Knittlingen in Baden-Württemberg


Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Enzkreis
Koordinaten: 49° 1′ N, 8° 45′ O
Höhe: 196 m ü. NN
Fläche: 26,33 km²
Einwohner: 7614
Bevölkerungsdichte: 289 Einwohner je km²
Postleitzahl: 75438
Vorwahlen: 07043, 07045
Kfz-Kennzeichen: PF
Gemeindeschlüssel: 08 2 36 033
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktstraße 19
75438 Knittlingen
Webpräsenz: www.knittlingen.de
Bürgermeister: Heinz-Peter Hopp

Knittlingen ist eine Stadt im Enzkreis in Baden-Württemberg, etwa 20 km nördlich von Pforzheim und ca. 30 km östlich von Karlsruhe, am Rande des Kraichgaus im Naherholungsgebiet Stromberg.

Geografie

Geografische Lage

Knittlingen liegt am Übergang des Kraichgaus in den Stromberg. Nachbargemeinden sind von Nord nach Süd : Oberderdingen, Bretten (beide Landkreis Karlsruhe), Neulingen, Ölbronn-Dürrn, Maulbronn und Sternenfels (alle Enzkreis).

Gliederung

Die Stadt Knittlingen entstand durch Eingliederung der Gemeinden Kleinvillars 1972 und Freudenstein-Hohenklingen 1975.

Geschichte

Der in fränkischer Zeit gegründete Ort ist für das Jahr 843 als "Cnudelingen" urkundlich erwähnt. Aus dem Besitz verschiedenster geistlicher und weltlicher Herrschaftsträger, darunter auch der Markgrafschaft Baden, kristallisierte sich das Kloster Maulbronn schließlich als alleiniger Inhaber heraus. Von 1490 an wechselten hier in hiesiger Thurn- und Taxis'scher Poststation die Posten aus den Niederlanden und Italien, und brachten viel Leben nach Knittlingen. Die Stadt wurde 1360, 1632 und 1692 jedesmal vollständig zerstört und hatte auch sonst durch Belagerungen, Brände, Plünderungen viel zu leiden.1632 wurde Knittlingen im Dreißigjährigen Krieg durch Truppen des Kaiserlichen Generals Ernesto Montecuccoli niedergebrannt. Die wichtige Handelsstraße von Frankfurt über Speyer nach Cannstatt führte mitten durch Knittlingen. Knittlingen erhielt 1840 offiziell das Stadtrecht verliehen. Ab 1806 gehörte Knittlingen – wie seine beiden Stadtteile – zum Oberamt Maulbronn und von 1938 bis 1972 zum Landkreis Vaihingen. Seit der Auflösung dieses Landkreises gehört Knittlingen zum Enzkreis im Regierungsbezirk Karlsruhe.

Religionen

Das religiöse Leben in Knittlingen ist für die Größe des Ortes sehr vielfältig. Neben drei für die verschiedenen Ortsteile zuständigen evangelischen Gemeinden und einem römisch-katholischen Pfarramt sind auch die Evangelisch-methodistische Kirche und die Neuapostolische Kirche (diese mit zwei Gemeinden) vertreten.

Einwohnerentwicklung

  • 1500: ca. 2000
  • 2005: 7614

Politik

Gemeinderat

Die Kommunalwahl am 13. Juni 2004 ergab folgende Sitzverteilung:

CDU 38,5 % -1,3 9 Sitze ±0
SPD 28,6 % -6,3 7 Sitze -1
ALK 17,2 % +6,3 4 Sitze +2
PWV 15,6 % +1,4 3 Sitze ±0

Partnerschaften

Knittlingen unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu

  • Benaojan
  • Montejaque

Wirtschaft und Infrastruktur

Knittlingen ist ein Weinbauort mit der Lage Reichshalde, die zur Großlage Stromberg im Bereich Württembergisch-Unterland gehört. Ein großes Gewerbegebiet direkt an der B35, Ausfahrt Knittlingen-Mitte, ist geplant. Wichtigste Verkehrsanbindung ist die Bundesstraße B35 (Illingen - Germersheim), Teil der ehemals geplanten Bundesautobahn 80.

Autobahnanbindung

A8 Pforzheim-Nord (ca. 12 km)

A5 Bruchsal oder Karlsruhe-Durlach (ca. 20 km)

S-Bahn

Der Stadtteil Kleinvillars verfügt seit 2005 über einen S-Bahn-Anschluss an die Linie S9 von Bruchsal nach Mühlacker. Die Stadt Knittlingen ist zur Zeit in Verhandlungen, dass die Stadtbahnlinie aus Bretten in die Knittlinger Innenstadt geführt wird, was aber bisher noch nicht realisiert wurde und auch in der Durchführung relativ unwahrscheinlich ist.

Medien

Tageszeitungen sind die Pforzheimer Zeitung und die Badischen Neuesten Nachrichten.

Bildung

Mit der Dr.-Johannes-Faust-Schule gibt es eine Grund-, Haupt- und Realschule in Knittlingen. Im Ortsteil Freudenstein gibt es eine weitere Grundschule. Daneben gibt es fünf Kindergärten (zwei gemeindliche, zwei evangelische und einen römisch-katholischen Kindergarten).

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

In Knittlingen befinden sich heute ein umfangreiches Faust-Archiv und ein Museum.

Bauwerke

Historische Marktstraße

Persönlichkeiten

Nach nicht gesicherten Quellen ist Knittlingen der Geburtsort des wandernden Magiers, Alchimisten und Wahrsagers Dr. Johann Faust.

Söhne und Töchter der Stadt

  • 1864, 30. Januar, Karl Hildenbrand, † 4. September 1935 in Hamburg, deutscher Politiker (SPD), MdR, MdL (Württemberg)
  • 1906, 24. Dezember, Eduard Leuze (im Ortsteil Freudenstein), † 25. Oktober 1973 in Reutlingen, deutscher Politiker (FDP/DVP), MdB, MdL (Baden-Württemberg), Baden-Württembergischer Wirtschaftsminister

Außerdem kommen zwei der drei Mitglieder der Schlagergruppe Die Flippers aus Knittlingen.




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Informationsportal über Knittlingen in Baden-Württemberg - 25.5.2012