Mutschelbach lässt sich bis in das Jahr 1278 zurückverfolgen. Im Jahre 1936 wurde die Gemeinde Mutschelbach aus den drei Waldenserdörfern Ober-, Mittel- und Untermutschelbach gegründet.

Spielberg

Die älteste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1281. Spielberg war bis 1603 württembergisch, es kam durch Tausch zu Baden.

Politik

Gemeinderat

Die Gemeinderatswahl am 13. Juni 2004 brachte folgendes Ergebnis:

  • CDU 32,7% (+3,1) • 10 Sitze (+2)
  • FWG 30,4% (+0,8) • 9 Sitze (+1)
  • SPD 22,9% (-5,9) • 6 Sitze (-1)
  • GRÜNE 14,1% (+2,1) • 4 Sitze (+1)

Wappen

Blasonierung: In Blau vorn bis zur Schildmitte am rechten Schildrand beginnend drei unten, nach hinten gebogene und in einem Punkt des linken Schildrandes auslaufende silberne (weiße) Pfähle, in der Schildmitte eine Schale in verwechselten Farben.

Wappenbedeutung: Das Gemeindewappen zeigt in der Mitte eine Trinkschale, die an das ehemalige Fürstenbad in Langensteinbach erinnern soll. Die nach unten auslaufenden Pfähle symbolisieren die fünf Ortsteile.

Partnerschaften

Karlsbad unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu:

  • Schernberg, Kyffhäuserkreis in Thüringen,
  • Heldrungen, Kyffhäuserkreis in Thüringen,
  • Hüttau im Salzburger Land in Österreich und
  • Seferihisar in der Türkei.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Karlsbad ist durch die Bundesautobahn A 8 (Perl - Bad Reichenhall) an das überregionale Straßennetz angebunden. Außerdem besteht eine Verbindung mit der Karlsruher Stadtbahn.

Ortsansässige Unternehmen

Mit der Nero AG ist ein Softwareunternehmen in Karlsbad ansässig, das durch die gleichnamige Brennersoftware bekanntgeworden ist. Der Autoradio- und Navigationssysteme-Hersteller Harman/Becker Automotive Systems ist ebenfalls am Ort ansässig, genauso wie das Unternehmen Paradigma, das im Bereich der Energie- und Umwelttechnik tätig ist.

Bildung

Karlsbad verfügt mit dem Schulzentrum Am Schelmenbusch in Langensteinbach über ein Gymnasium, eine Realschule und eine Hauptschule. Jeder Ortsteil besitzt darüber hinaus noch eine Grundschule.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

  • Sehenswert ist das ehemalige Rathaus des Ortsteils Spielberg.
  • Außerdem die klassizistische Kirche in Langensteinbach, erbaut 1826-28 nach Entwurf von Friedrich Weinbrenner. Da Weinbrenner 1826 verstarb, oblag die Ausführung seinem talentierten Schüler August Schwarz. Von Weinbrenner entworfen zählt sie von selbst zu den schönsten Kirchen der Stilepoche des Klassizismus in Baden. Kraftvoll tritt der Kirchturm auf der Vorderseite aus dem Langhaus empor. Auch die Detailsprache unterstützt den monumentalen Ausdruck (z.B. die unbotmäßigen Pfeiler im Erdgeschoss der Turmfassade).

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

  • 1944, Werner Hahn, deutscher Maler.
  • Jens Nowotny bis 1985 SV Spielberg



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Informationsportal über Karlsbad in Baden-Württemberg - 25.5.2012