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Kloster Lehnin ist eine Gemeinde im Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg). GeografieGeografische LagePotsdam sowie rund 50 Kilometer von Berlin entfernt. Sie liegt beidseitig der Bundesautobahn 2 zwischen den Ortsteilen Göhlsdorf (an der Bundesautobahn 10 - (Berliner Ring)) und Reckahn. Landschaften, FlüsseDas Gemeindegebiet umfasst den größten Teil der Zauche sowie Teile der Havelniederung und des Planetales. Im Gemeindegebiet entspringt der meist kanalisierte Havelnebenfluss Emster. GemeindegliederungDie Gemeinde Kloster Lehnin besteht aus 14 Ortsteilen (mit Ortsbürgermeister), 2 Gemeindeteilen und weiteren Wohnplätzen.
GeschichteDas Dorf Lehnin als Kern der heutigen Großgemeinde sieht sein Gründungsdatum im Jahr 1180 mit der Klostergründung, daher wird 2005 das 925-jährige Jubiläum gefeiert. Allerdings bestand 1180 und lange Zeit danach nur das Kloster. Die eigentliche Gründung des Dorfes oder so genannten Fleckens Lehnin vollzog sich 1415 aus einem Markt, den die Mönche vor den Klostermauern einrichteten. Eine größere Ausdehnung erfuhr der Ort 1667 durch die Ansiedlung von 13 Handwerkern mit ihren Familien. Der Grund dafür war vermutlich der häufige Aufenthalt des Kurfürsten. 1750 sind 104, 1800 152 Feuerstellen belegt. Allerdings verlor der Flecken Lehnin 1733 das Marktrecht an Werder (Havel) und konnte es erst 1855 wiedererlangen. Wie jüngere Forschungen im Rahmen der Arbeit zu einer Ortschronik für das Jubiläum im Jahr 2005 andeuten, organisierte die nationalsozialistische Gruppe Eichmann 1942 vom Klostergelände aus den Holocaust; siehe genauer unter Luise-Henrietten-Stift. Das Stift ist eine diakonische Einrichtung der Evangelischen Kirche, die 1911 das Klostergelände bezog und in den alten Klostergemäuern sowie verschiedenen Neubauten eine weit verzweigte, heute vorbildliche helfende und heilende Einrichtung aufgebaut hat. Am 23. April 1945 erfolgte die Besetzung Lehnins durch die Rote Armee im Zusammenhang mit der Schlacht um Berlin. Die Gemeinde Kloster Lehnin entstand am 1. April 2002 aus dem freiwilligen Zusammenschluss von 13 bis dahin selbständigen Gemeinden des damaligen Amtes Lehnin. Am 26. Oktober 2003 wurde mittels Landesgesetz die bisherige Gemeinde Trechwitz (damaliges Amt Emster-Havel) zwangsweise eingegliedert. Kerngemeinde ist Lehnin mit dem Namen gebenden Zisterzienser-Kloster Lehnin, das im Jahr 1180 durch den Askanier Otto. I, dem zweiten Markgrafen der Mark Brandenburg, gegründet wurde. PolitikGemeinderatDer Gemeindevertretung besteht aus 28 Gemeindevertretern und dem hauptamtlichen Bürgermeister.
(Stand: Kommunalwahl am 26. Oktober 2003) BürgermeisterZum hauptamtlichen Bürgermeister wurde der bisherige Amtsdirektor Bernd Kreykenbohm für die restliche Dauer seiner Amtszeit durch die Gemeindevertretung in ihrer Sitzung am 23. April 2002 gewählt. Die Amtszeit endet am 2. Juli 2008. Kultur und SehenswürdigkeitenBauwerke
NaturdenkmälerDie wald- und wasserreiche Gemeinde ist Mittelpunkt des Landschaftsgebietes Zauche und bietet auf vielen gut ausgeschilderten Wander- und Radwegen eine Vielzahl an teils ruhigen, nicht überlaufenen Naturschönheiten. Das Baden ist in vielen Naturseen der Gemeinde erlaubt. Besonderes sauberes Wasser nebst FKK-Strand bietet der Colpinsee in der Klosterheide. Klares Wasser hat auch der Klostersee, an dessen Ostufer ein Strandbad wunderschön am Hang angelegt ist. Weitere Badestellen sind: Gohlitzsee, Schampsee, Klostersee, Netzener See, Görnsee, Emstaler Schlauch, Autobahnsee Reckahn. Regelmäßige VeranstaltungenJährlich im September wird im Ortsteil Lehnin über zwei Tage ein internationales Kürbisfest mit bunten und teils kuriosen Kürbisdekorationen gefeiert. Dazu gibt es: Umzug, Markt, Stände, Lesung, Konzert, Wettbewerbe, Ausstellung - die Ausstellung 2003 zeigte 120 Kürbissorten! Gastdelegationen aus Kürbismetropolen wie Walhain St. Pail in Belgien oder Preding aus der Weststeiermark in Österreich waren 2003 zu Besuch. Wirtschaft und InfrastrukturNeben der Landwirtschaft spielte die Schifffahrt auf Emster, Emsterkanal und Havel wirtschaftlich eine Rolle. Durch den Aufschluss von Lehm- und Tonvorkommen konnten im 19. Jahrhundert Ziegeleien errichtet werden, die Tagelöhner beschäftigten. Verschifft wurde der Backstein, wie auch in Glindow und Deetz, über die Havelgewässer nach Berlin, Potsdam, Brandenburg (Havel) bis nach Hamburg. Ab 1878 wurde durch die örtliche Wirtschaft, vorerst ergebnislos, angestrebt, die geplante Eisenbahnstrecke von Brandenburg nach Jüterbog über Lehnin zu führen. 1899 erfolgte dann der Kleinbahnanschluss über Nahmitz und Damsdorf nach Groß Kreutz. Im Rahmen des Projektes "Havelobst" wurde in den folgenden Jahren der Obstbau im Lehniner Gebiet ausgedehnt. In den 1960er Jahren wurden die Ziegeleien geschlossen und 1967 der Betrieb der Kleinbahn eingestellt. Seit der deutschen Wiedervereinigung wird der Tourismus zunehmend bestimmender Wirtschaftsfaktor; Anziehungspunkt ist neben dem Kloster die landschaftlich reizvolle Umgebung. PersönlichkeitenSöhne und Töchter der Gemeinde
weitere Persönlichkeiten, die mit der Gemeinde in Verbindung stehen
Literatur
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