
|
Kreuzwertheim ist ein Markt im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Kreuzwertheim. Der Ort liegt im Maintal am Rande des Spessarts gegenüber der baden-württembergischen Stadt Wertheim. GeografieOrtsteilemit Jahr der Eingemeindung und Einwohnerzahl
Es existieren folgende Gemarkungen: Kreuzwertheim, Röttbach, Unterwittbach, Wiebelbach. GeschichteDie Besiedlung der Gemarkung geht bereits bis in die Steinzeit zurück (Steinbeilfunde). Die ersten bekannten Bezeichnungen der Siedlung lauten "Werdheim", was soviel bedeutet wie "Heimstatt am sicheren Ufer", so dass auf die Lage am Main hingewiesen wird. Die erste urkundliche Erwähnung fand (sehr wahrscheinlich) bereits um 749 statt (als Streubesitz des Klosters Fulda). "Werdheim" entwickelte sich zur Urpfarrei des südöstlichen Spessartraumes. Diese unterstand zunächst dem Bischof von Würzburg, und auf ihn ging schließlich auch die Marktrechtsverleihung durch König Heinrich II. vom 22. Oktober 1009 zurück. Zwei steinerne Türme der frühen Ortsbefestigung, ein markantes steinernes Kreuz mit dem irischen Sonnenkranz auf dem Kirch- und Marktplatz und die kleine Wehrkirche, deren Ursprünge bereits in der Zeit der Christianisierung liegen, erinnern noch an diese Zeit. Ab dem frühen 12. Jahrhundert nannte sich ein Zweig des Adelsgeschlechts der Reginbodonen nach Wertheim. Dieses Adelsgeschlecht ließ auf der linken Mainseite eine neue Wehranlage errichten, so dass sich in ihrem Schutz eine neue Ansiedlung entwickelte, die bald die Bezeichnung "Werdheim" übernahm. 1192 ist die heutige Stadt Wertheim erstmals als "Suburbium castri Wertheim" erwähnt, um 1200 wird sie als "oppidum" und 1244 als "civitas" bezeichnet (Vgl. hierzu auch Wertheim) Seit dieser Zeit finden sich zur besseren Unterscheidung der beiden Siedlungen Ortsnamen, die auf das steinerne Kreuz auf dem Marktplatz Bezug nehmen: "Crucwertheim", "Heiligen-Creuzeswertheim" oder auch einfach "Creütz". Diese Bezeichnung ist übrigens bis heute im Volksmund üblich. Nachdem Wertheim 1306 die Stadtrechte verliehen bekam, geriet der alte Siedlungsteil auf der anderen Mainseite endgültig ins Hintertreffen und die alten Marktrechte büßten mehr und mehr an Bedeutung ein. Die Pestepedemien taten ein übriges und Kreuzwertheim verfiel in einen Jahrhunderte andauernden Dornröschenschlaf. Das ehemalige Amt der Grafen Löwenstein-Wertheim wurde 1806 zugunsten des Fürstentums Aschaffenburg des Fürstprimas von Dalberg mediatisiert und fiel mit dessen Fürstentum (damals Departement Frankfurt) 1814 an Bayern. Heute sind vor allem der Kirchplatz mit dem noch immer erhaltenen Marktkreuz, die umliegenden Gassen, die alte Wehrkirche, das 1594 erbaute Wohnhaus des Schultheißen (Bürgermeisters) Peter Herrschaft, ein schöner Ziehbrunnen sowie die Reste der alten Ortsbefestigung sehenswert. Darüber hinaus ist das stattliche Schloß, ehemals erbaut als Witwensitz und bis heute Wohnsitz der Fürstenfamilie zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg, markanter Teil des Ortsbildes. Wer sich für die Geschichte des Ortes interessiert, dem sind die Heimatbücher des verstorbenen Heimatforschers Peter Hofmann empfohlen. EinwohnerentwicklungAuf dem Gebiet des Marktes wurden 1970 3.186, 1987 dann 3.562 und im Jahr 2000 3.850 Einwohner gezählt. PolitikBürgermeister 1996 bis heute Horst Fuhrmann, CSU 1984 bis 1996 Christa Schoenberg, CSU 1978 bis 1984 Gerald Amarell, Freie Wählervereinigung 1972 bis 1978 Hans Schneider, CSU (†1978)
Wirtschaft und InfrastrukturWirtschaft sowie Land- und ForstwirtschaftEs gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 1046 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 150 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1434. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 1 Betrieb, im Bauhauptgewerbe 8 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 17 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 305 ha, davon waren 295 ha Ackerfläche und 7 ha Dauergrünfläche. BildungIm Jahr 1999 existierten folgende Einrichtungen:
Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
