Krummennaab in Bayern


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Tirschenreuth
Verwaltungsge-
meinschaft:
Krummennaab
Koordinaten: 49° 49′ N, 12° 5′ O
Höhe: 480 m ü. NN
Fläche: 17,72 km²
Einwohner: 1659
Bevölkerungsdichte: 94 Einwohner je km²
Postleitzahl: 92703
Vorwahl: 09682
Kfz-Kennzeichen: TIR
Gemeindeschlüssel: 09 3 77 132
Gemeindegliederung: 18 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 1
92703 Krummennaab
Bürgermeister: Franz Stangl (CSU)

Krummennaab ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Tirschenreuth und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Krummennaab.

Geografie

Geografische Lage

Krummennaab liegt zwischen den Naturparks Oberpfälzer Wald und Steinwald

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Krummennaab gliedert sich in 18 Ortsteile

  • Bayrischhof
  • Burggrub
  • Kammerermühle
  • Kohlbühl
  • Krummennaab
  • Kühlenmorgen
  • Lehen
  • Mittelberg
  • Reisermühle
  • Sassenhof
  • Scheibe
  • Schmierofen
  • Steinbühl
  • Stockau
  • Thumsenreuth
  • Trautenberg
  • Waffenhammer
  • Ziegelhütte

Geschichte

Gegen Ende des 14. Jahrhunderts erwarben die Notthafft von Weissenstein das Dorf und die Burg Krummennaab. Vorher befand sich der Ort im Besitz der Familie Wild v. Wildenreuth (Wellenreuth). 1564 gelangte das Rittergut an Georg Wispeck von Velburg, von dem es 1571 Georg von Rochau erwarb. Die Rochau besaßen Krummennaab bis nach dem Dreißigjährigen Krieg. 1668 erwarb Wolf Ernst von Lindenfels auf Weidenberg den Besitz. Die mittelalterliche Burg war wahrscheinlich eine mit Wassergraben umgebene Niederungsburg und befand sich im "Unteren Dorf" auf einer von der Naab und dem Mühlgraben umflossenen Insel. 1717 wurde das „alte Schlößl” von Karl Christian von Lindenfels zu einer Glas-Polier-Mühle eingerichtet. In der Nachbarschaft befand sich auch eine zum Rittergut gehörende Mahlmühle, sowie das Gärtner- und Jägerhaus. Wann das neue Schloss im oberen Dorf erbaut wurde, ist unklar. Das Pächterhaus im geräumigen Schlosshof trug einest das Wappen des Wolf Ernst von Lindenfels († 1699) und seiner Gemahlin Magdalena von Giech. Das Schloßgebäude selbst wurde nach einem Brandunglück im Jahr 1705 von Karl Christian von Lindenfels wieder aufgebaut. 1724/25 erwarb der französische Adelige Louis Anne de Sainte Marie Eglise das Gut Krummennaab und gründete eine Glaspoliere. Nach seinem Tod im Jahr 1756 wechselte das Schloß mehrfach seine adeligen Besitzer, bis es 1787 an Johann Georg von Grafenstein gelangte, dessen Nachkommen es bis 1856 besaßen. Der letzte adelige Besitzer Krummennaabs, Karl Theodor Frhr. von Künsberg, zertrümmerte den Gutsbesitz und verkaufte auch die Schloßgebäude in bürgerliche Hände. 1894 wurde im alten Schloss eine Porzellanfabrik eingerichtet, die 1939 vom Weidener Porzellanfabrikanten Wilhelm Seltmann erworben wurde. Nach und nach mussten alle Gebäude des Schlossgutes den Bauten der Porzellanfabrik weichen. Das Schlossgebäude selbst fiel 1966 der Baggerschaufel zum Opfer. Heute erinnern nur noch zwei in ein modernes Wohngebäude eingemauerte Wappensteine und eine barocke Zaunsäule an das ehemalige Schloss Krummennaab.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Die Evangelische Pfarrkirche ist im Kern noch spätgotisch (15. Jahrhundert). Ihr heutiges Aussehen mit der neugotischen Turmfront erhielt sie nach einem Brand im Jahr 1832. Die Ausstattung stammt im wesentlichen aus der Zeit um 1730.

Die Gebäude des Schlosses Krummennaab mussten im 20. Jahrhundert dem Industriekomplex der Porzellanfabrik Seltmann Weiden weichen. Sie bestimmt heute das Ortsbild von Krummennaab.

Naturdenkmäler

Krummennaab liegt zwischen dem Steinwald und dem Naturschutzgebiet Waldnaabtal.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Krummennaab liegt an der B 299. Über die Anschlussstelle Falkenberg (Entfernung: 8 Kilometer) verfügt der Ort über eine gute Anbindung an die A 93 Regensburg-Hof.

Ansässige Unternehmen

Porzellanfabrik Seltmann

Öffentliche Einrichtungen

  • Campingplatz
  • Badeweiher
  • diverse Sportanlagen

Literatur

  • Harald Stark: Die Familie Notthafft - auf Spurensuche im Egerland, in Bayern und Schwaben,Weißenstadt 2006, ISBN 3-926621-46-X



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Informationsportal über Krummennaab in Bayern - 25.5.2012