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Kellinghusen ist eine Stadt im Kreis Steinburg in Schleswig-Holstein. GeografieDie Stadt liegt nordöstlich von Itzehoe an der B 206. Der nächste Bahnhof ist in Wrist, Itzehoe oder in Bad Bramstedt. Kellinghusen hat über die Ausfahrt Bad Bramstedt Anschluss mit der A 7 und über die Ausfahrten Itzehoe Nord, West und Süd Anschluss mit der A 23. Durch Kellinghusen fließt die Stör, deren Wasserstand bis etwas oberhalb von Kellinghusen durch Ebbe und Flut beeinflusst wird. Ein bis zwei Mal im Jahr tritt die Stör soweit über die Ufer, dass einige Straßen gesperrt werden müssen. Der Luftkurort Kellinghusen liegt in der Landschaft Mittelholstein - dem „Tor zum Naturpark Aukrug”. Die leicht hügelige Umgebung dieses Naturparks in klimatisch günstiger Lage, bestehend aus Wäldern, Teichen, Moor- und Heideflächen, ist eine beliebte Ferienregion. Ebenfalls in der Nähe sind das Stör- und Bramautal. GeschichteDer - mit ziemlicher Sicherheit - schon zur Zeit Karls des Großen (768 - 814) entstandene Ort ist um das Jahr 1148 erstmals namentlich als Kellinghusen benannt worden ("Thoto von Kerleggehusen"). Die Einwohner waren vornehmlich Handwerker, Handel- und Gewerbetreibende. Reichliche Tonvorkommen begünstigten die Gründung von Fayence-Fabriken. Die Stadt wurde so im 18. Jahrhundert bekannt. SehenswürdigkeitenDie St. Cyriacus-Kirche, das Rathaus, der Luisenberger Turm sind die markante Wahrzeichen von Kellinghusen, welche Besuchern sofort ins Auge fallen. Die St. Cyriacus-Kirche Der Sage nach gründete schon Erzbischof Ansgar an diesem Ort eine Holzkirche oder Holzkapelle. Neben Schenefeld, Nortorf und Jevenstedt zählte Kellinghusen zu den vier holsteinischen Urkirchspielen. 1154 wurde die Kirche von Mönchen aus dem von Vicelin gegründeten Kloster in Wippendorf (Neumünster) erbaut. Das geht aus dem Stellauer Kirchenbuch hervor: In der Grundmauer des Turmes fand Pastor Bielefeld 1728 einen Stein, wonach die Kirche 1154 erbaut und Cyriacus geweiht sei. 1196 wurde die Kirche erstmals urkundlich erwähnt und der erste Priester bezeugt: Johannes de Kelenghusen. 1529 war Henricus Fischer der erste evangelisch-lutherische Prediger. 1658-1660 weilte während der "Polackenkriege" der Große Kurfürst in Kellinghusen. Am 26.Juni 1686 schlug ein Blitz in die Kirche ein, woraufhin sie völlig ausbrannte. Die Kirchenmauern waren stehen geblieben, weshalb die Kirche noch im selben Jahr aufgebaut und neu eingeweiht werden konnte. Der Turm hatte zuvor eine Höhe, die allgemeine Bewunderung hervorgerufen hat, man spricht von 90m. Nach dem Brand von 1686 blieb die Kirche aus Geldmangel bis 1729 ohne Turm. 1702-1730 besaß die Kirche zur Begleitung des Gemeindegesanges ein sogenanntes Positiv, eine nicht tragbare kleine Orgel ohne Pedale. 1727 kam es zu Plänen für einen Umbau der Kirche, der von Baumeister Schott aus Heide geleitet wurde. 1728 wurde eine kleine Glocke vom Schloss Breitenburg gekauft, sie zersprang jedoch nach kurzer Zeit. 1729 wurde das Kirchenschiff verlängert und der Turm wieder errichtet, der nun auf der Spitze mit einem goldenen Hahn ausgestattet wurde. In diesem Jahr erhielt die Kirche eine neue Kanzel und einen neuen Altar. 1730 wurde eine gebrauchte Orgel vom Gut Bothkamp gekauft, die bis zum Brand der Kirche im Jahr 1929 ihren Dienst tat. 1788 wurde eine große Glocke, 1726 Pfund schwer, im Turm aufgehängt und 1805 eine kleinere. 1813/14 wurde die Kirche als Magazin benutzt und der Kirchhof war mit Wagen und Pferden bedeckt. 1809-39 wirkte der als Historiker bekannte Diakon Christian Kuß. 1879 wurde das bis dahin zur Propstei Rendsburg gehörende Kellinghusen durch die neue Schleswig- Holsteinische Landeskirche in die Propstei Rantzau einbezogen (Heute Kirchenkreis Rantzau). Am 25. Juli 1929 brannte die Kirche erneut aus, diesmal ausgelöst durch einen Kurzschluss in der Orgelelektrik. Die gesamte barocke Einrichtung sowie der Turm wurden zerstört, die Feldsteinmauern blieben erhalten. 1930 konnte die Kirche wieder aufgebaut und am 15. März 1931 eingeweiht werden. Die Kirche erhielt zwei neue Glocken. Eine von ihnen stiftete der Nordelbische Frauenverein, sie trägt die Inschrift Lk 2,14a: "Ehre sei Gott in der Höhe". Diese findet sich noch heute in unserer Kirche, die andere wurde im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen. 1930/31 wurde von der Firma Sauer (Frankfurt a.d.Oder) eine neue Orgel gebaut. 1935 erhielt die Kirche vier Buntglasfenster, welche gestiftet worden waren. 1955 schuf der Bildhauer Otto Flath aus einem Eichenblock den Taufstock. 1957 konnte dank einer Spende eine neue, zweite Glocke angeschafft werden. Sie trägt die Inschrift Jer. 22, 29: "Land, Land, höre des Herren Wort". 1960 wurde die Orgel durch die Firma Kemper (Lübeck) elektrifiziert und hat dadurch eine elektro- pneumatische Ton- und Registersteuerung. 1974 war eine grundlegende Renovierung des Kircheninnenraumes erforderlich. Es kam zu einer künstlerischen Neugestaltung durch Prof. Hans Kock, Kiel. 1993 erfolgte eine Farbauffrischung des Innenraumes unter der Leitung von Prof. Kock. Die künstlerische Ausgestaltung wurde vervollständigt. Politikehrenamtliche Bürgermeister
Stadtdirektoren
Bürgermeister
WappenBlasonierung: „Geteilt von Gold und Blau. Oben auf grünem Hügel eine rote Burg mit drei schwarz bedachten Zinnentürmen und offenem Tor, unten auf Wellen ein silberner Einmaster mit silbernem Wimpel am Mast.”[1] Ortsteile
VeranstaltungenKellinghusen ist sowohl für seinen Geranienmarkt als auch seinen Töpfermarkt weit über seine Grenzen hinaus bekannt. Faustballmannschaft der Stadt Im Sport ist Kellinghusen sehr Erfolgreich. Dies zeigte z.B. die letzte Bundesmeisterschaft, der B-Jugend (15-16), bei der wir zwar nur 23 wurden,aber mit einem Durchschnittsalter von 13 Jahren doch sehr gut ist. In disem Jahr wird wider eine deutsche Meisterschaft stattfinden, bei der wir natürlich wieder teilnehmen. Doch dieses mal mit einer sichrlich besseren Platzierung. Söhne und Töchter der Stadt
Persönlichkeiten, die mit Kellinghusen verbunden sind
BesonderheitenIn Kellinghusen befindet sich der Sitz vom Amt Kellinghusen-Land, in dem 18 Gemeinden, die sich in der Umgebung von Kellinghusen befinden, zusammengeschlossen sind. QuellenTexte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
